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14.03.17Kommentieren

Autovermietung statt Fuhrpark

Wann lohnt sich der Business-Mietwagen

Mit der Gründung eines Unternehmens geht in der Regel die Frage einher, ob ein eigener Fuhrpark benötigt wird. Kauf und Unterhalt betriebseigener Fahrzeuge lösen teilweise markante Kosten aus. Nicht nur die Anschaffung, sondern auch laufende Kosten wie Versicherungen, Reparaturen und Verschleißteile müssen kalkuliert werden. Immer mehr Startups greifen aufgrund dieser teilweise immensen finanziellen Belastung auf Autovermietungen zurück. Doch wann lohnt sich die Entscheidung für einen Mietwagen und welche Unternehmen sind mit Fuhrpark besser beraten?

Quelle: Fotolia.de © kebox

Vor- und Nachteile eines Fuhrparks

Der wohl größte Vorteil eines eigenen Fuhrparks besteht für Unternehmen in der maximalen Flexibilität. Der Firmenwagen steht immer bereit und kann jederzeit für geschäftliche Fahrten genutzt werden. Der Nutzer hat seinen gewohnten Wagen zur Verfügung und kann unabhängig betriebliche Erledigungen machen ohne sich zuvor mit anderen absprechen zu müssen. Keine Wartezeiten, keine Abhängigkeit von Autovermietungen. Ein Fuhrpark bringt demnach einige Vorzüge mit sich, die ein Unternehmer nicht unterschätzen sollte. Doch nicht weniger wichtig bei der Überlegung, ob ein Fuhrpark sinnvoll ist oder nicht, sind die damit verbundenen Unkosten. Bereits ein einziges Fahrzeug verschlingt viel Geld und die Liste der Posten ist lang:

  • Anschaffungskosten / Leasing
  • Versicherungen
  • Steuer
  • Reparaturen / Wartung
  • Pflege (Reinigung usw.)
  • Lohnkosten (Fuhrparkverwaltung)
  • Parkplatz / Garage
  • Fuhrparkmanagement-Software

Die daraus resultierende Summe kann das unternehmerische Budget empfindlich schmälern und steht teilweise in keinem gesunden Verhältnis zum Nutzen. Die Investition in einen eigenen Firmenwagen oder gar Fuhrpark lohnt sich also nicht immer. Vor allem kleinere Unternehmen und Startups, die trotzdem mobil sein müssen, haben selten wirkliche Anreize, an dieser Stelle zu investieren. Für diese besteht dann z.B. die Option, ihren Firmenwagen bei STARCAR zu mieten. Diese Autovermietung ist deutschlandweit mit mehr als 28 Mietstationen vertreten und hat vom Kleinwagen bis zum Lkw nahezu alle Fahrzeugtypen im Portfolio. Doch lohnt sich dieser Service wirklich? Diese Frage muss individuell beantwortet werden, da es keinen pauschalen Ratschlag geben kann. Jedes Unternehmen ist einzigartig und ist mehr oder weniger auf Mobilität angewiesen. Zunächst ist ein Blick auf die Vorteile der Autovermietung für Unternehmen sinnvoll:

Vorteile

Erläuterung

Kosten

Stellt man die Kosten eines eigenen Firmenwagens den einmalig zu leistenden Mietkosten gegenüber, schneidet der Firmenwagen oft teurer ab. Ob ein Mietwagen auf Dauer günstiger ist, hängt vom Bedarf ab. Generell lässt sich zusammenfassen, dass sich ein Fuhrpark erst ab einer bestimmten Fahrleistung rentiert.

Aufwand

Der betriebliche Aufwand für einen Mietwagen hält sich im Vergleich zum Fuhrpark stark in Grenzen. Weder müssen sich Unternehmer um Reparaturen kümmern, noch müssen sie die Fahrzeuge pflegen oder Unmengen an Geldern in die Anschaffung stecken. Beim Mieten übernimmt die Autovermietung diese Erledigungen. Mit dem minimalen Aufwand sparen sich Betriebe gleichzeitig weitere Kosten und wertvolle Zeit.

Platzbedarf

Für einen Mietwagen braucht es keinen dauerhaften Stellplatz oder eine teure Garage zum Schutz vor Diebstahl.

Fahrzeugauswahl

Praktisch am Mieten ist außerdem, dass meist die neuesten Fahrzeuge bereitstehen. So profitiert der Kunde von modernster Technik und maximalem Komfort. Außerdem lassen sich nahezu alle Fahrzeugarten wählen, egal ob Cabrio, Smart oder Lkw. Das bringt höchste Flexibilität mit sich und spart Geld. Schließlich wäre es mit immensen Investitionen verbunden, wenn ein Betrieb einen derart vielfältigen Fuhrpark kaufen müsste.

Kein Wertverlust

Der Wertverlust eines Neuwagens nach einem Jahr ist enorm. Beim Mieten können Unternehmer diesen Wertverlust umgehen.


Ob die Autovermietung letztendlich die bessere Wahl ist, hängt außerdem vom Servicespektrum des Anbieters ab. Grundsätzlich können folgende Punkte bei der Entscheidung für oder gegen eine Autovermietung helfen:

  • Verfügbarkeit: Egal ob externe Kundentermine, wichtige Meetings beim Geschäftspartner oder Besorgungen im Großhandel: Ganz ohne Fahrzeug kommen die wenigsten Betriebe aus. Eine zuverlässige Autovermietung muss auch für spontane Fahrten passende Fahrzeuge parat haben. Schließlich hilft die finanzielle Ersparnis gegenüber dem Firmenwagen wenig, wenn im Bedarfsfall kein Auto verfügbar ist. Keinesfalls dürfen geschäftliche Termine darunter leiden, dass der Autovermieter das gewünschte Auto nicht pünktlich bereitstellen kann.
  • Mietstationen: Häufig benötigen Unternehmen einen Mietwagen nur für eine Strecke. So beispielsweise für den Weg zum Flughafen. Viele Autovermieter holen ihre Mietfahrzeuge an den vereinbarten Standorten ab und platzieren diese genau dort, wo sie der Mieter braucht. Das verschafft Betrieben wiederum eine hohe Flexibilität. Wichtig ist, dass Vermieter über ausreichend Mietstationen im Einzugsgebiet verfügen. Ansonsten kann das Mieten aufgrund großer Distanzen teuer werden.
  • Service: Nur ein servicestarker Autovermieter bringt Unternehmen Erleichterung. Ist der Anbieter hingegen schlecht erreichbar, kaum flexibel hinsichtlich Kundenwünsche und müssen lange Wartezeiten in Kauf genommen werden, relativieren sich die Vorteile schnell. Viele Autovermieter räumen Firmenkunden spezielle Serviceleistungen ein wie eine extra schnelle Abwicklung und Ermäßigungen abhängig vom Mietvolumen
  • Umweltschutz: Beim Mieten können sich Kunden konsequent für Umweltschutz entscheiden und nachhaltig orientierte Mobilitätsanbieter wählen.

Bedarf analysieren und vergleichen

Um herauszufinden, ob sich das System der Autovermietung lohnt oder ein eigener Fuhrpark günstiger wäre, muss der individuelle Bedarf kritisch analysiert werden. Dazu muss exakt berechnet werden, wie viele Kilometer und Miettage pro Monat erforderlich wären. Auch die durchschnittliche Mietdauer, die Standorte der Mietstationen und dessen Öffnungszeiten sowie die erforderlichen Fahrzeugklassen sind klar zu formulieren.

Um die Kosten realistisch gegenüberzustellen, müssen alle Konditionen der Autovermietung aufgeschlüsselt und für den Bedarf errechnet werden inklusive sämtlicher Kosten für Kurz- und Langzeitmiete (je nach Bedarf), Abholung/Lieferung des Fahrzeugs, eventuelle Zusatzgebühren und Selbstbeteiligung bei Schäden. Stehen die potenziellen Ausgaben der Autovermietung fest, lassen sich diese mit den möglichen Kosten eines eigenen Fuhrparks vergleichen.

Fazit

Besonders preiswert sind gemietete Firmenwagen für Unternehmen mit geringem bis mittlerem Mobilitätsbedarf. Je nach Autovermietung können sie ihre Kosten im Vergleich zum eigenen Firmenwagen drastisch senken und auch der interne Aufwand sinkt auf ein Minimum. Betriebe, die viele verschiedene Fahrzeuge benötigen, dessen Bedarf aber eine gewisse Grenze nicht übersteigt, können beim Mieten ebenfalls deutlich sparen, weil sie auf den umfangreichen Fuhrpark des Vermieters zurückgreifen können.

Bei höherem Bedarf ist die Langzeitmiete eine Alternative. Die Kosten können zum einen vollständig als Betriebsausgaben verbucht und die Mietraten fest kalkuliert werden. Das gibt Planungssicherheit. Bei der Langzeitmiete müssen die Mietpreise aber genauestens geprüft werden. Liegen diese zum Beispiel bei 700 Euro monatlich, ist fraglich, ob diese Summe nicht besser in einen eigenen Firmenwagen investiert wird. Um den teilweise aufwändigen Vergleich der möglichen Kosten kommt generell kein Unternehmen vorbei, das die jeweils optimale Lösung ermitteln möchte. Der Steuerberater kann dabei unverzichtbare Hilfe leisten.

Zur bequemeren Einschätzung der Fuhrparkkosten, empfehlen wir den Artikel des Controlling-Portals. Darin wurden die einzelnen Posten übersichtlich erläutert und verständlich strukturiert. 

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