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17.03.15Kommentieren

Karriere & Selbstmanagement

Erreichen Sie Ihre persönlichen Ziele im Einkauf

Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Privatleben und Arbeitsleben wird Ihnen helfen, Ihre persönlichen Ziele zu erreichen. Dies setzt voraus, dass Sie bereit sind, Dinge zu ändern und kritisch zu hinterfragen. Sind Sie bereit, sich für die „gute Sache“ zu ändern?

Machen Sie sich auf den Weg …

Haben Sie auch oft das Gefühl, dass die Zeit viel schneller vergeht als noch vor ein paar Jahren und dass die Anforderungen im Job an jeden Einzelnen größer und umfangreicher werden, die Uhren aber im gleichen Tempo wie bisher weiterticken? Das Angebot an Informationen, Freizeitaktivitäten und sonstigen Vergnügungsmöglichkeiten wird immer umfangreicher. Unterliegen Sie dem Zwang, immer mehr machen zu wollen und zu müssen? Man möchte dazugehören und startet daher im privaten Bereich sowohl für sich, die Familie und oft besonders für die Kinder sehr viele Aktivitäten. Man hat aber auch das Gefühl, dass man unbedingt noch eine Zusatzausbildung machen muss, selbstverständlich in der Freizeit, um auch im Unternehmen mithalten zu können …

Tipp

Jetzt ist es an der Zeit, sich mit dem Thema Work-Life-Balance zu beschäftigen – ehe es zu spät ist und Sie mit den Folgen dieser überfüllten Tage zu kämpfen haben. Denn dauernder Stress – egal ob im Berufs- oder Privatleben – bedeutet, dass Ihre Arbeitsleistung leidet, Ihr Privat- und Familienleben in Unordnung geraten könnte und Sie vielleicht auch gesundheitlich nicht mehr ganz auf der Höhe sind.

Seien Sie vorbereitet und setzen Sie sich mit der „Balance“ auseinander. Stellen Sie eine Harmonie zwischen Arbeits- und Privatleben her. Ziel ist es, private Interessen und das Familienleben in Einklang mit den Anforderungen der Arbeitswelt zu bringen.

Ihre Rolle als Führungskraft im Einkauf

Wie so oft bei vielen Themen des Berufsalltags haben Sie auch hier bei der Work-Life-Balance eindeutig Vorbildcharakter und sollten ganz bewusst die Vorreiterrolle für Ihr Team und Ihre Mitarbeiter übernehmen. Sie haben die Entscheidungskompetenz, um für sich und für andere Freiräume im täglichen Arbeitsleben zu schaffen.
Achten Sie beispielsweise darauf, dass nicht eine Besprechung die nächste jagt. Schaffen Sie Zeitfenster für alle, für sich und Ihr Team, die es ermöglichen, an Projekten und an den Aktivitäten des Tagesgeschäfts in Ruhe arbeiten zu können.
Machen Sie sich bewusst, dass viel Arbeiten nicht unbedingt heißt, viel Erfolg zu haben. Schauen Sie sich in Ihrem Umfeld um. Sicherlich finden Sie sowohl einige Negativund hoffentlich auch einige Positivbeispiele – von Leuten, die schon erkannt haben, auf was es wirklich ankommt. Es ist an Ihnen, dass Sie Ihre Mitarbeiter nicht schon komplett im Voraus verplanen.
Achten Sie darauf, dass es Tage gibt, an denen jeder Mitarbeiter auch mal pünktlich oder früher das Unternehmen verlässt, um sich um seine Familie oder sein Freizeitleben zu kümmern. Stehen Sie selbst für diese Haltung und setzen Sie Ihre Mitarbeiter nicht unter Druck. Am besten kann Ihnen dies gelingen, wenn Sie selbst ab und an früher nach Hause gehen und dies auch mit Ihren Mitarbeitern besprechen.

Tipp

Gehen Sie aktiv vor und nehmen Sie diesen Punkt gerne auch einmal mit in Ihr nächstes Teammeeting. Vermitteln Sie Ihren Leuten das Gefühl, dass es gerne gesehen wird, wenn die Mitarbeiter auch Ihre Freizeit und Ihr Privatleben pflegen und bewusst leben.

Unternehmen nehmen das Thema Ernst

Viele Firmen haben in der letzten Zeit die Erfahrung gemacht, dass immer mehr Mitarbeiter ausgepowert sind und für viele Wochen ausfallen, weil Sie krank werden und sich in Behandlung begeben müssen. Diese Signale werden sehr Ernst genommen und man macht sich Gedanken darüber, wie Unternehmen die Rahmenbedingungen für Ihre Mitarbeiter anpassen können. Auch achten viele Unternehmen schon heute bereits bei der Auswahl neuer Mitarbeiter darauf, dass Leute ausgesucht werden, die das Thema Work-Life-Balance Ernst nehmen und leben – und somit auch für das Unternehmen wertvoller und effektiver sein werden. Es wird deutlich, dass viele Unternehmen heute bewusst für ein familien- und privatlebenfreundliches Arbeitsklima sorgen und dieses Image auch pflegen und leben. Es ist also nichts Verwerfliches und Ineffektives dabei.

Wo liegen die Ursachen

Unsichere Arbeitsverhältnisse, hoher Termindruck, unflexible und lange Arbeitszeiten und nicht zuletzt die immer weniger zu bewältigende Flut an Informationen auf elektronischem Weg sind die Ursachen für die Erkrankung vieler Mitarbeiter. Gerade die wirtschaftliche Situation – das hat die letzte Zeit gezeigt – können Unternehmen und Sie als Einzelperson wenig beeinflussen. Aber es gibt sicherlich Punkte, die Sie selbst steuern können. Diese sollten Sie für sich identifizieren und wenn nötig ändern. Denken Sie beispielsweise an den Zwang, ständig erreichbar sein zu müssen – Tag und Nacht. Ist das wirklich notwendig?

Der Mensch und Mitarbeiter im Fokus

Heute gehört es in vielen großen Konzernen und Unternehmen dazu, sich intensiv und ernsthaft mit dem Thema Work-Life-Balance auseinanderzusetzen. Längst ist klar, dass es sich sehr lohnt, die Mitarbeiter in den Fokus zu rücken.
Einige Beispiele, wie Maßnahmen und Angebote für Mitarbeiter in Unternehmen aussehen, die das Thema Harmonie zwischen Berufs- und Privatleben umsetzen, zeigen wir Ihnen hier: 

  • Homeoffice
  • flexiblere Arbeitszeiten
  • Jobsharing
  • Sabbatical
  • betriebseigene Kitas
  • Teamarbeit
  • Seminare zum Thema
  • Sportangebote
  • etc.

In vielen Unternehmen werden diese Modelle und Angebote in einem sogenannten Work-Life-Portfolio zusammengefasst und mit den Mitarbeitern gemeinsam erund bearbeitet.

Tipps für eine gute Balance

Achten Sie auf eine gesunde Balance. Dies bedeutet auch, dass Sie für eine gewisse überschaubare und geplante Zeit Überbelastung akzeptieren. Danach gibt es wieder mehr Zeit für sich selbst und die Familie.

  • Definieren Sie klare Werte sowie Ziele und nehmen Sie regelmäßige Auszeiten.
  • Gehen Sie an normalen Arbeitstagen zeitig nach Hause und verbringen Sie den Abend mit Ihrer Familie oder Ihren Freunden.
  • Essen Sie ohne Stress.
  • Machen Sie regelmäßige Pausen und gehen Sie kurz an die frische Luft.
  • Bewegen sei sich: Treppe statt Aufzug, immer wieder mal aufstehen, machen Sie Bürogymnastik.
  • Vereinbaren Sie Termine mit sich selbst, in denen Sie Dinge tun, die Ihnen Spaß machen!

Ihre ersten ganz persönlichen Schritte in Richtung

Balance Wie könnte denn ein erster Schritt in Richtung persönliche Work-Life-Balance aussehen? Woran müssen Sie als Führungskraft und Teammitglied eigentlich denken und was spielt dabei eine Rolle? Es ist immer gut, wenn man seinen Gedanken zu einem Thema Struktur verleiht. So kann man sich leichter an Dinge erinnern und diese nach einigen Tagen auch noch nachvollziehen. Die nachfolgend zusammengestellten Anregungen und Informationen könnten Ihnen dabei helfen, die Balance zwischen Arbeits- und Privatleben zu finden, wiederzufinden oder einfach einmal darüber nachzudenken.

  • Erstellen Sie eine Liste aller Aktivitäten in Ihrem Alltag. Tipp: Eine gute Darstellungsmöglichkeit wäre ein Kreis oder Tortendiagramm, denn so kann man die Zeitanteile der einzelnen Aktivitäten sehr gut erkennen.
  • Führen Sie eine persönliche Zeit- und Tätigkeitsanalyse durch, analysieren Sie Ihre derzeitige Zeitverwendung, spüren Sie Zeitdiebe auf und suchen Sie nach den wahren Gründen der fehlenden Balance.
  • Denken Sie über Hilfe von außen nach, wenn Sie nicht weiterkommen (z. B. Freunde, Familie, Coach, Gruppe, Seminar etc.).
  • Beschäftigen Sie sich intensiv mit Ihrer Vision, mit Ihren Zielen, Werten und Prinzipien? Es lohnt sich sicher. Wonach strebe ich? Was will ich wirklich? Hier bietet sich die Darstellungsform eines Mindmaps an. Es ist erweiterbar und schränkt Ihre Kreativität nicht ein! Es kann auch nach ein paar Tagen mühelos weiterbearbeitet werden.
  • Erarbeiten Sie Ihre „Wunschtorte“ – ein Kreisdiagramm mit Ihrer angestrebten Zeitverwendung mit optimaler Work- Life-Balance. Denken Sie dabei an Ihre Arbeit, Ihre Kontakte, Ihren Körper und Ihren Geist!
  • Wichtig ist auch, dass Sie mit Ihren Gedanken zur Work-Life-Balance nicht im stillen Kämmerlein bleiben. Diskutieren und stimmen Sie Ihr Lebenskonzept mit Ihrem Lebensumfeld ab.
  • Entwickeln Sie bestimmte Rituale, um Ihre eigene Energie zu halten und in Balance zu kommen. Üben Sie diese Rituale ein und integrieren Sie sie in Ihr alltägliches Leben. Dies könnten z. B. regelmäßige Pausen sein, Bewegung und Sport, eine gesunde Ernährung etc. Seien Sie nicht ungeduldig, wenn Sie nicht alles sofort umsetzen können. Manche Dinge brauchen einfach Zeit. Geben Sie sich diese, ohne dabei Ihre Ziele und Vorsätze aus den Augen zu verlieren.
  • Setzen Sie klare Prioritäten: Wichtigkeit vor Dringlichkeit!
  • Machen Sie einen Wochenplan für Aktivitäten. Planen Sie wirklich im Voraus und fangen Sie nicht erst an, wenn Ihnen die „Zeit schon davonrennt“! Dann ist es für diese Woche meist schon zu spät. Seien Sie rechtzeitig dran.
  • Sorgen Sie für Ausgleich! Arbeiten Sie an Ihren persönlichen Kraftquellen! Suchen Sie für sich ganz persönliche Orte und Situationen, die Ihnen Kraft spenden. Dies kann die Natur, Ruhe, Entspannungsmusik oder auch Aktivität beim Sport sein, je nach Typ und Stimmung. Finden Sie heraus, was Ihnen gut tut!

Es geht einmal nur um Sie

Entdecken und pflegen Sie Ihre Kraftquellen. Finden Sie den Kontakt zu sich selbst. Ganz wichtig ist dabei, dass Sie positive Gedanken in Bezug auf Ihr Umfeld entwickeln – sei es im Privat- und Familienleben oder in Ihrer Arbeitswelt im Unternehmen. Sie werden merken, wie Sie nach und nach in Balance kommen. Es wird ein ständig wechselndes Gleichgewicht sein, das Ihnen ein gutes, ausgeglichenes Gefühl vermittelt. Viel Spaß bei der Arbeit an Ihrer Work-Life-Balance! 

Markus Lemme

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