08.04.10Kommentieren

Soft Skills

Wie Sie auch mit schwierigen Vorgesetzten klarkommen

Die meisten Führungskräfte werden auch selbst geführt – und nicht jede(r) Vorgesetzte ist eine Idealbesetzung. Wer z.B. einen Vorgesetzten hat, der nicht in der Lage ist, seine Vorgaben und Visionen in klaren Worten weiterzugeben, hat ein Problem: Schwammige Ansagen verunsichern; andererseits steht die Mannschaft unter Erfolgsdruck und will die Vorgaben des Chefs erfüllen. Lesen Sie, was Sie in solchen Fällen tun können.

Nicht jede Führungskraft ist in der Lage, klare Ansagen zu machen

Zeigen Sie ihm Ihre Teambereitschaft

Ihr Chef macht Ihnen wieder einmal ungenaue Vorgaben? Sie wissen nicht wirklich, was er eigentlich will? Dann ist es Zeit für das Spiegel-Konzept:

Sie „spiegeln“ Ihrem Vorgesetzten sofort, wie Sie seine Vision verstanden haben. Zum Beispiel: Er möchte, „dass der Kunde wieder mehr im Mittelpunkt stehen soll“. Dann legen Sie Ihm ganz konkret dar, welche Handlungsmöglichkeiten Sie in diesem Fall für Ihr Team sehen: „Habe ich richtig verstanden, dass.../Ich denke, wir könnten hierfür wie folgt vorgehen...“

Tipp: Seien Sie hartnäckig beim Konkretisieren und lassen Sie sich nicht vorschnell abspeisen à la: „Na, dann machen Sie mal...“

Ihr Chef ist auch nur ein Mensch!

Ihnen muss klar sein, dass Sie ihn nicht grundlegend verändern können. (Das schaffen wir ja im Übrigen mit unseren Lebenspartnern auch nicht...)

Versuchen Sie stattdessen, seine Vorlieben herauszufinden:

  • Erwartet er von Ihnen regelmäßigen Rapport? Dann machen Sie fixe Termine mit ihm aus.
  • Hat er eine Vorliebe für Konzepte mit kurzer Pro-/Contra-Darstellung? Dann präsentieren Sie auch so.
  • Ist er ein Zahlenmensch? Dann argumentieren Sie mit übersichtlich erstelltem Zahlenmaterial.

Steter Tropfen höhlt den Stein... So können Sie auf Ihren Chef Einfluss nehmen

Fühlen Sie sich von Ihrem Chef ausgebremst? Ist er träge bei Entscheidungen und immer wieder unstrukturiert? Dann versuchen Sie, auf positive Art dagegen zu halten:

  • Überlegen Sie, welche konkreten Vorteile er davon hat, wenn er in der entsprechenden Situation nicht in sein gewohntes Schema verfällt – also in Ihren Augen negativ handelt.
  • Im nächsten 4-Augen-Gespräch legen Sie ihm genau diese Vorteile dar, aber – und das ist der Clou – scheinbar aus Ihrer Sicht: Zeigen Sie ihm zum Beispiel auf, dass Sie als Mitarbeiter besser arbeiten können, wenn er Ihnen in bestimmten Bereichen mehr Struktur vorgibt, etwas konkret entscheidet oder Sie Ihren Job ohne Störung erledigen lässt...

Achtung: Seien Sie dabei äußerst vorsichtig und bezeichnen Sie sein Verhalten keinesfalls als negativ. Niemand schätzt es, kritisiert zu werden – und schon gar nicht von einem „Untergebenen“.

Fragen Sie ihn nach seiner Meinung: „Wenn wir das so machen, glauben Sie, dass das unseren Erfolg sichern könnte...?

Wenn Sie es geschafft, haben, dass Ihr Chef Sie nicht als potentielle Konkurrenz, sondern als „unternehmerisch denkenden Mitarbeiter“ sieht, dann wird er auch auf ihre Vorschläge eingehen. Schließlich will auch er nur eines: Im Job erfolgreich sein!

Jutta Gröschl

Kommentare

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer