12.09.12

Auslands-Knigge

Knigge-Regeln bei ausländischen Geschäftskontakten

Empfangen Sie regelmäßig Geschäftspartner aus ganz Europa? Oder haben Sie häufig mit ausländischen Kolleginnen und Kollegen zu tun? Dann checken Sie doch mal kurz, ob Ihnen die „Don’ts“ im Umgang mit internationalen Gästen vertraut sind.

Europäische Geschäftspartner: Diese Etikettesünden sollten Sie vermeiden. (Quelle: Thinkstockphotos)

Tabus in Frankreich:

Kritisieren Sie niemals Frankreich als Land oder die Franzosen als Nation. Dies gilt zwar allgemein für alle Länder  – aber ganz besonders für unsere Nachbarn im Westen. Ferner sollten Sie das Thema „Zweiter Weltkrieg“ lieber ganz meiden.

Tabus in Großbritannien:

Unpünktlichkeit bei geschäftlichen Verabredungen sowie offene Kritik im Allgemeinen ist nicht erwünscht, ebenso wie Humorlosigkeit. Der Brite liebt den subtilen Witz – selbst in ernsten Besprechungen! Meiden Sie möglichst das Gesprächsthema „Nordirland“ und üben Sie niemals (!) Kritik am Königshaus, selbst wenn Ihr englischer Gesprächspartner noch so lustig Prinz Charles nachahmen kann.

Tabus in Italien:

Hätten Sie es gewusst? Auch in Italien gilt Unpünktlichkeit als nicht höflich! Ferner sollten Sie Anrufe zur Mittagszeit vermeiden, da man in Italien sehr ausgiebig und lange speist, beziehungsweise Pause macht. Am besten rufen Sie besser nicht zwischen 12 und 15 Uhr an. Eine Einladung zum Essen sollten Sie möglichst nicht ablehnen.

Tabus in Spanien:

Auch hier gilt Unpünktlichkeit als „Don’t“, ebenso wie Störungen in der langen Mittagspause von 13.30 bis 15.30. Treffen Sie sich mit einem spanischen Geschäftspartner zum Essen, dann plaudern Sie lieber nicht über geschäftliche Themen, denn das wird in Spanien als störend und unhöflich angesehen. Dinge, die Sie niemals kritisieren sollten, sind der Stierkampf, die katholische Kirche einschließlich des Papstes sowie der innenpolitische Konflikt in Spanien mit der ETA und den Basken allgemein. Wichtig ist noch, dass nicht nur privat, sondern auch im Geschäftsleben Gastgeschenke üblich sind.

Tabus in der Schweiz:

Schweizer lieben es ebenfalls pünktlich und hassen „Zuspätkommer“. Außerdem mögen sie es in der Regel nicht, wenn Sie übertreiben, egal bei welchem Thema. Sprechen Sie auch nicht über Geld, das Dritte Reich und über Schweizer Banken sowie deren Nummernkonten.

Doris Bader 
Chefsekretärin

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