26.03.12Kommentieren

Innovativ Führungsstil

Führungsmerkmale: Kopf, Hand, Herz

Gute Führung wird immer noch mit charismatischen und überidealisierten Persönlichkeiten verbunden. Aber was passiert, wenn es darum geht, ein Unternehmen nicht nur über einige wenige Personen zu definieren? Der Unternehmenswert möglichst personenunabhängig definiert werden soll? Oder plötzlich Umstrukturierungen vorhandene, funktionierende Strukturen aufbrechen und neue Wege gefragt sind?

Führen Sie mit Kopf, Hand und Herz

Hier kann ein Führungssystem helfen, das Leadership nicht über die Persönlichkeit der Leader definiert, sondern über die Aufgaben, Hilfsmittel und Prinzipien, die eine Führungskraft beherrschen und verinnerlichen muss. Es geht darum, den Beruf einer Führungskraft klar, einfach nachvollziehbar und überzeugend zu definieren.

 



Führen Sie einfach

Lassen Sie uns die Ausbildung zum Leader betrachten:

  • Wie können Sie Führungskraft werden?
  • Wo finden Sie eine Beschreibung der Aufgaben?
  • Wie können Sie sich vorbereiten und für die Herausforderungen qualifizieren?

Meist kommen Sie in eine leitende Funktion kraft Beförderung oder Ernennung - und stehen dann allein auf weiter Flur.

Im Unterschied zu anderen Führungsmodellen geht Leading Simple nicht von der Persönlichkeit des Leaders aus, sondern von seinen Handlungen. Die Gesamtheit seiner Aktivitäten wird bestimmt durch 3 Faktoren: den Kopf, die Hand und das Herz.

Der Kopf steht für die 5 Aufgaben, die der Leader erfüllen muss: Menschen fördern, den Unternehmenszweck erfüllen, Systeme schaffen, delegieren und kontrollieren.

Die Hand symbolisiert die 5 Hilfsmittel, die ihn bei der Umsetzung der Aufgaben unterstützen: Lob, Probleme umdefinieren, Kritik, ergebnisorientierte Aufgabenbeschreibungen und die Budgetplanung.

Das Herz schließlich steht für die 5 Prinzipien, auf denen Führung beruhen soll: Verantwortung übernehmen, Ergebnisorientierung, Konzentration auf Stärken, ein gutes Betriebsklima und das Schaffen von Vertrauen.

Fördern Sie Ihre Mitarbeiter mit System

Jeder Mensch durchläuft 4 Phasen, innerhalb derer er einen anderen Führungsstil benötigt. Die einzelnen Phasen richten sich dabei danach, wie viel Kompetenz und Engagement der Mitarbeiter hat.

  • In der 1. Phase – geringe Kompetenz, hohes Engagement – geben Sie daher genau vor, was Ihr Mitarbeiter tun muss. Sie dirigieren.
  • In der 2. Phase – etwas gestiegene Kompetenz, nachlassendes Engagement – müssen Sie mit dem Mitarbeiter trainieren, Ziele zu setzen und das Erreichen dieser Ziele kontrollieren.
  • In der 3. Phase – hohe Kompetenz, unbeständiges Engagement – sollten Sie Ihren Mitarbeiter fordern.
  • In der 4. Phase – hohe Kompetenz, hohes Engagement – können Sie delegieren und Verantwortung abgeben.
  • Unser Rat:
  • Führen bedeutet nicht, andere so zu behandeln, wie diese es gerne hätten oder wie es Ihnen angenehm wäre. Es bedeutet, andere so zu behandeln, dass sie sich entwickeln.

Erfüllen Sie den Unternehmenszweck

Die wichtigste Aufgabe einer Führungskraft ist es, Menschen zu fördern, um mit ihnen Gewinne zu erzielen. Dafür müssen Sie zum einen dazu beitragen, Kosten zu sparen. Also belohnen Sie auch Mitarbeiter, denen das gelingt. Zum anderen ist es Ihre Aufgabe, den Umsatz zu erhöhen, indem Sie …

  • an der Firmenidee arbeiten und Kunden zu Fans werden lassen.
  • Sorgen Sie also für eine Gewinnkultur, die beides berücksichtigt.
  • Wichtiger Hinweis: Leader wissen: Der oft zitierte Kampf zwischen Kapital und Mensch existiert nicht. Es ist ganz klar und einfach: Wenn die Führung im Freisetzen der menschlichen Potenziale versagt, kommt das Kapital und regelt diesen Fehler.

Schaffen Sie Systeme

Bauen Sie Systeme auf - wann immer es geht:
Sie müssen so weniger direkt führen, da jeder Ihrer Mitarbeiter seine Aufgaben kennt. Sie sorgen selbst für Ihre Entbehrlichkeit und sind bereit für neue Aufgaben. 

Schritt für Schritt zum effizienten System

1. Schritt: Fragen Sie sich zunächst, welche Prozesse Sie benötigen, um die Unternehmensidee umzusetzen. Entwickeln Sie erst dann Ihr individuelles System.
2. Schritt:
Suchen Sie nach Mitarbeitern, deren Stärken in Ihrem System wertvoll sind.
3. Schritt:
Legen Sie ein Handbuch mit allen wichtigen Prozessen und Systemen an.

Delegieren Sie

Übernehmen Sie nicht die Aufgaben Ihrer Mitarbeiter, sondern übertragen Sie diesen Ihre Arbeiten. Nur so gelingt es Ihnen, 50 % Ihrer Zeit für Unvorhergesehenes freizuhalten.

Unser Rat:
Halten Sie sich an die Kurz-Formel: Sie delegieren nur dann genügend, wenn Ihre Mitarbeiter mehr arbeiten als Sie.

Schnell-Check:
So delegieren Sie richtig Sie vergeben keine Aufgaben an Mitarbeiter, die dafür überqualifiziert sind. Sie lassen nicht zu, dass weiter delegiert wird. Durch einen permanenten Lernprozess befähigen Sie Ihre Mitarbeiter, an ihren Aufgaben zu wachsen. Sie fragen sich immer wieder, welche Arbeiten Sie delegieren können – und an wen. Dem jeweiligen Mitarbeiter erläutern Sie die Aufgabe. Sie geben ihm die nötigen Vollmachten und setzen einen Kontrolltermin. Kontrollieren Sie

Die ersten 4 Punkte sind ohne Kontrolle nicht denkbar. Damit diese jedoch nicht Angst verbreitet, sondern als unverzichtbare Hilfe erkannt wird, muss sie nach einem transparenten System erfolgen. So geht’s:

Vereinbaren Sie klar messbare Kriterien.Machen Sie sich Notizen zu konkreten Verhaltensweisen Ihrer Mitarbeiter. Beurteilen Sie Ihre Mitarbeiter und deren Zielerfüllung auf der Basis der Firmenprinzipien und nach Ihrer subjektiven Einschätzung. Geben Sie immer schnell Feedback.

Jutta Gröschl

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Dieser Komplettkurs bietet Ihnen in drei Modulen schrittweise die Möglichkeit, umfassende Fähigkeiten und Kenntnisse zu den Themen Selbstführung, Individualführung und Teamführung zu erwerben:

  • Dabei beginnen Sie bei sich selbst: Im Modul "Selbstführung" finden Sie ausführliche Übungen und Lektionen, die Sie in puncto Selbstkenntnis, Selbstmanagement und Persönlichkeitsentwicklung fit machen.
  • Im Modul "Individualführung" lernen Sie, wie Sie durch optimale Kommunikation und Menschenkenntnis gezielt die Beziehungs- und Sachebene zu Ihren Mitarbeitern gestalten.
  • Zum Abschluss bietet Ihnen das Modul "Teamführung" das Handwerkszeug, gemeinsam mit Ihrem Team eine erfolgreiche Zukunft zu gestalten.

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