19.02.15Kommentieren

Karriere im Handel

Einzelhandelskaufleute: Nicht nur die „gute Seele“ eines Geschäfts

„Kann ich Ihnen behilflich sein?“ – Einzelhandelskaufleute sind die gute Seele eines Geschäfts und stehen Kunden mit Rat und Tat zur Seite. Sie begleiten den Kunden vom ersten Kontakt bis zur Verabschiedung an der Kasse, sorgen dafür, dass er die Produkte findet, die er sucht, und das Geschäft rundum zufrieden verlässt.

Karriere im Einzelhandel© Kzenon - Fotolia.com

Ein sympathisches, offenes Wesen ist als Einzelhandelskaufmann bzw. -frau von großem Vorteil. Schließlich legt ein Gros der Kundschaft enormen Wert darauf, freundlich und mit hinreichend Aufmerksamkeit, Mühe und Respekt beraten zu werden. Dass der Aufgabenbereich von Einzelhandelskaufleuten jedoch deutlich über die Kundenberatung, das Kassieren und das Einsortieren von Waren hinausgeht, ist wohl nur wenigen wirklich bewusst. Ein Großteil der Tätigkeit von Einzelhandelskaufleuten ist – vor allem auch während der Ausbildung – im kaufmännischen Bereich angesiedelt, abseits jeglicher Verkaufsräume.

Einzelhändler ein abwechslungsreiches Berufsbild

Einzelhandelskaufleute erstellen Abrechnungen, bestellen Waren und kümmern sich um die Vereinbarung und Abwicklung von Lieferterminen. Sie bringen Kenntnisse in den Bereichen Kalkulation, Preisfindung und Personalwirtschaft mit, sind mit den rechtlichen Rahmenbedingungen des Wirtschaftens vertraut und haben Erfahrungen in der Buchführung. Darüber hinaus erwerben Einzelhandelskaufleute während ihrer Ausbildung grundlegende Marketing-Kompetenzen. Die Arbeit eines Einzelhandelskaufmanns ist insofern deutlich abwechslungsreicher als es zunächst den Anschein macht.

Dementsprechend ist es wenig überraschend, dass die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann bzw. zur Einzelhandelskauffrau laut statistischem Bundesamt die beliebteste aller Berufsausbildungen in Deutschland ist. Einzelhandelskaufleute werden an Industrie- und Handelskammern (IHK) geprüft, eine Vorbereitung hierfür kann etwa bei einem Weiterbildungsanbieter wie der WBS Training AG absolviert werden. Im Rahmen dessen werden die Prüflinge auf alle relevanten Aufgaben eines Einzelhandelskaufmanns bzw. einer Einzelhandelskauffrau vorbereitet.

Leitende Tätigkeiten möglich

Und das können unter Umständen auch Führungsaufgaben sein. Der Einzelhandel verzeichnete in den letzten Jahren eine konstante Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften. Viele Stellen werden dabei unter anderem mit Personal besetzt, das eine Ausbildung zum Verkäufer bzw. zur Verkäuferin absolviert hat. Einzelhandelskaufleute besitzen solchem Personal gegenüber den Vorteil, dass sie während ihrer Ausbildung auf Tätigkeiten mit größerer Verantwortung vorbereitet werden. Sie sind in der Lage, Mitarbeiter zu führen und Personaleinsätze zu planen. Sofern sie eine gute Note erzielt haben, können sich die Absolventen direkt nach der Prüfung vor der IHK auf Stellen als Filialleiter bewerben. Ihnen bieten sich also deutlich größere Aufstiegsmöglichkeiten als Verkäufern, was sich selbstverständlich auch auf das Gehalt niederschlägt.

Findet sich dann auch noch eine Stelle in einem Bereich des Einzelhandels, der sich mit den eigenen Interessen deckt, kann die Arbeit als Einzelhandelskaufmann bzw. –kauffrau durchaus eine interessante und erfüllende Tätigkeit sein.

13 % aller Gründerinnen und 19% aller Gründer starten im Handel ihre Selbstständigkeit

 

Bildquelle: KFW Gründungsmonitor 2013

Darunter fallen Konzepte wie Bioladen, Buchhandlung, Drogerie, Feinkostladen, Geschenkeladen, Handel, Handelsvertreter, Im-Und Export, Kiosk, Konfiserie, Parfümerie, Second Hand, Spielwarenhandel, Sportartikelladen, Teeladen und Weinhandlung.

Gewerberechtliche Voraussetzungen als selbsständiger Einzelhändler

Die Gründung eines Einzelhandelsunternehmens ist bis auf wenige Ausnahmen genehmigungsfrei und nur beim Gewerbeamt anzumelden.Ausschlaggebend für den Ort der Anmeldung ist der künftige Firmensitz. Beim Handel mit Lebensmitteln müssen gewisse Vorschriften der Lebensmittelhygiene und Personalhygiene beachtet werden. Erforderlich ist die Vorlage einer Bescheinigung über eine Erstbelehrung des örtlichen Gesundheitsamtes nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG). Der Handel mit Waffen und Munition unterliegt einer strengen Kontrolle.

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