19.12.13

Die Persönlichkeit als Vertrauensbasis

3 Tipps für mehr Führungskompetenz

Kleider machen zwar Leute, doch der Armani-Anzug noch lange keinen Chef. Oft wird auf diese Weise versucht, mit dem Schein das Sein aufzuwerten.

Monika und Henry Windisch

Das Modell der „zwei Schalen“ erklärt dies anschaulich: Der Mensch bildet im Laufe seiner persönlichen Entwicklung zwei Schalen um sein „wahres Ich“ herum. Die innere Schale „Was ich zu sein fürchte“ besteht aus der Gefühlswelt aller Restriktionen, Verbote, Erfahrungen und den damit verbundenen Ängsten und Vorbehalten. Die äußere Schale „Was ich zu sein vorgebe“ besteht aus den Verhaltensweisen, die gegenüber anderen zum Einsatz kommen. Kommunikation findet in der Regel situationsbezogen von der äußeren Schale aus statt. Das „wahre Ich“ bleibt dagegen oft unter den Schalen verborgen. Doch genau das beeinflusst das individuelle Führungsverhalten. Nur wer sein wahres Ich kennt und akzeptiert, kann als authentische Persönlichkeit auftreten. Eine Führungskraft als Vorbild lässt sich nicht mimen. Sie will gelebt sein.

1. Eigeninitiative und Eigenverantwortung
Akzeptieren Mitarbeiter ihre Vorgesetzte nicht nur fachlich, sondern auch als Mensch, beruht dies auf der persönlichen Autorität der Führungskraft. Doch Persönlichkeit fällt nicht vom Himmel und ist nie endgültig. Sie wächst und reift mit den (neuen) Aufgaben, unterliegt also durchaus dem Wandel. Grundvoraussetzung für die Entwicklung der Persönlichkeit sind jedoch immer Eigeninitiative und Eigenverantwortung.

2. Achtsamkeit und Präsenz

Präsenz bedeutet, sich im „Hier und Jetzt“ spürbar auf die Führungsaufgabe einzulassen. Wer seine Mitarbeiter zu sich ins Boot holen will, muss an ihren Fähigkeiten und Aufgaben, aber auch an ihnen persönlich ehrlich interessiert sein. Offen und ansprechbar sein, aktives Zuhören, und die Akzeptanz anderer Meinungen, helfen Probleme aus einer anderen Sichtweise anzugehen. Wer als Führungskraft diese Achtsamkeit lebt und bei den Mitarbeitern präsent ist, geht in jeder Hinsicht in Führung.

3. Authentizität und Glaubwürdigkeit
So wichtig theoretisches Wissen auch ist, zum Führen legitimieren erst die persönliche Glaubwürdigkeit und ein authentisches Auftreten. Neue oder künftige Führungskräfte, aber auch bereits länger in dieser Position Agierende, können enorme Kraft zum Führen aus sich selbst schöpfen, indem sie zunächst ihre eigene Einstellung und ihr eigenes Handeln analysieren. Wer sich selbst kennt, kann emotionale Kompetenz aufbauen und in seine Führungsaufgabe positiv einbringen. Sich seiner selbst bewusst werden, führt zum selbstbewussten Auftreten, Authentizität schließlich zur Glaubwürdigkeit.

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