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03.07.08Kommentieren

Erfolgreich bewerben

So gestalten Sie Anschreiben und Bewerbungsmappe

Nach dem Briefumschlag ist Ihr Anschreiben das erste, was der Empfänger von Ihrer Bewerbung sieht. Das Anschreiben ist also Ihre ganz persönliche Visitenkarte und sollte entsprechend positiv wirken. Hand aufs Herz: Wenn Sie einen Brief bekommen, was spricht Sie zuerst an: das Briefpapier, die Gestaltung oder der Inhalt?

So gestalten Sie Anschreiben und Bewerbungsmappe

Wenn man einen Briefbogen zur Hand nimmt, spürt man automatisch die Papierqualität und -struktur. Über den Tastsinn überträgt sich die Botschaft „fühlt sich gut an“ ganz unbewusst zum Empfänger, und der ist schon positiv eingestimmt.

Deshalb: Achten Sie auf gutes Papier, das professionell aussieht.

Bei der Gestaltung des Briefs richten Sie sich am besten nach den DIN5008-Vorschriften. Das sind allgemeinverbindliche Regeln zum Ausfüllen eines Geschäftsbriefs. Sollten Sie diese Regeln nicht kennen, können Sie Ihren Brief auch frei gestalten. Auf jeden Fall sollte das Resultat übersichtlich und ansprechend sein.

Wählen Sie eine gut leserliche Schrift und eine Schriftgröße, die auch von reiferen Menschen ohne Brille gelesen werden kann. Bitte niemals kleiner als 11 Punkt. Das gilt vor allem für die Kopf- und Fußzeilen, die meistens etwas zu klein geraten.

Es kann nicht oft genug betont werden, dass dieses Anschreiben den höchsten Aufmerksamkeitsgrad Ihrer gesamten Bewerbungsunterlagen erfährt. Deshalb müssen Sie jedes Anschreiben exakt auf den jeweiligen Empfänger abstimmen. Postwurfsendungen bringen Sie gar nicht weiter.

Firmen wollen Persönlichkeiten einstellen, die sich ins Unternehmen einfügen lassen. Mitarbeiter, die stolz auf ihre Arbeit sind, die sich selbst motivieren können, die mitdenken und über den Tellerrand hinausblicken können. Mitarbeiter, die flexibel mit beiden Geschlechtern kooperieren, sich an Unternehmenszielen orientieren und ihre Energien nicht im Hickhack mit KollegInnen, MitarbeiterInnen und ChefInnen vergeuden.

Praktisch heißt das:

  • Bringen Sie Ihre Persönlichkeit ins Spiel und bringen Sie Ihre Stärken ein.
  • Sie verfügen über Erfahrungen und haben schon manche (Berufs-)Schlacht erfolgreich durchgestanden.
  • Betreiben Sie Marketing in eigener Sache und – so möglich – vermeiden Sie die klassische Form der Bewerbung, bei der ein erster Blick immer auf Ihr Geburtsjahr fällt.
  • Suchen Sie den persönlichen Kontakt oder spannen Sie Ihr Netzwerk ein!

Briefaufbau

Jeder Bewerbungsbrief muss auf den Empfänger – also das angeschriebene Un-ternehmen – zugeschnitten sein. Das heißt, dass der Einleitungssatz und der erste Absatz deutlich machen müssen, warum Sie sich gerade bei diesem Unternehmen bewerben, und was das Unternehmen davon hat, dass Sie dort arbeiten.

Im Mittelteil sollten Sie auf die beigefügten Unterlagen hinweisen und Ihre persönlichen Stärken darstellen, die ein Beitrag zum Unternehmenserfolg sein können. Im Abschlusssatz bitten Sie um einen Vorstellungstermin und geben Ihre Mobiltelefonnummer oder E-Mail-Adresse an, je nach dem, wie Sie am leichtesten zu erreichen sind.

Auf Folgendes müssen Sie besonders achten:

  • Fehlerlose Rechtschreibung und ansprechendes Layout. Wenn Sie unter der Rechtschreibreform-Verwirrung leiden, empfiehlt es sich, die Korrekturhilfe Ihres PC-Programms darüber laufen zu lassen. Trotzdem werden Sie um die persönliche Prüfung nicht ganz herumkommen. Der neue Duden empfiehlt sich zur Feinkorrektur.
  • Schreiben Sie konkret, warum Sie sich genau bei dieser Firma bewerben. Dazu haben Sie im Internet oder über Geschäftsberichte recherchiert. Wenn Sie sich mit diesen Informationen auseinander gesetzt und eine Übereinstimmung mit Ihren Erfolgsfaktoren gefunden haben, sollte Ihnen das keine Schwierigkeiten mehr bereiten.
  • Was unterscheidet Sie von anderen Bewerbern? Was bringen Sie dem Unternehmen als Zusatznutzen? Haben Sie Fähigkeiten und Kenntnisse, die das Unternehmen gerade jetzt braucht? Was macht gerade Sie für den potenziellen Arbeitgeber attraktiv? Hier kann zum Beispiel stehen, dass Sie sich mit der chinesischen Mentalität auseinandergesetzt haben; unter Beweis gestellt haben, dass Sie neue Mitarbeiter schnell integrieren können; fließend Arabisch sprechen etc.
  • Stellen Sie Ihre Persönlichkeit vor. Schreiben Sie, wer Sie sind, ob Sie sich als Leiter, Teammitglied, Generalist oder Spezialist definieren und eventuell, wie Sie zu dieser Erkenntnis gelangt sind. Ob Ihre Stärke im Verkauf liegt oder Sie am liebsten Reklamationen bearbeiten. Schreiben Sie was Ihnen wichtig ist und wofür Sie Ihre Energien und Berufserfahrung am liebsten einsetzen. Arbeit muss Spaß machen – schließlich verbringen wir die meiste Zeit unseres wachen Lebens damit.
  • Lösen Sie beim Empfänger dieses Anschreibens den Reflex aus, zum Hörer zu greifen und Sie zum Vorstellungsgespräch einzuladen. Sie wissen bestimmt, wie Sie Aufmerksamkeit erregen können – denken Sie einmal an Ihr letztes Rendezvous!

Zehn Gebote für ein gelungenes Anschreiben

  1. Sind Rechtschreibung und Grammatik Ihres Anschreibens korrekt?
  2. Sieht Ihr Anschreiben ansprechend aus?
  3. Enthält es Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse?
  4. Kommt rüber, dass Sie für die Position geeignet sind?
  5. Findet der Empfänger alle Angaben, die er/sie für den ersten Eindruck braucht, übersichtlich gegliedert auf einer DIN-A4-Seite?
  6. Ist erkennbar, welchen Nutzen das Unternehmen von diesem Mitarbeiter hätte?
  7. Machen Sie den Empfänger neugierig darauf, Sie kennen zu lernen?
  8. Ist der Brief original unterschrieben?
  9. Gestaltet sich die Kontaktaufnahme einfach und direkt?
  10. Hält der Lebenslauf, was das Anschreiben verspricht?

Feilen Sie so lange an Ihrem Anschreiben, bis Sie jede Frage mit einem ehrlichen JA beantworten können! Wenn Sie den Eindruck haben, dass Sie trotz Feedback Ihrer kritischen Freunde nicht wirklich weiterkommen, lohnt sich das Gespräch mit einem professionellen Karriereberater oder Coach.

Sie können sich gerne auch an mich wenden unter www.cnconsult.de oder www.claudia-nuber.de

Quelle: www.cnconsult.de

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