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04.11.15Leser-Kommentare

So leicht kann es gehen

Das Internet für die Bewerbung nutzen

Mittlerweile erwarten immer weniger Unternehmen ausgedruckte Bewerbungsmappen von den hoffnungsvollen Kandidaten. Viel eher wird das Internet, samt der unzähligen Möglichkeiten für Bewerber, genutzt und Onlinebewerbungen den auf gutem Papier gedruckten Unterlagen vorgezogen.

Online Bewerbenfotolia.de © Petr Vaclavek

Das Internet wird künftig immer mehr zu einem zentralen Knotenpunkt für Bewerber und Firmen. Die Möglichkeiten sind dabei zahlreich: Von Bewerbungsvideos, Bewerbungshompages und Bewerberprofilen auf Jobportalen hin zur Bewerbung über soziale Netzwerke, Bewerbungsportale von Unternehmen und zur bekannten Onlinebewerbung. Früher oder später kommen Aspiranten – unabhängig vom Alter – nicht mehr um das Internet herum.

Damit die digitale Bewerbung für jeden zum gewünschten Erfolg führt, folgen hier die passenden Tipps:

Die Onlinebewerbung gehört zu der verbreitetsten Art und Weise, seine Unterlagen einem Personalverantwortlichen zukommen zu lassen.

Dennoch wissen viele Bewerber noch nicht so recht, was zu beachten ist. Um es auf den Punkt zu bringen, sind folgende Dinge zu beachten:

  • Die Bewerbung wird als PDF verschickt.
  • Die Dateigröße geht bis maximal 3 MB.
  • Das Anschreiben kommt entweder mit in das Dokument, oder wird als Anschreiben in die Mail eingefügt. Nicht beides!
  • Wenn das Anschreiben zum PDF kommt, muss auch dieses unterschrieben werden.
  • Der Lebenslauf muss unterschrieben werden.
  • Den richtigen Empfänger ansprechen.
  • Betreff sowie den Anhang der E-Mail nicht vergessen.

Insofern die Bewerbung als PDF stimmig verfasst wurde, kann diese ebenfalls perfekt für die weiteren Möglichkeiten der Bewerbung im Internet genutzt werden. Zum Beispiel für:

Die Bewerbungshomepage

Die Bewerbungshomepage ist ein Trend im Bereich „Bewerbung“, der sich noch nicht ganz im deutschsprachigen Raum durchgesetzt hat. Ein möglicher Grund dafür ist sehr wahrscheinlich die Unsicherheit einiger Bewerber im Errichten einer professionellen Webpräsenz. Der Vorteil einer solchen Homepage ist jedoch, dass ein Personalverantwortlicher, der geeignete Kandidaten googelt, sich über eine entsprechende Homepage einen zusätzlichen Eindruck von der Person machen kann – ohne vielleicht nur über soziale Netzwerke zu gehen. Wichtig für eine gelungene Webpräsenz sind vor allem folgende Punkte:

  • Das Impressum (Impressumspflicht!).
  • Ansprechende, dezente Farben verwenden.
  • Eine klare und übersichtliche Struktur herstellen.
  • Rechtschreib- und Grammatikfehler vermeiden.
  • Eine Kontaktmöglichkeit aufweisen.
  • Die Möglichkeit, die Bewerbungsunterlagen (Deckblatt, Lebenslauf etc.) mindestens sichten zu können, optimalerweise die Unterlagen sogar herunterzuladen, anbieten.

Eine Bewerbungshomepage muss nicht zwangsläufig so durchdesignt sein, wie es zum Beispiel viele Shopportale oder Firmenpräsenzen sind. Abhängig davon, aus welchem Bereich der Bewerber kommt, wird das auch nicht vorausgesetzt. Es gibt für die ganz unsicheren Bewerber Angebote im Internet, welche fast fertige Homepages anbieten, die lediglich mit wenigen Handgriffen individualisiert werden müssen. Ebenso bietet Wordpress viele sogenannte Themes an, die in leichten Schritten für Bewerbungshomepages genutzt werden können.

Wer nun seine Homepage weitestgehend eingerichtet hat, kann diese inklusiver seiner Unterlagen direkt in seinem Profil bei einem beruflichen Netzwerk (XING oder LinkedIn zum Beispiel) einbauen. Was bei eben diesen Profilen zu beachten ist, folgt direkt im Anschluss:

Die Bewerbungsunterlagen in „Business Netzwerken“

Sogenannte „Business Netzwerke“ werden in Deutschland immer beliebter. Die Spitzenreiter in dem Angebot von Netzwerken sind die eben genannten: XING und LinkedIn. XING ist gerade für Bewerber innerhalb der D-A-CH-Regionen elementar, wohingegen LinkedIn von Bewerbern im englischsprachigen Raum bevorzugt wird. Wer sich bei beiden Netzwerken angemeldet hat, sollte sein Profil nach den folgenden Gesichtspunkten auf Vordermann bringen:

  •  Ein aktuelles, seriöses Profilbild (optimal ist ein Bewerbungsfoto).

    • Wichtig: Nicht mit der Mimik oder der Körperhaltung den Blick des Betrachters von dem Profil weglenken

  • Immer bei der Wahrheit bleiben, auch bei der Beschreibung der aktuellen Position im Unternehmen.
  • Die eigenen Fähigkeiten möglichst facettenreich beschreiben.
  • So detailliert wie möglich den eigenen Lebenslauf darstellen.
  • Wenn die Möglichkeit besteht einen Freitext zu schreiben, sollte dieser als eine Art „Motivationsschreiben“ genutzt werden: Was motiviert mich in meinem Job und warum bin ich der optimale Arbeitnehmer?
  • Die eigene Homepage sowie die eigenen Bewerbungsunterlagen mit einbinden.
  • Sobald Grafiken oder Bilder in das Profil integriert werden können, sollten diese für eine Darstellung der eigenen Arbeit verwendet werden.

Wer sich in Bezug auf die Ausgestaltung seines eigenen Profils samt Portfolios unsicher ist, der kann sich professionelle Unterstützung und damit weitere wertvolle Tipps holen. Sobald dieser Schritt getätigt ist, bleiben noch zwei Optionen für die Bewerbung im Internet: Das Bewerbungsvideo und das Bewerberprofil.

Das Bewerbungsvideo

Das Bewerbungsvideo ist ebenso wie die Bewerbungshomepage eine besonders kreative Art, um sich bei einem Personalverantwortlichen vorzustellen. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich selbst richtig ins Rampenlicht zu stellen: Ein animiertes Video mit allen Daten oder ein persönlicher Videoauftritt. Unabhängig von der gewählten Form, sollten die folgenden Tipps berücksichtigt werden:

  • Wer sich selbst nicht direkt präsentieren mag, nutzt ein animiertes Video.
  • Das Video darf nicht zu lang werden (max. 3 Minuten)!
  • Professionalität bleibt das A und O! Kitschige Figuren, Blümchenranken, kleine Monster oder die Backstreet Boys als Hintergrundmusik sind ein absolutes Tabu!
  • Im Zuge der Professionalität ist es ratsam darauf zu achten, dass alle im Video verwendeten Elemente gut zu erkennen sind.
  • Wenn das Video nicht „animiert“ wird, sollte mit professionellem Equipment gearbeitet werden (kann geliehen werden).

    • Möglichst alle Fakten, die auch im Lebenslauf enthalten sind, auch in das Video einpflegen.
    • Alternative: Das Video als „Anschreiben“ nutzen und den Lebenslauf separat verwenden.

Sobald das Video fertiggestellt ist, kann es nicht nur auf den bekannten Videokanälen bereitgestellt, 0sondern ebenfalls in die eigene Webseite mit eingebunden werden.

Das Bewerberprofil

Bevorzugt auf Jobbörsen oder Freelancer-Portalen etc. gibt es die Option, sich ein Bewerberprofil anzulegen. Diese Profile sind vergleichbar mit einem Profil auf einem Business Netzwerk und zeigen entsprechend nicht den gesamten Werdegang, sondern nur einen Teil davon. Es geht darum, die aktuelle Position, samt elementarer Schlüsselqualifikationen, darzustellen. Dadurch ist dieses Profil vergleichbar mit einem Résumé. Wichtig für das Profil ist:

  • Ein aktuelles, professionelles Bewerbungsfoto.
  • Gezielte Stichpunkte zur eigenen Person (Wer bin ich? Was macht mich aus? etc.)
  • Genaue Stichpunkte zu den Fertigkeiten sowie zur Berufserfahrung.
  • Falls möglich: Die eigene Homepage und/oder alternative Profile verlinken, um dadurch weitere Informationsquellen bereitzustellen.

Trotz dieser Tipps, die die Bewerbung im Internet leicht aussehen lassen, muss jeder Bewerber berücksichtigen, dass dennoch ein gewisser Zeitaufwand mit diesen Mitteln verbunden ist. Wer noch immer hadert und sich fragt, inwiefern diese Mittel bei dem Bewerbungsprozess hilfreich sind, sollte sich Folgendes vor Augen halten: Es ist besser mit offenen Karten sich selbst darzustellen, anstatt abzuwarten, was ein Personalverantwortlicher auf eigene Faust beim Googeln von geeigneten Kandidaten findet.

Kommentare

  • DiGries

    20.01.16 (15:27:17)

    Also ich habe noch nie jemanden getroffen, der sich mit einem Bewerbungsvideo beworben hat - das ist doch viel zu informell!
    Der CV muss in den ersten 10 Sekunden entscheiden.

  • Andreas Herrmann

    17.04.16 (22:41:13)

    Ich stimme allem bei, was in diesem Artikel angesprochen wurde. Einziges Veto: Die Bewerbungshomepage. Eine Homepage ist sicher sinnvoll und wertvoll, aber einem Personaler mitzuteilen, dass er sich die Infos auf der Homepage xyz ansehen soll, dass halte ich für vermessen und etwas realitätsfern. Mit besten Grüßen aus Hamburg!

  • DL2MCD

    19.04.16 (12:50:27)

    Ich finde eine Bewerbungsmomepage absolut sinnvoll. Den Lebenslauf kann man ja als Mail schicken, aber wenn man dann 20 Zeugnisse, Arbeitsproben, Veröffentlichungen etc. mit anhängt, ist der Personaler über die Mailbombe im Postfach verschnupft, falls die Mail überhaupt ankommt. Ohne Zeugnisse ist man wiederum auch untendurch. Also ist es nur sinnvoll, eine Kurzbewerbung per Mail zu schicken und für die ausführlichen infos auf die Website zu verweisen.

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