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Implementierung der Strategien

Strategische Programme

Die Implementierung der festgelegten Strategien erfolgt in der Regel über strategische Programme, auch Globalmaßnahmen genannt. Dies könnten z.B. bezogen auf die Marktdurchdringungsstrategie folgende Maßnahmen sein:

  • Gewinnung neuer Kunden
  • Steigerung der Produktverwendung bei bereits vorhandenen Kunde
  • Gewinnung bisheriger Nichtverwender des Produkts

Die strategischen Programme werden im Weiteren durch konkrete Einzelmaßnahmen detailliert und budgetiert. Die Einzelmaßnahmen bilden jedoch bereits die Grenze zwischen der strategischen und der operativen Planung.

Die folgende Übersicht zeigt die Schritte zur Bestimmung von strategischen Programmen.

1. Schritt: Definition der Programme zur unmittelbaren Umsetzung der Strategien

2. Schritt: Bestimmung des Bedarfs an mittelbaren Anpassungs- und Unter-stützungsmaßnahmen

  • zur Anpassung der Führungssysteme und -strukturen,
  • zur Nutzung von Synergien und zur
  • Erschließung von Nutzenpotenzialen
  • sowie zur personenbezogenen Implementierung

3. Schritt: Definition der Programme zur Verwirklichung der mittelbaren Anpassungs- und Unterstützungsmaßnahmen

  • zur Anpassung der Führungssysteme und -strukturen,
  • zur Nutzung von Synergien und zur
  • Erschließung von Nutzenpotenzialen
  • sowie zur personenbezogenen Implementierung

4. Schritt: Bestimmung der Abhängigkeiten zwischenden Umsetzungs-programmen

  • Erarbeitung eines Umsetzungskalenders

5. Schritt: Bestimmung der Verantwortlichen für die Umsetzungsprogramme

6. Schritt: Planung der Umsetzungsprogramme: Abgrenzung des Programmgegenstands Bestimmung der Programmziele und Rahmenbe-dingungen

  • Bestimmung der Programmorganisation und der mitarbeitenden Personen
  • Planung des Programmablaufs und der Meilensteine
  • Budgetierung der Kosten

Voraussetzungen

Dabei ist zu beachten, dass wirkungsvolle Maßnahmen zur Umsetzung von Strategien nur ermittelt werden können, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Klarheit und Verständlichkeit der Strategien
  • Realistik der Strategien
  • Autorisierung der Strategien
  • Akzeptanz der Strategien beim Management und bei Mitarbeitern
  • Motivation der Mitarbeiter
  • Flexibilität des Managements

Strategische Kontrolle

Da sowohl die äußeren Rahmenbedingungen, die aus der Unternehmensumwelt resultieren, als auch die Prozesse des Unternehmens selbst ständigen
Veränderungen unterworfen sind, ist der strategische Planungsprozess kontinuierlich zu kontrollieren und den veränderten Gegebenheiten anzupassen, um die Effektivität der strategischen Planung sicherzustellen.

Typen der strategischen Kontrolle

Die strategische Kontrolle bezieht sich auf die Korrektheit und Angemessenheit der zugrunde liegenden Prämissen, auf die erzielten Ergebnisse und auf die
Prozesse und Verhaltensweisen von Mitarbeitern. Dementsprechend können folgende Kontrolltypen unterschieden werden, die das Gerüst für ein strategisches Kontrollsystem bilden.

  • Prämissenkontrollen: Sie dienen dem Zweck, zu prüfen, ob und inwieweit die Entscheidungsgrundlagen, wie sie im Rahmen der Planung erarbeitet oder zugrunde gelegt waren, noch zutreffen, also mit dem gegen-wärtigen Zustand noch vereinbar sind
  • Ergebniskontrollen: Sie knüpfen an den angestrebten Soll-Zuständen und den realisierten Ist-Zahlen an und stellen etwaige Abweichungen fest.
  • Verfahrens-/Verhaltenskontrollen: Sie sind primär prozessorientiert und konfrontieren die im Planungsprozess verwendeten Techniken und Verfahren neben den Entscheidungs-, Durchsetzungs- und Ausführungsvorgängen mit den ursprünglich erwarteten bzw. vorgesehenen Verhaltens- und Verfahrensweisen.
  • Abweichungsanalysen: Die Analyse von Abweichungen ist zwar nicht direkt den Kontrolltypen zuzuordnen. Sie soll dennoch an dieser Stelle erwähnt werden, da sie direkt mit den Kontrollmaßnahmen zusammen- hängt bzw. darauf aufbaut. Bei der Abweichungsanalyse geht es um die Bestimmung der Ursachen von Abweichungen und die Erarbeitung entsprechender strategischer Anpassungsmaßnahmen, wobei möglichst mehrere Alternativen vorgeschlagen werden sollten.

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