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Mini-GmbH/Unternehmergesellschaft

In 5 Schritten zur Mini-GmbH

Mit der neuen Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) gibt es bald eine kostengünstige Alternative zur klassischen GmbH. Als weiterer Vorteil neben der Kostenersparnis soll die Gründung erheblich schneller und unkomplizierter ablaufen. Deshalb haben wir das Gründungsverfahren Schritt für Schritt für Sie skizziert. 

1. Einzahlung des Stammkapitals auf das Gesellschaftskonto

Da bei der Mini-GmbH grundsätzlich nur Bargründungen möglich sind, müssen Sie das Stammkapital auf das Gesellschaftskonto bereits vor der Anmeldung zum Handelsregister einzahlen. Das Stammkapital beträgt mindestens einen Euro. Jedoch sollten Sie als angehender Gründer nicht vergessen, dass zusätzlich das zur Gründung benötigte Kapital - zur Deckung der Gründungskosten, Ausstattung etc. - auf dem Konto liegen sollte.

2. Satzungssitz in Deutschland

Der Satzungssitz muss sich zwingend in Deutschland befinden. Auf diese Weise soll die Rechtssicherheit der Gläubiger gewährleistet werden: So können sie unter der Satzungsadresse Briefe und Schriftstücke abgeben oder zustellen. Da diese Adresse spätestens beim Eintrag ins Handelsregister angegeben werden muss, sollten Sie den Satzungssitz frühzeitig festlegen.

3.1. Verwendung des Musterprotokolls

Ein vom Gesetzgeber vorgefertigtes Musterprotokoll soll Standardgründungen erleichtern. Die ist gegeben, wenn maximal drei Gesellschafter und höchstens ein Geschäftsführer vorgesehen sind. Das Musterprotokoll enthält gleich drei Dokumente in einem: Gesellschafterliste, Geschäftsführerbestellung und Gesellschaftsvertrag und eignet sich insbesondere für Ein-Personen-Gründungen.

3.2. Gesellschaftsvertrag vom Anwalt aufsetzen lassen

Das Musterprotokoll kann ausschließlich bei Standardgründungen eingesetzt werden. Andernfalls sollten Sie einen Rechtsanwalt hinzuziehen, der den Gesellschaftsvertrag aufsetzt. Auch bei Mehrpersonengründungen, bei denen die Verwendung des Musterprotokolls rechtlich möglich ist, sollten die Beteiligten überlegen, ob nicht trotzdem ein anwaltlich aufgesetzter Gesellschaftsvertrag sinnvoll ist.

4. Gang zum Notar:

Egal ob Musterprotokoll oder individueller Gesellschaftsvertrag – sämtliche Gründer müssen zum Notar und sich das jeweilige Dokument beurkunden lassen. Dabei gilt: je niedriger das Stammkapital, desto niedriger die Notargebühren. Bei einer Standardgründung mit einem Stammkapital von einem Euro belaufen sich diese Kosten voraussichtlich auf rund 50 Euro.

Ein großer Vorteil beim Gründungsprozess der Mini-GmbH besteht außerdem darin, dass etwaige Genehmigungen wie beispielsweise eine Gewerbeerlaubnis beim Notartermin noch nicht vorgelegt werden müssen. Jedoch muss eine Erklärung aufgesetzt werden, die versichert, dass jene Genehmigungen beantragt sind. Zudem benötigt der Notar den Nachweis über die tatsächliche Einlagenleistung. 

5. Handelsregistereintrag

Dann steht der finale Schritt der Gründung an, denn erst mit der Eintragung ins Handelsregister entsteht die Unternehmergesellschaft. Über ein elektronisches Standardformular nimmt der Notar die Anmeldung vor. Für den Handelsregistereintrag wird eine Gebühr von 100 Euro fällig sowie weitere ca. 200 Euro für die Veröffentlichung des Eintrags in den Printmedien. Letztere Kosten fallen ab 2009 jedoch komplett weg, da die Einträge nur noch digital publiziert werden. Die Eintragung soll dann innerhalb von 24 Stunden erfolgen.

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