UPE Unternehmens-Presse-Verlag Eckl GmbH

Marktnische mit B2B-Medien

"Die Marktnische muss nicht erfunden werden, sie ist immer schon da", weiß Verleger Christian Eckl. "Man muss die Nische nur identifizieren und konsequent ausfüllen. Dann wird sie immer größer und ist irgendwann vielmehr als eine Nische." Seine Idee: ein Online-Portal, das Zeitschriftenkonzepte für die regionale Wirtschaft erweitert.

Soviel zur Theorie. Diese sollte aber möglichst durch die Praxis bestätigt sein. Das ist Eckl eindrucksvoll gelungen. Vor 14 Jahren, also 1992, gründete er den UPE Unternehmens-Presse-Verlag Eckl GmbH. Der Name ist Programm. Die UPE GmbH steht für die Kommunikation der Unternehmen untereinander. Eckl verlegt sogenannte Business-to-Business-Zeitschriften (B2B). Der Unternehmer aus Bedburg im Rhein-Erft-Kreis begann mit Special-Interest-Titeln wie der nur viermal im Jahr in einer kleinen Auflagen erscheinenden Fachzeitschrift DER AUTOVERMIETER für den Bundesverband der Autovermieter Deutschlands e. V., die heute noch bei UPE erscheint.


Kurze Zeit später entwickelte der gelernte Wirtschaftsjournalist die Zeitschrift Wirtschaft im Dialog für die Wirtschaftsförderung Rhein-Erft GmbH, deren Auflage sich bis heute vervierfacht hat. Das war Grundstein und Geburtsstunde für Eckls Erfolgskonzept. Gemeinsam mit renommierten Partnern aus der Wirtschaft als Herausgeber veröffentlicht der Alleingesellschafter und Alleingeschäftsführer der UPE GmbH Magazine für Unternehmer in der Region, die sich ausschließlich über Anzeigen und wettbewerbsrechtlich korrekt gekennzeichnete bezahlte redaktionelle Berichterstattungen finanzieren. "Solche Kommunikationsplattformen werden in der Regel von den Unternehmen vor Ort bereitwillig angenommen, weil es sie zuvor mit diesen profilierten Angeboten nicht gab", so Eckl. "Das war eben die vorhandene Nische, deren Anforderungsprofil sich sehr gut mit meinen zuvor erworbenen beruflichen Qualifikationen deckte."

UPE leistete damit auch eine klare Abgrenzung zu den Tageszeitungen und Anzeigenblättern in der Region, die sich vorwiegend an Privathaushalte wenden. Durch seine Konzentration auf eindeutig definierte gewerbliche Leser konnte Eckl stets unliebsame Konfrontationen mit der Konkurrenz im Markt der Massenmedien verhindern und die Präsenz in seiner Nische weiterentwickeln.

Zusammenarbeit mit IHK

Anfang 2003 suchte die IHK Köln für Ihre Mitgliederzeitschrift in einer Auflage von mittlerweile 125.000 Stück monatlich einen neuen Verlagspartner und kam mit Eckl zusammen. Da Eckls Konzept in Zusammenarbeit mit der IHK Köln aufging, wurde man auf ihn aufmerksam. Heute verlegt die UPE GmbH mit sehr interessanten Synergieeffekten darüber hinaus noch die Zeitschriften der IHK Bonn und der IHK Limburg. Zudem ist Eckl seit einigen Monaten stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der IHK Zeitschriften eG, der Organisation zur Vermarktung von überregionalen Anzeigen in allen IHK Zeitschriften bundesweit in einer Gesamtauflage von über zwei Millionen Stück monatlich. Von einer Nische kann mittlerweile kaum noch die Rede sein.

Dennoch hat Eckl den Spaß an der Nische nicht verloren und schon eine neue entdeckt. Eigentlich ist es sogar die gleiche Nische, nur das Medium ist ein anderes. Seit dem 1. März 2006 betreibt die UPE GmbH das B2B-Online-Portal www.business-on.de.

Wie der Vater, so der Sohn

Das macht Eckl genau wie seine Zeitschriften längst nicht mehr alleine. Als Partner für dieses Projekt konnte er Christian Weis gewinnen, den Sohn seines langjährigen Anzeigenleiters Eugen Weis, der den Anzeigenverkauf der IHK-Zeitschriften maßgeblich vorangetrieben und dem damit ein entscheidender Anteil am Erfolg zu verdanken ist. Sohn Christian hat eine besondere Online-Affinität und das Konzept Business-on damit zur Marktreife gebracht.

Ausgangspunkt war der Marktvorsprung, den UPE mit seinen regionalen B2B-Zeitschriften im Großraum Köln-Bonn hat. Dank dieser Erfahrungswerte kennen Weis und sein Team die Bedarfslage des lokalen Mittelstandes. Genau für diese Zielgruppe bietet Business-on Wirtschaftsinformationen aus der Region für den Unternehmer in der Region an. "Diese Inhalte bereiten wir tagesaktuell auf, um die Leser unserer Wirtschaftszeitschriften in der Breite ergänzend zu unseren Printprodukten online noch schneller zu informieren", erläutert Weis.

Die Finanzierung läuft wie auch im Zeitschriftenbereich über Werbung. Nur ist es diesmal keine klassische Anzeigenwerbung, sondern Bannerwerbung. Damit trifft Weis den Nerv der Zeit, denn immer mehr Unternehmen stellen gegenwärtig Etats für Online-Werbung bereit.

"Die Online-Werbung, gerade in Kombination mit Printwerbung, erfüllt die gegenwärtig immer lauter werdende Forderung der Werbetreibenden nach Resonanzen", erklärt Weis. "Denn Bannerschaltungen werden nach den tatsächlichen Einblendungen abgerechnet." Daher ist er zur Zeit sehr beschäftigt, um Gespräche mit zahlreichen Interessenten für Werbeschaltungen auf Business-on zu führen. Das Konzept des regionalen B2B-Online-Portals kommt an. Kenner der Online-Szene sagen der Idee eine große Zukunft voraus. "Wenn ein Nischen-Konzept funktioniert, ist das für alle Beteiligten eine befriedigende Angelegenheit", freut sich Eckl.

www.business-on.de 

www.upe-verlag.de

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