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10.02.12Leser-Kommentare

Überblick

Wo kann ich in Deutschland Entrepreneurship studieren?

Entrepreneurship – schönes Wort und noch schöneres Studienfach. Doch wo kann man's studieren? Eine Liste von 97 deutschen Professuren gibt nun einen Überblick über die Möglichkeiten, sich das Handwerkszeug des Seriengründers zuzulegen.

Entrepreneurship LehrstühleEntrepreneurship Lehrstühle

Gründen ist längst keine Garagen-Angelegenheit mehr, sondern zu einem eigenständigen Wirtschaftszweig geworden. Millionenschwere Inkubatoren wie Team Europe Ventures oder Rocket Internet sind längst über das manchmal als naiv anmutende Do-It-Yourself der Restgründer hinaus und produzieren am Fließband Start-ups mit bewährten Geschäftskonzepten. Seriengründer zeichnet ein großes Netzwerk an Fachleuten und ein profundes Wissen vom Aufbau von Geschäftskonzepten aus. Wer diese Routinen erlernen möchte, dem ist mit einem Entrepreneurship-Studium für den Anfang schon einmal ganz gut geholfen. Zahlreiche Professuren sind rund um das Thema Gründen entstanden, teils kleine unbekannte, teils große renommierte. Betriebswirtschaft, Betriebsaufbau, Formalitäten, Fördermöglichkeiten, Konzeption – all diese Fertigkeiten und noch vieles mehr bilden die Inhalte des Studiums. Diese werden zum Teil theoretisch, andererseits aber auch praktisch vermittelt – ohne ein eigenes kleines Start-up sollte am besten kein Studium abgeschlossen sein.

Wer nun ernsthaft mit dem Gedanken spielt, sich seine Kenntnisse über ein Studium anzueignen, dem hat der Förderkreis für Gründungsforschung nun eine kompakte Liste aller Professuren zusammengestellt, die unter diesem Link zu beziehen ist. Spitzenreiter sindt übrigens NRW mit 17 Stellen, Niedersachsen mit 12 und Bayern mit 10. Schlusslicht ist das Saarland – hier kann man diesen Studiengang gar nicht belegen.

Kommentare

  • Clas

    10.02.12 (16:00:22)

    "..naiv anmutende Do-It-Yourself der Restgr?nder..."

    Frechheit! Wer bitte hat diesen Artikel verfasst?

    Zum Gl?ck werden an den allermeisten Entrepreneurship-Lehrst?hlen intellektuell eigenst?ndig denkende Selbstst?ndige und Unternehmer ausgebildet und keine Soldaten f?r Copy-Cats. Und diese machen am Ende schlie?lich den L?wenanteil der deutschen Gr?ndungen aus. Der verschwindende Rest kommt dann von Rocket oder Teram Europe.Zum Gl?ck.

  • C. Herrmann

    10.02.12 (17:20:06)

    Sehr geehrter Clas,

    um es kurz zu machen: Ich war's. Zum besseren Verst?ndnis vielleicht: Es mag sich die ein oder andere ironische Note in die beanstandete Zeile eingeschlichen haben.

    ?hnlich wie das Scheitern, ist das Wort Naivit?t meist negativ besetzt - v?llig zu Unrecht!
    Ja, viele Gr?nder sind auf eine bewundernswerte Weise naiv, indem sie einfach alle Gr?nde ignorieren, die gegen die Selbst?ndigkeit sprechen - und damit Gott sei Dank Erfolg haben. Es ist diese Naivit?t, die wir gerne hoch halten. Vor allem, wenn sie im Kontrast zum vielleicht etwas seelenlos anmutenden Gr?nden der Inkubatoren steht.

    Doch tats?chlich hat sich in den letzten 6 Jahren eine richtige Gr?ndungsindustrie etabliert und schaut man auf die Wachsende Zahl und Marktmacht der Inkubatoren und die immer wiederkehrenden Serial-Entrepreneurs, so kann man ahnen, wohin die Reise geht. Um ein Unternehmen zu gr?nden, muss man nicht studieren, auch wenn es vieles erleichtert.

  • Thom

    13.02.12 (11:35:56)

    Aus aktuellem Anlass h?tte ich gerne den passenden Artikel zu Ihrer ?berschrift gelesen. Leider bedeutet eine Professur noch lange nicht, dass diese Inhalte im Rahmen eines Studiums vermittelt werden und schon gar nicht, dass es Entrepreneurship als Studiengang gibt, bzw. man es studieren kann.

    Meine ehemalige Hochschule ist mit drei Professuren in der Liste vertreten und ich hatte auch mit allen drei Professoren zu tun, auf die Gr?ndung vorbereitet wurde ich von keinem. Immerhin habe ich im pers?nlichen Gespr?ch mit einem Professor erfahren, dass er unabh?ngig von den anderen beiden einen Studiengang in seiner Fakult?t innerhalb der n?chsten 10 Jahre aufbauen will.

    Gerne w?rde ich auf mein abgeschlossenes Bachelor-Studium noch einen Master setzen, der speziell auf Gr?nder zugeschnitten ist. Das bedeutet einerseits, dass ich nicht Vollzeit studieren kann, eben weil mein StartUp viel Zeit in Anspruch nimmt. Und andererseits, dass ich nicht mal schnell 20.000? ?brig habe und wenn es so w?re w?rde ich das Geld lieber in das StartUp stecken.

    Nach den Master-Studieng?ngen, die ich mir bisher angesehen habe schein Entrepreneurship zu bedeuten, eine neue Abteilung oder Cost-Center in einem Konzern aufzubauen. Alternativ in ?sterreich, das Hotel vom Papa zu ?bernehmen.
    Wie w?re es mit einem Artikel zu dem die ?berschrift wirklich passt?

  • C. Herrmann

    13.02.12 (12:25:24)

    Hallo Thom,
    vielen Dank f?r Ihre wertvollen Anmerkungen. Ja, da wo Entrepreneurship draufsteht, muss noch lange nicht Entrepreneurship drin sein. Und ein Master in dem Gebiet macht noch lange keinen Gr?nder. Wir werden Ihren Kommentar als Anregung verstehen und uns k?nftig mit dem Thema Studium vs. Praxis mehr auseinandersetzen.

    Auch der von Ihnen angesprochene Aspekt des Intrapreneurship, also des Start-up-Denkens im Unternehmen ist ein interessanter Punkt, den wir bald beleuchten werden.

    Vielen Dank

    C. Herrmann

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