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01.04.09Kommentieren

Kolumne von Werner Arndt. MBPW GmbH

Wo bleibt das Geld?

Das Gute liegt nicht immer nah und ist auch nicht auf den ersten Blick zu erkennen - zumindest nicht wenn es um Kapital für Gründer geht. Immer wieder hören wir von Gründern, dass sie viel Zeit und Energie damit verschwendet haben, sich um eine Art und Menge von Kapital zu bewerben, für die sie eigentlich nicht geeignet sind oder dass sie einige Grundregeln nicht beachten.

Werner Arndt, Geschäftsführer der MBPW GmbH.Werner Arndt, Geschäftsführer der MBPW GmbH.

Genügend Wachstum für VC?

Meistens geht es dabei um Venture Capital, jenes Kapital, das mit den größten Beträgen ins Wagnis geht und über das in den Medien und der Gründerszene am meisten gesprochen wird. Allerdings werden dabei eigentlich auch oft genug die Kriterien für den Zugang genannt … also vor allem schnelle und sehr hohe Wachstumsaussichten und Skalierbarkeit. Ein typischer Gründerfehler ist es, die eigenen Wachstumschancen als zu groß und zu optimistisch einzuschätzen. Außerdem investieren die meisten Venture-Capital Gesellschaften in weniger als zehn Start-ups pro Jahr. Selbst wenn alle VC-Kriterien erfüllt sind, ist die Konkurrenz also groß und es ist klar, dass die Chance leer auszugehen nicht gerade gering ist, sofern man sich nur auf die Bewerbung um Venture Capital konzentriert.

Wo sind die Business Angels?

Privates Eigenkapital kann auch von Business Angels kommen. Hierbei, so sagen uns Gründer immer wieder, ist das erste Problem, diese vermögenden und investitionsfreudigen Privatleute überhaupt zu identifizieren. Ein Tipp von seiten der Business Angels: noch mehr als sonst wo läuft hier alles über persönliche Kontakte und Weiterempfehlungen! Hören Sie sich also bei allen ihren Gesprächspartnern um, die etwas mit dem Thema Finanzierung zu tun haben und bitten Sie, gegebenenfalls vorgestellt zu werden. Bei Business Angels sind die Beträge deutlich kleiner als bei VC-Kapital. Die Hürden sind hier weniger hoch, aber auch weniger formal geregelt. Da Business Angels ja unabhängige Einzel-Investoren sind, kommt es ganz auf die persönliche Überzeugung an.

Was will die Bank wissen?

Ein nicht ganz so beliebter, aber durchaus effektiver Weg ist die Fremdkapital Finanzierung. Beim Bankengespräch fatal, aber leider noch immer häufig anzutreffen, ist die Vorstellung, dass sich die Banken im Gegensatz zu Eigenkapitalgebern nicht für das Geschäftsmodell interessieren, oder gar, dass es sie nichts angeht! Mehr denn je gilt, dass eine Bank ein Wirtschaftsbetrieb ist, der Geld verdienen und sich ein Firmenkundenberater für seine Entscheidung zur Kreditvergabe rechtfertigen muss. Mit einer Kredithistorie können die wenigsten Gründer aufwarten, aber genau wie bei Eigenkapitalgebern können sie mit gesicherten Rechten/ Patenten und auch Personen/ Know-how punkten.

Die drei kommentierten Finanzierungsarten sind natürlich längst nicht alle Möglichkeiten für Gründer. Unerlässlich für eine effektive Finanzierungsstrategie ist aber eine genaue Recherche welche Anforderungen die gewünschte Kapitalart mit sich bringt und – sicher schwieriger - eine realistische Selbsteinschätzung, inwiefern diese erfüllt werden. Wo bleibt also das Geld? Es ist vorhanden, muss aber geschickt mobilisiert werden!

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