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19.03.12Kommentieren

Interview mit Implisense

"Wir wollen KMU aktuelle und verdichtete Informationen über ihr Markt- und Wettbewerbsumfeld liefern"

Die erste Stufe im NUK-Wettbewerb ist vorbei und die Hauptpreisträger stehen fest. Einer davon ist das Team von Implisense, die heute im Interview ihre preisgekrönte Geschäftsidee vorstellen.

Dr. André Bergholz, Dr. Andreas Schäfer (v.l.), es fehlt: Hannes KorteDr. André Bergholz, Dr. Andreas Schäfer (v.l.), es fehlt: Hannes Korte

förderland: Kurze Vorstellungsrunde – Wer ist im Team für was verantwortlich? Wie hat sich das Team zusammengefunden? Gibt es notwendige Kompetenzen, die das Team bislang nicht abdeckt?

Antwort: Wir sind ein Team von drei Personen: Andreas, Hannes und André. Andreas ist Business Developer mit Gründungserfahrung und zuständig für den Customer Discovery Prozess und die Vermarktung unserer Informationsprodukte. Hannes ist unser Data Engineer und dafür verantwortlich, die zur Produktion benötigten Rohdaten aus dem Web zu erschließen.

Andrés Aufgabe als Data Scientist ist die Suche nach den bestmöglichen Wegen, aus den gesammelten Datenbeständen die für unsere Produkte relevanten Informationen zu extrahieren. Wir kommen aus einem exzellenten Team eines Instituts der Datenanalyse. Gemeinsam haben wir schon ambitionierte Entwicklungsprojekte für die Industrie umgesetzt, jetzt gehen wir mit Implisense ein größeres Vorhaben mit langfristiger Perspektive an.

Was ist euer Geschäftskonzept? Und wie ist die Idee entstanden?

Antwort: Wir wollen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aktuelle und verdichtete Informationen über ihr B2B Markt- und Wettbewerbsumfeld liefern. Aus diversen Entwicklungsprojekten im Bereich Markt- und Medienmonitoring wurde uns klar, dass die aktuelle Versorgung mit Informationen zur betrieblichen Markt- und Wettbewerbsbeobachtung für die Masse der Unternehmen bislang unbefriedigend gelöst ist.

Speziell kapitalintensive Unternehmen und Anbieter erklärungsbedürftiger Produkte und Dienstleistungen profitieren von einem aktuellen Verständnis über die Situation bei potenziellen Kunden und Wettbewerbern. Die Zielgruppen für unsere Produkte sind daher vornehmlich die Geschäftsleitung sowie Marketing und Vertrieb. Die schnelle und kostengünstige Erkennung, Zuordnung und kostenpflichtige Zustellung wettbewerbsrelevanter Informationen bilden unser Geschäftskonzept und versprechen unseren Kunden einen nicht unerheblichen Wettbewerbsvorteil.

Wie weit ist die Idee bereits entwickelt? Was sind die nächsten Meilensteine?

Antwort: Nach einer ersten Customer Discovery Phase in 2011 sind wir zur Entwicklung eines Prototypen übergegangen, der in der Lage ist, bestimmte Inhalte auf Unternehmenswebseiten festzustellen. Diesen Prototypen wollen wir bis Mitte 2012 noch um weitere Datenquellen und Analysen ergänzen.

Der nächste Schritt ist dann die Sammlung von Kundenfeedback im Rahmen einer Beta-Phase ab Mitte 2012. In der Beta-Phase wollen wir lernen, welche Informationen besonders werthaltig für unsere Kunden sind und auf welche Weise und zu welchen Preisen diese geliefert werden sollen. Ende 2012 wollen wir dann soweit sein, den passenden product/market fit für einen Start zu haben und das System zu skalieren.

Welche Erfahrungen habt Ihr bislang beim NUK Businessplan Wettbewerb gemacht?

Antwort: Die Gutachter verstehen etwas von ihrem und unserem Geschäft! Die Einzelbewertungen in den Gutachten waren stets so begründet, dass man sie nicht als Meinung, sondern nachvollziehbare Kritik auffassen und nutzen konnte. Wir haben uns so von Stufe 1 zu 2 inhaltlich sehr gut weiterentwickeln können.

Außerdem konnten wir punktuell auf die Coaches zugehen und gezielt Fragen stellen, jeder Coaching-Abend hat bislang wertvolle Impulse geben können. Abseits von den Personen hilft uns die Struktur des Businessplan Wettbewerbs dabei, termingerecht bestimmte Ergebnisse zu liefern. Für uns, die das Vorhaben neben einem anspruchsvollen Job in der angewandten Forschung vorbereiten, hat sich das als absolut hilfreich erwiesen.

Obendrein haben wir bei dem ein oder anderen Kölsch interessante und nette Menschen kennengelernt, sowohl auf Seiten der Organisatoren, Coaches und Mitstreiter. Wir würden die Teilnahme beim NUK uneingeschränkt empfehlen, es ist gut investierte Unternehmerzeit.

Angenommen Euer Team würde das Rennen machen, wie würdet Ihr das Preisgeld investieren?

Antwort: Das Preisgeld würde die Beta-Phase mitfinanzieren und dafür sorgen, dass wir schneller und besser liefern. Gut angelegtes Geld also.

Warum werdet Ihr mit Eurer Idee Erfolg haben (nicht nur beim NUK Wettbewerb)?

Antwort: Wir laufen mit unserer Idee keiner Mode hinterher und kennen die Probleme bei unseren Zielgruppen recht gut. Mit unseren Ideen, etwas Glück und einer Frühphasenfinanzierung sollten wir uns daher im Markt der digitalen Wirtschaftsinformationen nachhaltig aufstellen können.

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