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16.09.10Kommentieren

Interview mit Hans Raffauf, betapitch

Wir wollen die betahäuser zum Nährboden für "good entrepreneurs" machen. Mehr kann ich noch nicht verraten.

Das betahaus - wer jetzt den Vorteil hat, in Berlin oder Hamburg zu wohnen, der weiß eventuell, dass es sich hierbei nicht allein um einen simplen Raum zum Arbeiten, sondern ebenso um eine Art Arbeits-Philosophie handelt. Nun findet ein Start-up-Pitch in den beiden betahäusern statt und Hans Raffauf, der sich die ganze Sache ausgedacht hat, erzählt uns heute, was es damit auf sich hat.

Hans Raffauf, betapitchHans Raffauf, betapitch

Guten Tag Hans Raffauf, Sie haben sich einen Start-up-Pitch ausgedacht, der an einem, beziehungsweise, zwei besonderen Orten stattfindet. Worum handelt es sich bei dem Event genau?

Raffauf: Der betapitch ist eine Start-Up Competition für Gründer die die Welt verändern wollen. Wir nennen das "Business with meaning". 10 Gründer stellen ihre Ideen vor einer 10 köpfigen Jury 10 Minuten vor. Eine Idee reicht, aber wir freuen uns auch über schon existierende Unternehmen.

Sie arbeiten selbst im Betahaus? Beschreiben Sie doch ein wenig die Besonderheiten dieses Ortes?

Raffauf: Ich arbeite seit einer Woche im betahaus und bin meistens im Café. Dort geben sich spannende Leute den ganzen Tag die Klinke in die Hand und das beste: Jeden Tag ruft der Molekularkoch Christiano Rienzner zum Lunch. Zum konzentrierten Arbeiten kommt man aber am besten in einem der ruhigen Großraumbüros und manchmal nehmen wir uns auch einen Konferenzraum.

Wie kamen Sie eigentlich auf die Idee mit dem Pitch? Sind Sie Gründungs-affin?

Raffauf: Unser Ziel ist es im betahaus einen Incubation Space zu etablieren in dem wir junge Unternehmen gezielt fördern. Wir müssen nun erstmal rausfinden wie viele gute Ideen und aussichtsreiche Gründerteams da draußen so rumschwirren und wen wir erreichen. Ein Pitch Format als Prototyp und Eintrittstür für den späteren Space ist also der logische erste Schritt. Gründungsaffin? Sagen wir mal lieber "Anti 9 to 5". Da bleibt dann fast nur noch gründen.

Sie möchten den Fokus der Veranstaltung auf Technologie- und Social Businesses richten. Warum diese Themen?

Raffauf: Wir suchen Ideen die neu sind und die Welt weiter bringen. Nur eine Marktlücke zu schließen reicht uns nicht. Deswegen wollen wir explizit Unternehmer die mit ihren Ideen nicht nur Geld verdienen sondern auch die Gesellschaft verbessern wollen. Das passiert heute meistens im Technologie Sektor. Und da wir mit der Open Design City im betahaus Berlin einen Workshop-Raum haben wo sofort Prototypen gebaut werden können wir auch low-tech Unternehmen bei uns unterbringen.

Was das Gründen angeht, sind Sie ja auch keine Jungfrau mehr! Was versteckt sich denn hinter afroo.org?

Raffauf: Afroo.org ist eine Spendensuchseite die ihre Werbeeinnahmen an eine Schule in Afrika spendet. Dahinter verbirgt sich Yahoo!, die 60% ihrer Umsätze an uns weitergeben.

Auf der Pitch-Webseite ist ja ganz groß von einem Picknick-Korb die Rede, den der die Gewinner erwartet. Was ist denn da schon alles drin?

Raffauf: Bisher die 6 Monate Office Space, ein Web-Developer für die Umsetzung des ersten Prototypen (falls es sich um ein Web-Start-Up handelt), Business Plan und Pitch Workshop von Hanse Ventures und noch einige Leckereien die gerade in Verhandlung sind.

Und wie ist der Zuspruch seitens der Gründer? Haben Sie schon interessante Zuschriften bekommen?

Raffauf: Dazu kann ich noch nicht viel sagen ;-)

Wer wählt eigentlich am Ende die Ideen aus, die präsentiert werden? Wer sitzt in Ihrer Jury?

Raffauf: Die Jury besteht aus Leuten mit großer Start-Up Erfahurng. Dazu gehören vor allem Investoren und Jungunternehmer. In Berlin sitzen zum Beispiel Till Behnke von betterplace.org und Philipp Glöckler von Avocadostore.com in der Jury. In Hamburg haben wir sogar einen Insolvenzanwalt dabei.

Und mit welchen Ideen darf man von Ihrer Seite noch so rechnen? Sicherlich schlummert da ja noch mehr in Ihrem Hinterstübchen?

Raffauf: Wir wollen die betahäuser zum Nährboden für "good entrepreneurs" machen. Mehr kann ich noch nicht verraten.

Ich bedanke mich fürs Interview und wünsche eine interessante Veranstaltung!

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