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23.07.13Kommentieren

Interview mit Tim Lagerpusch und Christian Schwarzkopf

„Wir suchen nach Investoren, die an unsere Vision glauben, den Marktplatz der Leading Stores of the World zu kreieren“

Tim Lagerpusch und Christian Schwarzkopf sind seit Jahren ein eingespieltes Team. Gemeinsam haben sie das Center für Innovation & Entrepreneurship an der Uni in Karlsruhe sowie eine Unternehmensberatung aufgebaut. Ihr aktuelles Start-up nennt sich SugarTrends und ist ein Online Store mit einzigartigen Produkten ausgewählter Einzelhändler. Im Interview erklären Sie ihre Vision, sprechen über anstehende Herausforderungen und über die Gründerszene in Köln.

SugarTrends Gründer Christian Schwarzkopf und Tim Lagerpusch

förderland: Hi Tim, Hi Christian – Ihr habt vor kurzem SugarTrends gelauncht, seid aber keine „Frischlinge“ in der Gründerszene. Zum Beispiel habt Ihr das Center für Innovation & Entrepreneurship an der Uni in Karlsruhe gemeinsam aufgebaut ...

Tim Lagerpusch: Das stimmt, wir sind bereits seit unserem Studium an der Uni Karlsruhe unternehmerisch tätig und haben dann von 2008 bis 2011 auf dem Karlsruher Uni Campus das Center für Innovation & Entrepreneurship (CIE) gegründet, um bestmögliche Unterstützung für Gründer aus der Universität zu bieten und eine lebendige Gründer-Community auf dem Campus aufzubauen. Wir haben über vier Jahre über 200 Gründungen begleitet.

Im Anschluss habt Ihr Eure Consulting und IT Firma Business Net Partners zu einer besonderen „Managementberatungs-Boutique“ weiterentwickelt, die auch Beteiligungen an Start-ups eingeht. Was genau dürfen wir uns darunter vorstellen? Und: Was zeichnet Euch als Team aus?

Christian Schwarzkopf: Business Net Partners ist zunächst mal eine erfahrene Beratungsboutique geworden, die Expertise in verschiedenen Feldern und Branchen mit Unternehmertum und exzellenter Preis/Leistung verbindet. Wir verfügen über pragmatische und analytisch starke Projektleiter (meist Wirtschaftsingenieure), die sich für jedes Thema ein Team aus Consultants und Senior Experten zusammenstellen.

Das Besondere an Business Net Partners ist, dass wir stets unternehmerisch und mit Pioniergeist an umsetzungsorientierten Lösungen arbeiten und das bei einem sehr attraktives Preis-/Leistungsverhältnis. Unsere Überschüsse investieren wir in Start-ups und neue Ideen, bei denen unsere Partner und Consultants inhaltlich unterstützen.

Unsere Kunden arbeiten mit uns u. a. bei Fragestellungen zur Verbesserung des Wissensmanagements und der Geschäftsprozesse zusammen - aber auch beim Eintritt in neue Märkte, der Entwicklung von Geschäftsmodellen, bei den Themen Wettbewerbs-Benchmarking und Integration von zugekauften Unternehmen sowie dem Change Management.

Jetzt aber zu SugarTrends. Auf den ersten Blick ein weiterer Online-Shop der schönen Dinge. Aber es steckt ja mehr dahinter ...

Tim Lagerpusch: Weihnachten 2012 haben wir SugarTrends gestartet. Wir kannten einige Ladeninhaber mit tollen Geschäften und einzigartigen Produkten persönlich – und wir glauben an den Wert guter Einzelhändler in den Innenstädten dieser Welt und wollen deren Erfahrung und Produkte sichtbarer machen. Daraus ist SugarTrends – das Netzwerk der „Leading Small Stores of the World“ geworden.

Als Kunde kann man sich auf die Qualität der Produkte verlassen und findet stets etwas Ausgefallenes – egal ob modern oder traditionell, egal ob als Geschenk oder weil man sich etwas Besonderes gönnen möchte. Man kann bequem von zu Hause in den schönen Läden dieser Welt über SugarTrends einkaufen oder vor Ort bzw. in der Region die ausgewählten Geschäfte besuchen. SugarTrends eignet sich hervorragend, um ausgefallene Geschenke zu finden und mit unseren durchdachten Services – wie Group-Shopping und Weddingtable – noch einfacher und günstiger zu bestellen.

Für die SugarTrends Geschäfte ist durch die Teilnahme im Netzwerk z.B. das Online Marketing wesentlich günstiger, als den Online Shop alleine zu betreiben – und generell wird man über die starke SugarTrends Plattform besser gefunden. Außerdem werden Web-Technologie-, Logistik- & Payment Leistungen von uns „gepoolt“, so dass viele Einsparungen entstehen. Somit machen wir auch im globalen Trend des „Ressourcen Sharings“ mit.

Welche tollen Produkte, Geschäfte und Menschen finden sich bereits bei SugarTrends? Wie findet Ihr neue spannende Dinge? Und wie bringt Ihr die zu den Menschen?

Christian Schwarzkopf: Wir haben viele schöne und besondere Dinge: Von Gourmet, über Fashion bis hin zu Möbeln ist vieles dabei. Alle Produkte sind handselektiert von unseren lokalen Boutiquen. Die Boutiquen finden wir über persönliche Kundenempfehlungen und sie können nur über Einladung von uns mitmachen. Über Webrecherche und Interviews prüfen wir dann, ob Boutique und Inhaber tatsächlich zum SugarTrends Netzwerk passen.

Jeder unserer Läden bietet wiederum nur seine speziellsten und beliebtesten Produkte auf SugarTrends an, weil wir uns zunächst einen Namen mit den unbekannten Marken und Designern dieser Welt machen möchten.

Die Produkte werden direkt aus dem jeweiligen Geschäft zum Kunden geschickt – mittels Paketdienst oder sogar mit dem Fahrradkurier. Der Vorteil gegenüber den großen Online Shops wie z.B. Fab.com oder Amazon ist, dass unsere Händler sich die Zeit nehmen, um bei Auswahl und Versand der Produkte persönlich die Qualität zu überprüfen.

Was sind weitere aktuelle Herausforderungen? Steht beispielsweise die Finanzierung? Könnt Ihr Euch bereits aus dem laufenden Geschäft heraus finanzieren?

Tim Lagerpusch: Wir haben die Pilotphase bis zum heutigen Punkt selbst finanziert. Alles was man auf SugarTrends.com sieht, ist kaufbar und voll funktionsfähig – auf Deutsch und Englisch. Allerdings reicht die Anzahl der Läden und Produkte noch nicht aus, damit sich SugarTrends rechnet. Deshalb wollen wir in eine Größenordnung von über 1.000 angeschlossenen Geschäften wachsen.

Um das zu erreichen, suchen wir nach Investoren, die an unser Team und unsere Vision glauben, den Marktplatz der Leading Stores of the World zu kreieren. Wir möchten daher Investoren die einmalige Chance geben, sich für 500T Euro an SugarTrends zu beteiligen.

Ihr habt ja eine kleine Odyssee hinter euch – Karlsruhe, Hamburg und jetzt im Clusterhaus in Köln. Wie nehmt Ihr die Kölner Gründerszene und das „Coworking“ im Clusterhaus wahr?

Christian Schwarzkopf: Ja, in der Tat. Wir wollten einen zentraleren Standort in Deutschland und haben uns für Köln entschieden. Von hier aus kann man viele Städte in Deutschland schneller erreichen als aus Hamburg – und die internationale Anbindung ist ebenfalls exzellent. Das Clusterhaus als Büro war und ist eine hervorragende Wahl: Es ist ein umfangreicher Mix an Unternehmen hier, vom Start-up bis hin bereits sehr erfolgreichen Unternehmen. Unsere Büronachbarn betreiben z.B. den weltgrößten Ad-Blocker.

Das Co-Working ist sehr gut. Man kommt leicht und oft ins Gespräch und gibt sich viele wertvolle Tipps. Mit der Kaffeebar im Foyer ist auch beim Networking für Snacks und leckere Getränke gesorgt. Und uns ermöglicht die Sicht aus dem achten Stock über die Dächer von Köln, groß zu denken und dort gleichgesinnte zu empfangen. Wir können das Clusterhaus sehr empfehlen.

Wie geht’s weiter mit SugarTrends? Was sind die nächsten Meilensteine? Warum wird das Konzept zum Erfolg?

Tim Lagerpusch: SugarTrends wächst wöchentlich. Hunderte Besucher schauen vorbei, obwohl wir noch gar keine Werbung gemacht haben. Es kommen immer mehr Geschäfte und Produkte hinzu und daher lohnt es sich, immer mal wieder bei uns vorbeizusurfen und Neues zu entdecken. Jetzt wo wir in Köln sind, wollen wir insbesondere auch die besten Geschäfte von Köln in unser Netzwerk aufnehmen.

Wir spüren eine sehr positive Resonanz von Seiten unserer Kunden und von Seiten der angebundenen Geschäfte. Wer einmal über SugarTrends eingekauft hat, kauft sehr gerne wieder. Mit jedem zusätzlichen Geschäft wächst die Energie und Attraktivität der Community.

Eventuell werden sogar einige unserer Geschäfte ihren eigenen Online Store abschalten und ihre Produkte ausschließlich über SugarTrends anbieten. Es ist für viele Geschäfte zu aufwändig neben ein bis zwei echten Filialen noch einen eigenen Online Store zu betreiben und diesen immer weiter zu programmieren. Das Potential ist riesig und es wird Zeit, die Shopping-Welten zu erobern und einen neuen Flair zu verbreiten.

Vielen Dank für das Interview!

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