<< Themensammlung Gründung

Aktuelle News für Gründer Selbstständige und Unternehmer

23.11.09Leser-Kommentare

Interview mit Ulrich Gersch, design2desire

"Wir möchten uns mittelfristig als erste Adresse sowohl für Nachwuchsdesigner als auch für Möbelkunden etablieren"

"Starkes Design, starke Preise", mit diesem Anspruch tritt design2desire an seine Kunden heran. Wie dieses Geschäftskonzept aufgeht und welche Herausforderungen das Team noch zu bewältigen hat, erklärt Gründer Ulrich Gersch im Interview mit förderland.

Guten Tag Herr Gersch! Heute möchten wir uns mit Ihnen über Ihr Start-up design2desire unterhalten. Doch zuerst einmal: Stellen Sie sich doch bitte unseren Lesern vor! Woher kommen Sie? Was haben Sie gelernt? Was treibt sie an?

Ulrich Gersch: Woher ich komme, ist gar nicht leicht zu beantworten. Ich bin ein sehr internationaler und reisefreudiger Mensch: Studiert habe ich BWL in Köln, Montreal und Paris, seitdem beriet ich viele Jahre Unternehmen bei McKinsey und lebte u.a. in New York und London. Derzeit verbringen wir als Gründer von www.design2desire.com viel Zeit in Asien.

Neben meiner Tätigkeit als Berater, hatte ich schon immer den Wunsch, eigene Ideen in die Tat umzusetzen – unser Projekt erfordert viel Kreativität und Unternehmertum und ist sehr international ausgerichtet. Wir haben Mitarbeiter aus drei Nationen, Standorte in Deutschland und Asien und begleiten junge Designer in sieben Ländern. Diese interessante und motivierende Kombination treibt mich und uns an.

Außer Ihnen gibt es ja noch zwei andere Gründer mit im Boot. Um wen handelt es sich da?

Gersch: Mein Bruder Burkhard und seine frühere Kommolitonin an der WHU in Vallendar, Brigitte Wittekind, sind meine beiden Partner. Die beiden beobachten seit vielen Jahren den Markt, stets auf der Suche nach Trends und haben schon viele Konzepte durchdacht. Die Idee zu design2desire.com hat uns alle überzeugt.

Verraten Sie uns doch wie die Aufgaben im Start-up verteilt sind! Wer macht was und warum?

Gersch: Mein Bruder Burkhard macht Marketing und IT, da er in diesen Bereichen viele Jahre Berufserfahrung bei Simon Kucher & Partners hat. Brigitte Wittekind kümmert sich um Operations, - in diesem Bereich hatte sie zuvor bei McKinsey gearbeitet. Ich bringe vor allem meine Global Sourcing Erfahrung ins Team ein.

Und jetzt doch noch zu Ihrem Unternehmen design2desire: Was bekommt man denn da auf Ihrer Website? Warum muss man unbedingt da drauf?

Gersch:
Auf www.design2desire.com bekommt man kreative Designmöbel zu erstaunlich günstigen Preisen. Diese resultieren aus einer verkürzten Wertschöpfungskette: Bei uns entfallen 50 bis 70 Prozent der üblichen Kosten, da wir auf Lagerhaltung, Verkaufspersonal und Ladenflächen verzichten.

Außerdem setzen wir auf die Kreativität und das Know-how von Nachwuchs-Designern, denen wir exklusiv die Chance bieten, ihre Entwürfe am Markt zu testen. Die beliebtesten Entwürfe aus unseren Votings – wie dem aktuellen Voting mit dem Thema Coffee Tables – werden anschließend exklusiv von uns produziert. Die Designer bekommen somit ohne Einstiegskosten einen Eindruck davon, ob ihre Entwürfe bei einer designorientierten Zielgruppe tatsächlich ankommen.

Gleichzeitig bieten wir unseren Kunden exklusive Möbel statt Massenware, die vielleicht schon der eine oder andere Freund in seiner Wohnung hat. Letztlich geht es bei uns auch um Mitbestimmung und die Möglichkeit, bei neuen Trends ganz am Anfang dabei zu sein.

Jetzt, wo die Vorgründungsphase vorbei ist und der Betrieb anläuft: Ist es so wie Sie es sich vorgestellt haben?

Gersch: Wie erwartet durchleben wir gerade eine intensive Zeit, aber bisher läuft erstaunlicherweise alles nach Plan. Der Lohn für die harte Arbeit ist oft direkt ersichtlich: Vor Wochen zum Beispiel hatten wir den ersten wirklichen Kunden, der nicht aus dem Umkreis von Family&Friends auf unsere Seite gefunden hatte. Kleine Erfolgsmomente wie diese motivieren uns, täglich aufs Neue Gas zu geben.

Wie ich hörte sind zur Zeit um die sieben Designer auf Ihrer Seite vertreten. Es sollen ja noch mehr werden! Wie kann ich als Designer ebenfalls meine Entwürfe auf Ihrer Seite vorstellen?

Gersch: Die Zahl der Designer steigt in den kommenden Wochen kontinuierlich – wir haben viele Anfragen, die wir jetzt abarbeiten. Natürlich suchen wir ständig nach spannenden Entwürfen, was interessante und ausgefallene Designermöbel betrifft. Die Kontaktaufnahme mit uns geht übrigens ganz unkompliziert über designer@design2desire.com.

Verraten Sie unseren Lesern, die ihre Gründung noch vor sich haben: Wie haben Sie das Start-up finanziert? Haben Sie Fördermittel beantragt? Gab es Schwierigkeiten bei der Finanzierung?

Gersch: Die Designwelt GmbH haben wir über eine Runde mit Business-Angels finanziert. Dabei war uns besonders wichtig, Investoren zu finden, die nicht nur Kapital zur Verfügung stellen und sich dann zurücklehnen. Wir waren – und das geben wir auch anderen Gründern gerne mit auf den Weg - immer auf der Suche nach echtem Mehrwert in jeder Hinsicht bei der Auswahl unserer Business Angels.

In den kommenden Monaten planen wir eine Kapitalerhöhung, um unsere Wachstumspläne zu realisieren.

Von Entwürfen allein lebt Ihre Seite ja nicht. Wer produziert die Designs und wie kamen die Kooperationen zu Stande?

Gersch: Wir suchen weltweit nach den qualitativ besten Herstellern, die unseren Kunden ein sehr attraktives Preis-Leistungsverhältnis ermöglichen. Wir benötigen dabei oft Spezialisten, um die kreativen Anforderungen unserer Designer an Material und Konstruktion zu erfüllen.

Und gibt es Probleme, die noch gelöst werden müssen? Welche sind das?

Gersch: Herausforderungen gibt es natürlich immer – aktuell beschäftigen uns insbesondere der Aufbau des Produzentennetzwerks sowie die Produktion der Prototypen unserer Designerentwürfe. Jedes Stück im Voting ist ein Unikat und hat seine ganz eigenen Besonderheiten, die in der Produktion zu berücksichtigen sind.

Zum Schluss noch: Erzählen Sie uns doch bitte, wo Sie mit design2desire hinwollen! Wo ist das große Ziel? Was muss dafür noch geleistet werden?

Gersch: Wir möchten uns mittelfristig als erste Adresse sowohl für
Nachwuchsdesigner als auch für Möbelkunden etablieren, die auf Individualität und Kreativität Wert legen.

Vielen Dank für das Interview!

Kommentare

  • Elizabeth Mc Kenna

    23.11.09 (12:18:47)

    Ich finde es toll, dass Ihr jungen Designern die M?glichkeit gebt ihre Ideen und Konzepte bei euch zu verwirklichen. Ich bin der Meinung, dass die meisten M?belmarken immer nur die gleichen Sachen rausbringen, siehe IKEA.

    Deswegen ist es mal sehr erfrischend, wenn kreativere und etwas ausgefallenere Produkte angeboten werden und dazu sind Jungdesigner sicherlich der richtige Weg!
    Viel Erfolg!

  • Nadja W.

    24.11.09 (11:13:29)

    Interessanter Artikel, vor allem das mit dem Voting finde ich ist eine super Idee. Aber wird dann nur das Produkt reingestellt, dass gewinnt oder eine gr??ere Auswahl?

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer