<< Themensammlung Gründung

Aktuelle News für Gründer Selbstständige und Unternehmer

22.07.09Kommentieren

Interview mit Tobias Anton (sumtnsumtn.com)

"Wir haben verschiedene Formen der Monetarisierung geplant"

Twitter boomt. Der Microblogging-Dienst zieht immer mehr Menschen in seinen Bann. So auch Tobias Anton, der zusammen mit zwei Mitstreitern, mit sumtnsumtn.com eines der ersten Twitter-Startups in Deutschland gegründet hat. Im Interview mit förderland erklärt Anton sein Angebot, den ungewöhnlichen Namen des jungen Unternehmens und spricht über die Finanzierung und Monetarisierung seiner Geschäftsidee.

Tobias Anton, sumtnsumtn.comTobias Anton, sumtnsumtn.com

förderland: Stellen Sie sich und Ihr Projekt sumtnsumtn.com doch bitte kurz vor!

Tobias Anton: Mit SumtnSumtn bringen wir Twitternutzer mit gleichen Interessen zusammen und fördern das Kennenlernen neuer interessanter Persönlichkeiten bei Twitter. Durch unseren Dienst können Twitterer direkt auf jeder Webseite Tweets (so heißen die Kurznachrichten bei Twitter) über die Seite versenden – und einsehen wer noch über die Webseite getwittert hat. So kann man mit diesen Personen eine Diskussion über den Content der Seite mit Hilfe von Twitter aufbauen.

Dazu stellen wir in einer Sidebar alle bisherigen Dialoge über die jeweilige Seite dar. Der Nutzer kann direkt in der Sidebar einen Tweet absenden und auf bestehende Diskussionen antworten. Jede Nachricht wird dabei mit einer Short-URL ins Twitternetzwerk gesendet. Die Sidebar lässt sich ohne Softwareinstallation auf jeder Website über ein Bookmarklet öffnen.

Weiterhin entwickeln wir aktuell ein Widget für Webseitenbetreiber, welches diesen ermöglicht Twitterdialoge direkt auf ihren Seiten zu erzeugen. Dies erfolgt durch die Integration der SumtnSumtn Sidebar in die Seite des Anbieters. Die Vorteile für Webseitenbetreiber sind die Generierung von mehr Traffic für die eigene Seite und ein erhöhter Kundennutzen.

Unser Team besteht aus insgesamt drei Gründern, die bereits alle in den letzten Jahren unternehmerische Erfahrungen gesammelt haben und zudem verschiedene Hintergründe besitzen. Neben einem Informatiker und einem Ökonomen ist ein Mediengestalter mit im Gründungsteam, so dass wir uns optimal ergänzen.

sumtnsumtn.com ist seit kurzem online. Wie ist die Idee dazu entstanden?

Anton: Wir hatten schon immer die Idee im Kopf, dass es nützlich wäre mit Personen in direkten Kontakt zu treten, welche die selben Internetseiten besuchen und somit gleiche Interessen besitzen. Dies wollten wir losgelöst von der jeweiligen Webseite machen und Twitter bietet uns dafür eine perfekte Plattform.

Wie ist bisher das Feedback der Nutzer?

Anton: Das bisherige Feedback der Nutzer ist sehr positiv. Kommentare wie "das Tool ist ein Muss" oder "tolle Idee, um direkt von einer Webseite zu twittern" zeigen uns, dass wir eine nützliche Applikation entwickelt haben. Weiterhin haben wir nach der Vorstellung des Services auf dem 2. Kölner Twittwoch ein sehr positives Feedback von Twitterern aus dem Unternehmensbereich bekommen. Ebenso haben wir bereits kritisches Feedback mit Verbesserungsvorschlägen erhalten, welche wir nun bei der Entwicklung einfließen lassen.

Ihr Angebot ist kostenlos. Wie wollen Sie mit Ihrem Projekt Geld verdienen?

Anton: Wir haben verschiedene Formen der Monetarisierung geplant. Ein Weg ist die klassische Variante über kontextbezogene Werbung in der Sidebar. Den Fokus legen wir allerdings auf die Vermarktung unseres Widgets für Webseitenbetreiber. Dieses wird in Kürze auf den Markt kommen. Hierbei wird es eine Free und eine Premium Version geben. Bei der Premium Version evaluieren wir aktuell noch verschiedene Modelle. Ein weiterer Weg der Monetarisierung wird der Verkauf von White-Label Lösungen an Unternehmen sein.

Wie finanzieren Sie sumtnsumtn.com?

Anton: Wir sind aktuell rein Eigenkapital finanziert. Geldgeber planen wir in Kürze aktiv anzusprechen.

Wie sind Sie auf den ungewöhnlichen Namen sumtnsumtn.com gekommen und was soll er bedeuten?

Anton: Das Wort Sumtn ist amerikanischer Slang und aus dem englischen Wort "something" abgeleitet. Da wir uns von Anfang an international ausrichten und unser Claim "Sumtn to say?" lautet, fanden wir diesen Namen passend.

Wie wollen Sie Ihr Projekt bekannt machen?

Anton: Wir setzen stark auf virale Verbreitung durch die verschickten Tweets. Außerdem erhöhen wir den Bekanntheitsgrad durch die Verbreitung unseres Widgets, welches hoffentlich bald auch auf foerderland.de eingesetzt wird. ;-)

Gibt es so etwas wie ein Konkurrenz-Projekt? Oder sind Sie ein Pioneer auf Ihrem Gebiet?

Anton: Für einzelne Aspekte unserer Applikation gibt es bereits ähnliche Angebote, allerdings ist unser Gesamtkonzept bisher einzigartig.

Ihr Projekt ist quasi ein add-on für Twitter. Wie sehen Sie die Zukunft von Twitter?

Anton: Wir sehen die Zukunft von Microblogging generell als sehr positiv an. Bereits heute nutzen Millionen Menschen diese Form der Kommunikation. Daher sind wir der festen Überzeugung, dass Microblogging nicht nur ein kurzfristiger Trend ist. Wie sich Twitter selbst entwickelt ist für unser Angebot nicht entscheidend, da wir auf jedes beliebige Microblogging-System jederzeit aufsetzen können.

Twitter selbst tut sich schwer, ein Geschäftskonzept zu entwickeln. Warum sollte man mit einem add-on Geld verdienen können?

Anton: Twitter ist zwar eine Plattform mit viel Potenzial für unseren Dienst, dennoch ist dieser eigenständig und nicht als reines add-on zu sehen. Genauso wie andere Webdienste haben wir das Potenzial Einnahmen über kontextbezogene Werbung, die Generierung von mehr Traffic für Webseiten und White-Label Lösungen zu erzielen.

Kommentare

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer