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06.04.11Kommentieren

Interview mit Christopher Ostrowski

"Wir bieten den Start-ups über das Event hinaus für drei Monate Zugang zu Büroräumen, Computern und Kontakten"

Innerhalb von nur drei Tagen die Weichen für ein Tech-Start-up zu stellen, ist eine große Herausforderung. Und Anfang Mai bekommen 40 ausgewählte Teilnehmer des 3 Day Startup in Maastricht die Chance, sich eben jener Herausforderung zu stellen. Mit-Organisator Christopher Ostrowski erzählt uns heute, worum es beim 3DS geht und wer sich dafür bewerben kann.

Das niederländische Städtchen Maastricht bietet die Bühne für das 3 Day Startup. Der genaue Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben! (Foto-Quelle: Wikipedia)Das niederländische Städtchen Maastricht bietet die Bühne für das 3 Day Startup. Der genaue Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben! (Foto-Quelle: Wikipedia)

förderland: Hallo Herr Ostrowski, stellen Sie sich doch bitte kurz vor! Sie sind ja Mit-Organisator des 3 Day Startup in Maastricht. Wann und wie wurden Sie mit dem Gründervirus infiziert?

Christopher Ostrowski: Hallo sehr geehrtes förderland-Team! Ich bin 23 Jahre alt und studiere an der Maastricht School of Business and Economics und arbeite nebenher im Marketing Department einer internationalen Firma in Maastricht. Der Gründervirus hat mich vor nicht allzu langer Zeit infiziert, nur ist aus meiner Idee dann leider nichts geworden! Die Idee war zwar grandios, mir fehlte es - wie vielen anderen - aber einfach an motivierten Mitstreitern und dem nötigen Startkapital. Daraufhin hatte ich meine Ambitionen erst einmal begraben, bis ich durch einen Zufall auf 3DS gestoßen bin. Auch aufgrund meiner persönlichen Erfahrung weiß ich, wie wichtig es ist, gerade in der Anfangsphase unterstützt zu werden. Und da war ich sofort Feuer und Flamme für das Event!

Das 3 Day Startup – worum geht’s bei der Veranstaltung? Wer kann mitmachen? Wann und wo kann man sich anmelden?

Ostrowski: Das Konzept von 3DS ist ganz einfach. Man nehme 40 hochmotivierte Personen mit verschiedenen Fähigkeiten, gebe ihnen genug Redbull, Kaffee und Essen für drei Tage, lass sie von erfahrenen Gründern und Experten beraten und schon hat man Businessideen, Prototypen und Startups.

Bei Bewerbern suchen wir vor allem nach Programmierern, Start-up-Erfahrung, Betriebswirten, Grafikdesignern und Juristen. Vom Student bis zum Rentner kann sich jeder bewerben und hat die Chance, uns im persönlichen Interview von seiner Idee und Motivation zu überzeugen.

Alle interessierten können sich auf unserer Webseite für ein persönliches oder Skype-Interview anmelden. Die Bewerbungsfrist endet am 13. April 2011. Darüber hinaus sind Bewerbungen noch möglich, werden aber nur bei sehr guten Qualifikationen berücksichtigt.

Während der drei Tage werden die Teilnehmer von Mentoren unterstützt und haben die Chance ihre Idee/ihren Prototypen einer Gruppe von Investoren vorzustellen. Können Sie da schon konkreter werden?

Ostrowski: Wir versuchen mit dem Event zwei große Hindernisse einer Gründung zu überwinden: den Mangel an motivierten Mitstreitern und den Mangel an Startkapital. Da man für ein drei Tage junges Tech-Start-up schlecht zur Sparkasse nebenan gehen kann, braucht man Investoren, die das Risiko für gute Ideen eingehen möchten. Da kommen die von uns eingeladenen Risikoinvestoren ins Spiel. Das 3DS-Team hält sich bei Verhandlungen natürlich komplett raus, da wir nur den Rahmen für das Treffen liefern. Daher haben es die Start-ups selbst in der Hand.

Zu dem Rahmen gehören selbstverständlich auch Mentoren, die den Start-up-Teams während des Events mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Die Liste der Mentoren ist lang und ich bin mir sicher, dass wir für fast jede Situation den richtigen Ansprechpartner haben.

Das ganze findet im Maastricht Centre for Entrepreneurship (MC4E) statt. Was genau ist das  MC4E? Und wie kam die Zusammenarbeit zustande?

Ostrowski: Das Maastricht Centre for Entrepreneurship ist Teil der Maastricht University und wurde gegründet, um Studenten den Gründergeist näher zubringen. Im Fall von 3DS war das MC4E der Initiator für das Event und hat uns die nötige Anschubfinanzierung gegeben. Wilken Bruns vom MC4E hat das Konzept, das eigentlich aus Austin, Texas kommt, im letzten Jahr in Aachen kennengelernt und war so begeistert, dass er nach Leuten gesucht hat, um das Event auch in Maastricht zu organisieren. Für 3DS ist das MC4E leider nicht geeignet. Vor allem, da man durch strenge Unipolitik Räume nicht die ganze Nacht über für Events mieten kann.

Der Ort, an dem das Event stattfinden wird, ist noch nicht hundertprozentig bestätigt und davor werd ich auch nichts öffentlich machen. Aber lasst mich soviel sagen: Die Optionen sind einsame Spitze! Sobald wir genaueres wissen, werden wir es auf unserer Homepage bekannt geben.

Bei derartigen Veranstaltungen ist ja des öfteren das Problem, dass die Ideen nicht weiterverfolgt werden. Wie wollen Sie dafür sorgen, dass das 3 Day Startup "nachhaltige" Teams und Geschäftsideen hervorbringt?

Ostrowski: Wie man in den letzten Jahren bei diversen 3DS und ähnlichen Events gesehen hat, kann es schon vorkommen, dass Teams trotz eines nahezu perfekten Events aus verschiedensten Gründen am Ende doch nicht an ihren Ideen weiterarbeiten. Um den Übergang vom 3DS-Event zum selbsttragenden Start-up zu erleichtern, haben wir zusammen mit dem MC4E einen Plan entwickelt. Alle Start-ups werden Zugang zu dem gerade eröffneten MC4E Venture Lab haben. Das heißt, wir bieten den Start-ups über das Event hinaus für drei Monate Zugang zu Büroräumen, Computern und Kontakten. Zusätzlich werden den Start-ups Beratung und Workshops angeboten, um sie auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten.

Was sind Ihre Wünsche für das 3 Day Startup?

Ostrowski: Ich wünsch mir viel für das Event! Die Liste ist wahrscheinlich so lang wie zuletzt mit fünf Jahren einen Tag vor Weihnachten. Ich wünsch mir, dass alle Teilnehmer und Organisatoren erschöpft, aber glücklich nach Hause gehen. Nur sollten Sie hungrig auf mehr bleiben! Also ums kurz zu machen, würde ich mich am meisten darüber freuen, wenn ein oder zwei richtig starke Start-ups aus dem Event entstehen. Dann haben wir alles richtig gemacht.

Vielen Dank für das Interview!

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