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14.09.09Kommentieren

Was wurde eigentlich aus hiogi.de?

"Wir benötigen dank SEO mittlerweile keinerlei Marketingkampagnen mehr"

Lang ist es her, dass wir uns mit hiogi unterhalten haben. Zeit dafür zu rekapitulieren, wie sich das junge Unternehmen in den letzten zwei Jahren gemacht hat. Hierzu erläutert uns Geschäftsführer Björn Behrendt, welche unternehmerischen Schritte die Online-Wissensbörse unternommen und was das hiogi-Team dabei alles gelernt hat. Und wer das auch lernen will, sollte dieses Interview nicht auslassen!

Björn Behrendt, hiogiBjörn Behrendt, hiogi

Guten Tag Herr Behrendt! Wir wollen heute also die letzten zwei Jahre von hiogi rekapitulieren. Da hat sich ja einiges bei Ihnen getan: Neue Finanzierungsrunde, Premium-Service, Widget - berichten Sie unseren Lesern doch von Ihren Fortschritten en detail!

Björn Behrendt: Das stimmt! Wir haben die Community-Software und Mobilfunkanbindung permanent weiterentwickelt. So bieten wir mittlerweile Fragemöglichkeiten nicht nur per SMS an, sondern auch per mobiler Internetseite, Skype, Twitter, iPhone, Email oder über Web-Widgets. Die Investoren haben uns dieses Jahr in einer dritten Finanzierungsrunde weitere Mittel zur Verfügung gestellt, um unsere SaaS-Community-Lösung für Unternehmen an den Start zu bringen. Diese haben wir vor Kurzem unter www.service-community.net gelauncht und jeder kann sich nun in wenigen Minuten eine eigene Community einrichten und von unserer weltweit führenden Technologie profitieren, die sich in den letzten 2 Jahren auf hiogi.de mehr als bewährt hat. 

Und wie werden die neuen Werkzeuge angenommen? Wieviele Widgets werden genutzt? Läuft die Premium-Option gut an? 

Behrendt: Die Premium-Option bedient eine Marktniche bzw. spezielle Zielgruppe, die wir überwiegend auf MTV und VIVA getestet haben. Mit den Ergebnissen sind wir sehr zufrieden, zumal die hiogis mit "Advanced Brain"-Status dadurch einen weiteren spannenden finanziellen Anreiz erhalten haben, da sie an dem Umsatz mit Premium-Antworten partizipieren. Das klassische Modell von hiogi mit der "44044 – sims dich schlau" bleibt dabei weiter für jedermann zugänglich und erschwinglich. Unser Widget-Generator läuft sehr gut an, da sich damit relevante Inhalte und FAQ-Listen zusammenstellen und auf anderen Seiten einbinden lassen. Unser Fokus liegt derzeit aber ganz klar auf unserem neuen Service-Community-Produkt als B2B-Lösung. Hier haben wir für ferien.de beispielsweise schon eine erste Whitelabel-Variante unter http://community.ferien.de online gestellt und 7 weitere Firmen haben bereits in der ersten Woche eine Community angelegt.

Heißt es jetzt bei Ihnen abwarten und Tee trinken oder sind bereits neue Ideen zur Monetarisierung und Vermarktung von hiogi in der Schublade? 

Behrendt: Wie schreibt man "abvaten und teh" trinken? Spaß beiseite. Mit www.service-community.net möchten wir Unternehmen die Möglichkeit bieten von unseren Technologien und Erfahrungen zu profitieren. Eine Service-Community lässt sich ideal als Web2.0-Supportkanal oder als Kundenbindungsinstrument bei Online-Kampagnen integrieren. Mit dieser Technologie sind wir in Europa absolut führend und wenn Sie mal unsere Web2.0- und Mobile-Funktionalitäten mit klassischen Forumslösungen vergleichen, dann werden sie verstehen, warum wir in den letzten 2 Jahren über 3 Mannjahre Entwicklungszeit investiert haben. Die Ideen reißen bei uns nicht ab und wir entwickeln hiogi.de und damit auch die auf www.service-community.net angeboten Funktionalitäten kontinuierlich weiter. Die Skype-, iPhone- und Twitter-Integrationen laufen bereits seit einigen Monaten und eine tiefergehende Facebook-Lösung, sowie neue RSS-Feeds gehen in Kürze live. Auch im mobilen Sektor warten mit Android und den anderen Mobile Application Stores noch spannende Projekte auf uns.

Wieviele Mitarbeiter sind notwendig, um den Betrieb Ihrer Website aufrecht zu erhalten und was sind deren Aufgaben? 

Behrendt: Wir beschäftigen fünf Mitarbeiter. Darunter zwei Programmierer, eine betriebswirtschaftliche Ressource, eine Grafikerin und ein PRler.

hiogi hat ja das konzeptionelle Problem, dass zwei Zielgruppen bedient werden müssen: Die, die fragen und die, die Antworten geben. Wie wird die zweite Gruppe, die Schlaumeier,  auf Ihre Community aufmerksam und wie sorgen Sie dafür, dass diese auch regelmäßig wiederkommen? 

Behrendt: Wir stehen in sehr engem Kontakt mit unserer hiogi-Community und werden selbst tagtäglich durch den Mitmachgedanke, sowie die Begierde nach neuem Wissen angetrieben. Die Taler und Gewinnchancen sind für einen hiogi gar nicht so wichtig, wie man denkt. Es ist eher der Reiz am Wissen, der Wettbewerb in Wissensduellen und die Echtzeitmechanismen mit spielerischen Elementen, die einen hiogi motivieren täglich wieder auf die Seite zu kommen, um spannende, schwierige, unglaubliche oder schlichtweg hilfreiche Antworten zu geben. Zudem benötigen wir dank SEO mittlerweile keinerlei Marketingkampagnen mehr, um neue hiogis anzulocken. Über 300.000 neue Besucher finden monatlich alleine durch google und die hohe Suchmaschinenrelevanz unserer Inhalte zu uns.

Im Interview vor zwei Jahren haben Sie als eines Ihrer Ziele formuliert, hiogi international zu etablieren. Ist Ihnen das gelungen? Wenn ja, bis zu welchem Ausmaß? 

Behrendt: International haben wir mit www.hiogi.com zwar eine englische Version online und wir entwickeln generell auch alle Funktionalitäten für den internationalen Markt aber bisher hatte die Bewerbung für uns keine hohe Priorität, da wir mit unseren knappen Ressourcen ganz auf den deutschen Markt konzentriert waren. Wir planen jedoch bereits eine Ausweitung von www.service-community.net in den englisch-sprachigen Raum und werden dies in Kürze angehen, sobald der Break-Even in Deutschland erreicht ist.

Nachher ist man immer schlauer, so das Sprichwort! Auf welche Erfahrungen hätten Sie gerne in den letzten zwei Jahren verzichtet, bzw. was hätten Sie im Nachhinein anders gemacht?

Behrendt: Am meisten konnten wir im Marketing lernen. Für mich haben Online-Kampagnen gegenüber klassischen Image-Kampagnen noch mehr an Stellenwert gewonnen, da sie schlichtweg effizienter und besser messbar sind. Wir haben beides probiert aber die 11833 oder die 11880 konnten wir als Auskunft mit der „44044 – sims dich schlau“ leider nicht ganz überholen, obwohl wir recht erfolgreiche Plakat-Kampagnen beispielsweise mit KAISER’S in Berlin gefahren haben.

Zum Abschluss: Geben Sie uns doch einen kleinen Überblick, mit welchen Projekten Sie sonst noch beschäftigt sind, bzw. mit welchen Zukunftsprojekten Sie liebäugeln!

Behrendt: Oben hatte ich ja bereits Facebook, Android und MAS als Zukunftsprojekte genannt. Wir werden zudem konsequent auch dynamische Echtzeit- bzw. komplexere Community-Funktionalitäten auf unsere mobilen xhtml-Seiten übertragen. Derzeit dient m.hiogi.de überwiegend dem Fragenstellen, der Sortierung des eigenen Wissens und der Recherche im Archiv. In Zukunft wird man sich auch im mobilen Browser mit anderen hiogis, um die besten Antworten batteln können. Der SEO-Bereich ist und bleibt bei uns zudem Top-Priorität und das zunehmend auch im mobilen Bereich.

Vielen Dank fürs Interview.

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