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27.02.08Kommentieren

Web 2.0 und Unternehmen

Was aber haben "normale" Firmen aktuell vom Web 2.0? Wie können sie es nutzen? Wie müssen sie damit umgehen? Tatsache ist, dass Web 2.0 schon heute einen enormen Einfluss auf die Firmenkommunikation hat.

Ein Beitrag von Thomas Schmidt

Bisher fand diese wohl gesteuert von einer zentralen Instanz innerhalb der Firma statt. Es zeigt sich mehr und mehr, dass dies nicht so bleiben wird. Welche Informationen über eine Firma in Umlauf geraten ist kaum mehr in der
Verantwortung einer zentralen Unternehmenskommunikation. Die verzweifelten
Versuche, die CEOs einiger Firmen über Wikipedia in einem (oft zu) positivem Licht darstellen, geisterten eine Zeit lang durch Presse.

Kunden, Journalisten, Analysten und nicht zuletzt den eigenen, vielleicht sogar frustrierten Mitarbeitern stehen mit Web 2.0 vielfältige Wege offen, Informationen über Firmen zu streuen. Jeder Firma sei daher angeraten, vorab eine Strategie zu entwerfen, mit der auf solche Berichte - ob wahr oder unwahr - reagieren werden kann.

Demgegenüber enfalten sich zahlreiche neue Geschäftsmodelle, die alleine darauf beruhen, über das Internet Menschen zusammenzubringen, die ein gleiches oder zumindest ähnliches Ziel verfolgen.

Web 2.0 und Marketing

Was bedeutet Web 2.0 für das Internetmarketing? Letztendlich ist Web 2.0 nichts anderes als die gute alte "Mund zu Mund"-Propaganda. Allerdings mit einem ungeheueren Potential - sowohl als Chance als auch als Risiko. Dabei ist egal, ob Firmen aktiv Web 2.0-Elemente nutzen möchten oder nicht, sie müssen in Zukunft damit umgehen können. Wer gute Produkte anzubieten hat, kann den Prozess der "Mund zu Mund"-Propaganda mithilfe des Internets starten bzw. beschleunigen.

Läuft der Prozess, verselbstständigt er sich und ist kaum mehr zu steuern geschweige denn zu stoppen. Wer die Internetnutzer also unterschätzt und glaubt, diese übertölpeln zu können, läuft Gefahr, von seinen eigenen Aktivitäten wieder eingeholt zu werden. Für Quick-Wins scheint die Rechnung aufzugehen, wer nachhaltig wirtschaften möchte, sollte diese Technologien vorsichtig und bewußt einsetzen.

Klar ist auch: Wer denkt, schnell mal einen (Corporate-) Blog aufsetzen und dort ab und zu einige Zeilen Text zu posten, der irrt. Technisch sind viele Web 2.0-Anwendungen schnell erstellt, das Problem sind die Inhalte. Bieten diese keinen echten Mehrwert für die Surfer, werden sie zum Ladenhüter.

Als kurzes Fazit lässt sich daher folgender Schluss ziehen: Bisher galt, wer einen Kunden verprellt, muss zehn andere dafür zufriedenstellen, um den Schaden wieder gut zu machen. In Zeiten vom Web 2.0 dürften aus diesen 10 wohl 100 oder sogar 1000 Kunden werden. Aus deren Sicht eine positive Entwicklung, für Firmen eine große Herausforderung.

Die Entscheidung, sich mit seiner Firma dem Internet - bzw. den das Internet nutzenden Menschen - zu öffnen, setzt einige Dinge voraus. Ohne eine entsprechenden offene und transparente Firmenkultur wird jedes Engagement im Web 2.0 bestenfalls ein Rohrkrepierer, schlimmstenfalls ein Desaster.

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