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09.08.13Leser-Kommentare

Interview mit David von der Leyen, Croking

"Warum gibt es noch kein stabiles WLAN in allen ICEs?"

Auf croking.com können Kunden mit Marken debattieren und bestenfalls Ideen entwickeln, von denen beide Seiten was haben. Croking Mitgründer David von der Leyen erklärt im Interview mit förderland das Konzept, spricht über Bootstrapping als Finanzierungsweg und die Zukunft seines noch jungen Angebots.

Das Croking-Team!

förderland: Hallo Herr von der Leyen, worum geht’s bei Ihrem Start-up Croking?


David von der Leyen: Croking ist eine Plattform, die Marken/Firmen und Kunden zusammenbringt. Nutzer können ihre Erfahrungen und Vorschläge über Marken/Firmen miteinander teilen, darüber diskutieren und sie bewerten. Standpunkte, die der Community gefallen, werden hervorgehoben, wodurch die Nutzer ein viel größeres Publikum erreichen können als nur ihre Freunde - und jeder erkennt auf den ersten Blick, welche Themen bei welcher Marke die Community bewegen.

Dieser Fokus auf die kollektive Meinung ist uns sehr wichtig, weil es die Firmen letztlich inspirieren soll, sich wirklich mit den Wünschen der Community auseinanderzusetzen. Die Antworten der Marke werden dann wiederum durch die Nutzer bewertet – das letzte Wort bleibt also bei den Kunden. Dies macht Croking zu einer echten und heute einmaligen Nutzerplattform.

Wie ist die Idee zu Croking entstanden? Warum braucht die Welt Debatten mit und über Marken?


Von der Leyen: Die Idee entstand, als Josh & Daniel (2 Freunde, auch im Croking Team) zusammen ein Bierchen trinken wollten. Dabei stellten sie fest, dass es gar nicht so einfach ist, einer Marke (dem Bier-Brauer) mitzuteilen was man von dem Bier hält. Wo macht man sowas? Facebook? Twitter? Webseiten? Telefonisch? Eine eindeutige Plattform gibt es dafür (noch) nicht… Wir kaufen täglich Dutzende Produkte und Dienstleistungen von Marken, haben dabei auch oft starke Emotionen, aber bislang keinen Kanal über den wir unserer Meinung einfach und schnell Gehör verschaffen können.

Geben Sie uns mal ein konkretes Beispiel zu einem Austausch über eine Marke. Und erklären Sie uns, wie die Marke und die Nutzer letztendlich davon profitieren ...


Von der Leyen: Jedes Mal wenn ich Bahn fahre habe ich denselben Gedanken: Warum gibt es noch kein stabiles WLAN in allen ICEs? Wäre das nicht das ultimative Mittel, um Autofahrer in die Bahn zu locken? Man könnte im ICE schlafen, im Internet daddeln, emails checken und sogar gescheit arbeiten – ein unschlagbares Paket!

Ich schreibe meine Idee also fix auf Croking und siehe da, ich scheine einen Nerv getroffen zu haben! Andere stimmen meiner Idee zu, kommentieren sie und im Nu ist meine Idee ganz oben auf der DB brand page (jede Marke hat eine eigene brand page bei Croking). Ich habe also keine einsame Nachricht an die Bahn geschrieben, sondern viel Begeisterung in der Community geweckt – und als i-Tüpfelchen wird die Bahn auf mich aufmerksam. Denn meine Meinung hat die Community inspiriert und hilft der Bahn, innovativ zu sein.

Was macht Croking als Marke aus? Wie wollen Sie die Marke entwickeln?


Von der Leyen: Croking soll jedem Konsumenten eine Stimme geben und damit Firmen und Kunden auf Augenhöhe zusammen bringen. Wir wollen Transparenz schaffen und gleichzeitig die Produkte, die wir täglich benutzen, verbessern.

Was sollten junge Gründer beim Aufbau einer Marke beachten?


Von der Leyen: Wir stehen ja selbst noch am Anfang unseres Weges, da kann ich noch keine großen Reden schwingen. Ich habe inzwischen gelernt, dass man einen langen Atem braucht; Mitstreiter, die helfen, die Rückschläge wegzustecken und guten Rat – deshalb muss man viel fragen und Erfahrene  löchern. Und klar, man muss sich immer wieder um eine Finanzierung bemühen. Das ist am Anfang besonders mühsam, weil das Produkt ja noch nicht steht.

Wie haben Sie die Startphase finanziert? Und wie planen Sie Geld zu verdienen?


Von der Leyen: Bootstrapping!! (Investoren können mich unter folgender Nummer erreichen … Späßchen) ) Social Media Plattformen werfen generell erst recht spät Gewinne ab. Dies wird auch bei Croking nicht anders sein, vor allem weil wir Wert darauf legen, dass Croking für seine Nutzer gratis bleibt. Auch Firmen sollen die Kernfunktionen von Croking kostenlos nutzen können und optional zusätzliche Angebote erwerben können, wie zusätzliche Analyseoptionen.

Was sind Ihre nächsten Ziele? Wie wollen Sie die erreichen? Und warum wird Croking erfolgreich?


Von der Leyen: Unseren Bekanntheitsgrad steigern, Firmen auf die Plattform holen und natürlich Croking auch als App anbieten. Croking ist die erste Plattform, die nicht nur einen Kunden mit einer Firma zusammenbringt, sondern die gesamte Kundschaft mit den Unternehmen in einen Dialog treten lässt. Dies schafft eine triple-win Situation: Der Kunde kann seiner Stimme Gewicht verleihen, das Unternehmen kriegt zeitnah mit, was seine Kundschaft tatsächlich bewegt, und Croking schafft Transparenz darüber, welche Marken sich wirklich um ihre Kunden kümmern.

Vielen Dank für das Interview!

Kommentare

  • Josh Meadon

    09.08.13 (11:29:36)

    invite code: crokingfriends

  • Josh Meadon

    09.08.13 (11:30:08)

    invite code: crokingfriends

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