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27.10.10Kommentieren

Interview mit Torsten Krug, swabnet.de

"Unternehmertum ist seit der Wirtschaftskrise anerkannter als vorher"

Torsten Krug, Geschäftsführer Stiftung der deutschen Wirtschaft für Arbeit und Beschäftigung GmbH (SWAB), spricht im Interview mit förderland über die Gründerplattform SWABNET, die Job- und Gründerinitiative „Deutschland Unternehmerland DU2011 und blickt abschließend in die Zukunft des Unternehmerlandes Deutschland.

Torsten Krug, Geschäftsführer von swabnet.de und Deutschland Unternehmerland 2011Torsten Krug, Geschäftsführer von swabnet.de und Deutschland Unternehmerland 2011

förderland: Hallo Herr Krug, stellen Sie sich doch bitte kurz unseren Lesern vor ...

Torsten Krug: Ich bin 42 Jahre alt, Dipl. Psychologe und habe viele Jahre in verschiedenen Konzernen im Bereich Consulting und Human Resources gearbeitet. Zuletzt als Personaldirektor bei der E.ON Energie in München.

Aktuell sind Sie Geschäftsführer Stiftung der deutschen Wirtschaft für Arbeit und Beschäftigung GmbH (SWAB). Mit welchem Ziel wurde die Stiftung 2009 ins Leben gerufen?

Krug: Die SWAB wurde von mehreren Initiatoren aus DAX 30 Unternehmen vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise gegründet. Ziel ist die Entwicklung und letztendlich auch die Umsetzung von innovativen Beschäftigungskonzepten sowie die Förderung von Gründern und Unternehmertum. Über allem steht die Förderung und Schaffung von Jobs für Professionals mit akademischer Ausbildung.

Welche Konzepte und Produkte haben Sie bereits konkret entwickelt?

Krug: Die SWAB hat, gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.), Unternehmen, Banken und Venture Capital-Gesellschaften, die Job- und Gründerplattform SWABNET entwickelt und betreibt diese. Darüber hinaus sind wir Initiator der Job- und Gründerinitiative der deutschen Wirtschaft "Deutschland Unternehmerland 2011" (DU2011). Hier bringen wir Gründer mit Investoren und Fachkräften zusammen. Die Prüfung der Gründerideen erfolgt durch eine exzellent besetzte Expertenkommission.

Worum geht es auf Ihrem Portal swabnet.de?

Krug: SWABNET bildet den gesamten Arbeits-Lebenszyklus eines Akademikers ab. Hier finden Studenten attraktive Jobangebote, Absolventen Einstiegsangebote, Professionals Jobs. Irgendwann möchte man vielleicht ein eigenes Unternehmen gründen. Dann benötigt man Kapital, Unterstützung durch Experten oder einfach nur den Erfahrungsaustausch. All das findet man bei uns. Und möchte man Geld in Unternehmen investieren, bieten wir Investoren geprüfte Gründerideen.

Was unterscheidet swabnet.de von einer herkömmlichen Jobbörse?

Krug: Dass wir keine herkömmliche Jobbörse sind. Meint, wir bieten alle Formen von Beschäftigung. Vom Praktikum, Beratungsmandat, Festanstellung bis hin zur Unterstützung bei der Unternehmensgründung mit Kapital und Know-how.
Darüber hinaus sind alle unsere Mitglieder referenzgeprüft. Das heißt, dass wir eine sehr hohe Einstiegshürde haben. Dadurch aber Unternehmen Top Qualität anbieten können. Wer auf SWABNET aufgenommen wird, erfährt persönliche und passgenaue Betreuung.

Ihr neuestes Projekt ist eine Job- und Gründerinitiative mit dem Namen "Deutschland Unternehmerland DU2011". Wie ist die Idee dazu entstanden? Und welche Ziele wollen Sie mit der Initiative verwirklichen?

Krug: Wir haben festgestellt, dass es keine bundesweite übergreifende Struktur gibt, die Experten, Investoren und Unternehmer zusammenbringt. Die meisten Gründerinitiativen, die es gibt, beschränken sich auf die Ausschreibung von Preisen für interessante Ideen. Ziel von DU2011 ist die langfristige und nachhaltige Förderung von Gründern mit Kapital und Professionals. Erstmals können damit Gründer im Rahmen der bundesweiten Initiative nicht nur Kapital, sondern auch Know-how von Mentoren und Professionals zur Umsetzung ihrer Geschäftsidee erhalten.

Was ist das Besondere an der Initiative?

Krug: Dass wir alle Ideen sorgfältig prüfen. Die besten Ideen werden einer Expertenkommission vorgelegt, die sich aus Vertretern der Wirtschaft, Banken und Private Equity zusammensetzt. Wenn diese Ideen erfolgversprechend sind, die Gründer überzeugen, bringen wir diese mit Investoren und gegebenenfalls auch mit Experten zusammen. Die Förderung ist also langfristig und nachhaltig.

Wie bewerten Sie die Entwicklung der Gründerkultur in Deutschland?

Krug: Es gibt ein riesiges Potenzial an Know-how und Technologien in Deutschland. Daneben suchen Investoren nach langfristigen und werthaltigen Geldanlagen. Das bieten Unternehmen. Und es gibt hervorragend ausgebildete Fachkräfte und eine Generation, die finanziell relativ unabhängig ist. Beste Voraussetzungen für einen Gründerschub.

Blicken Sie in die Zukunft … Wie wird sich das "Unternehmerland Deutschland" entwickeln?

Krug: Unternehmertum ist seit der Wirtschaftskrise anerkannter als vorher. Schließlich sind es die Familienunternehmen und mittelständischen Betriebe, die unsere Wirtschaft stabilisieren. Außerdem suchen Menschen mit hohem Anspruch an sich selbst immer nach Tätigkeiten, die sie ausfüllen und einen langfristigen Nutzen stiften. Mit den neuen Technologien im Bereich Biotech, Energie aber auch Online-Dienstleistungen bieten sich für Menschen mit einer Gestalter Grundhaltung großartige Möglichkeiten. Die Rahmenbedingungen sind also optimal.

Vielen Dank für das Interview!

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