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24.01.12

Matecloud.de

Und es kommt zusammen, was zusammen gehört

Online mit Leuten vernetzt zu sein, gehört zum Alltag des modernen Menschen. Doch was, wenn unter den 300 facebook-Freunden und auch im sonstigen Freundeskreis niemand für das eigene Hobby brennt? Matecloud.de setzt genau an dieser Stelle an: Die Online-Plattform will Berliner mit den gleichen Interessen zusammenbringen. Auf dem Portal, das nun seit einer Woche online ist, können Gesuche in Echtzeit ohne die Begrenzung auf Kategorien gepostet werden.

Die Idee, in Foren nach Gleichgesinnten zu suchen, ist nicht neu. Während jedoch die meisten Gesuche in Foren oder Kleinanzeigen einer Kategorie zugeordnet werden müssen, bekommen bei matecloud.de auch die ausgefallensten Hobbies einen Raum und erreichen die Suchenden in Echtzeit: Ob Unterwasserpolo, Kaffeekränzchen oder Jam-Session – über die Freitextsuche können die Nutzer schnell, unkompliziert und kostenlos nach Gleichgesinnten suchen. Zunächst ist die Suche beschränkt auf Berlin. Wer sich gefunden hat, kann sich schließlich mit einer praktischen Kalenderfunktion im Kiez der Wahl verabreden.

"In den Schlafphasen unseres Babys ist matecloud entstanden"

Die Idee zu matecloud entstand aus der eigenen Not heraus, wie Gründer und Geschäftsführer Michael Kruppa verrät: "Ich war ein halbes Jahr zu Hause, um mich um meinen Sohn zu kümmern und hätte mir gewünscht, mit einem Klick andere Väter in meiner Situation zu finden. Berlin ist voller Möglichkeiten, aber einfach viel zu groß und anonym, um auf zufällige Begegnungen zu hoffen. In den Schlafphasen unseres Babys ist dann matecloud entstanden."

Eine neue Social Network Plattform zu gründen scheint mutig, angesichts der grenzenlosen Vernetzung durch facebook und Google+. "Die meisten von uns sind mittlerweile mit allen Freunden, Bekannten und Verwandten auch online vernetzt. Ein weiteres Netzwerk hierfür braucht meiner Meinung nach kein Mensch. Der Ansatz von matecloud ist ein völlig anderer. Finde online Leute, die ticken wie du. Und dann verabredet euch ganz schnell offline und habt eine gute Zeit!" erklärt Sabine Kruppa, die sich um die Pressearbeit bei matecloud kümmert.

"Es macht einfach Spaß, diese Idee verwirklicht zu sehen"

Das Projekt wurde komplett ohne Investoren auf die Beine gestellt. "Der teuerste Faktor war natürlich die Zeit, die für das Programmieren investiert werden musste. Zum Glück machen das zwei von unserem dreiköpfigen Team beruflich", so Sabine Kruppa. So feilten die Programmierer Michael Kruppa und Tomasz Porst neben ihren Festanstellungen an matecloud – abends und am Wochenende. Bislang wird keine Werbung auf dem Portal geschaltet. Mit steigender Userzahl wird man sich jedoch Gedanken machen, wie man das Projekt weiterfinanzieren kann, erklärt uns Sabine Kruppa.

Zudem wird das Portal stetig verbessert und weiterentwickelt. So soll beispielsweise zusätzlich ein Abodienst eingerichtet werden, durch den die Nutzer informiert werden, sobald jemand etwas in ihrem Interessensgebiet postet. Dabei steht bislang der monetäre Gewinn im Hintergrund: "Es macht einfach Spaß, diese Idee verwirklicht zu sehen, zu sehen, dass es funktioniert, dass die Leute die Seite annehmen."

In der Gründerszene wird häufig behauptet, dass erfolgreiches Gründen die volle Konzentration auf ein Projekt voraussetzt. Wir würden von den förderland-Lesern gerne wissen, wie ihre Meinung und Erfahrungen dazu aussehen? Was denken Sie, kann man eine Idee auch neben seinem Job erfolgreich verwirklichen?

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