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16.09.09Kommentieren

Kolumne von Werner Arndt, MBPW

Türöffner und Trittbrettfahrer: (Kapital-)Markt-Trends richtig nutzen

Wenn es gut läuft, sind es "Zukunftsthemen" und "Wachstumsbranchen", wenn es schlecht läuft, war es eine "Bubble"… Im Zusammenspiel von Technologien und Märkten entwickeln sich unternehmerische Trends, die Gründern und Unternehmern aus diesen Bereichen besondere Chancen bescheren. Stichwörter, bei denen Investoren aktuell leuchtende Augen bekommen, sind Umwelttechnologie, Cleantech, Nachhaltigkeit, Alternative Energien etc. Das zieht natürlich auch "Trittbrettfahrer" an, was gar nicht grundsätzlich negativ gemeint ist. Schließlich gehört es zu den unternehmerischen Qualitäten, Marktchancen zu erkennen und zu nutzen und sich so gut wie möglich zu verkaufen.

Werner Arndt ist Geschäftsführer der MBPW GmbH.Werner Arndt ist Geschäftsführer der MBPW GmbH.

Ein leichter Start – und dann?

Meinem Eindruck nach räumen Kapitalgeber tatsächlich allem was unter den oben genannten Stichwörtern läuft zur Zeit großzügiger Chancen ein, zumindest bei der Kontaktaufnahme – ein echter "Türöffner"-Effekt. Dann müssen die Unternehmen aber beweisen, welches Potenzial sie haben und schnell sind wir wieder bei den Standard-Kriterien wie zum Beispiel Wachstumsaussichten, Profitabilität, Alleinstellungsmerkmal etc. Deshalb sollten Gründer und Unternehmer sich genau aussuchen, an welche Kapitalgeber sie sich wenden und ob sie ihre grundsätzlichen Kriterien erfüllen können. Nur dann kann der Vorteil, den ein Bezug zu aktuellen Wachstumsbranchen bietet, auch wirklich ausgespielt werden!

Wer gehört dazu?

Wo gibt es überhaupt Ansatzpunkte für Unternehmen, die sich ursprünglich nicht den Zukunftstechnologien zugeordnet haben? Produkte und Technologien, die zum Beispiel den Verbrauch von Energie und Rohstoffen genau messen und senken können, ließen sich vor ein paar Jahren noch vor allem mit dem Argument der Kostenersparnis verkaufen. Mittlerweile lassen sie aber auch die Herzen der Marketing-Experten höher schlagen. Schließlich wächst der öffentliche Druck auf Unternehmen beim Thema Umweltschutz immer mehr, außerdem ist in den nächsten Jahren auch mit strengeren gesetzlichen Bestimmungen zu rechnen. Eine weitere Möglichkeit ist es, sich auf die wachsende Branche Umwelttechnologie als Kunden zu konzentrieren und sich selbst als Dienstleister, Zulieferer oder Sonstiges zu positionieren.

Bei all dem sollte aber immer mindestens so viel Sein wie Schein vorhanden sein. Schließlich liegt die Idee, sich im Rahmen eines Trend-Themas wie Umwelttechnologien zu positionieren, nicht so fern, dass nicht auch ernst zu nehmende Konkurrenten darauf kommen. Und wie gesagt, auch mit leuchtenden Augen werden Investoren die Businesspläne noch sehr genau prüfen!

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