<< Themensammlung Gründung

Aktuelle News für Gründer Selbstständige und Unternehmer

08.11.11Kommentieren

Gründerstory

Think Big or Stay Home!

Im Februar 2011 präsentierte Christian Atz im Interview mit förderland den Carrotshop. Ein Non-Profit-Projekt und das erste Lebenszeichen seiner bioaddicted UG. Seitdem hat Atz sein Jurastudium abgeschlossen, runtastische Erfahrungen in der Start-up Szene gesammelt und sein Team weiter ausgebaut. Jetzt ist er in Indien unterwegs, um Kontakte zu dortigen Gründern zu knüpfen, hoffentlich ein Investment zu ergattern und schließlich bioaddicted für den indischen Markt umzusetzen.

bioaddicted-Gründer Christian Atz nimmt für drei Monate am Accelerator Programm des Center of Innovation Inkubation and Entrepreneurship des Institute of Management in Ahmedabad teilbioaddicted-Gründer Christian Atz nimmt für drei Monate am Accelerator Programm des Center of Innovation Inkubation and Entrepreneurship des Institute of Management in Ahmedabad teil

Shoppen und gleichzeitig die Umwelt schonen – mit diesem Konzept gewann der Carrotshop viele Freunde. Und Gründer Christian Atz sammelte wertvolle Erfahrungen: "Der Carrotshop war ein soziales Marketingprojekt, um zu testen, ob Onlineshops bei so etwas mitmachen und um erste Kontakte zu den Medien zu knüpfen". Schon damals stand fest, dass dem Non-Profit-Projekt mit bioaddicted eine kommerzielle Variante folgen sollte.

Runtastische Erfahrungen in Österreich

Doch zuerst konzentrierte sich Atz auf sein Jurastudium, um sich nach dem Examen mit Haut und Haaren in die Gründerszene zu stürzen: Im Rahmen des "Erasmus for Young Entrepreneurs"-Programms verbrachte er zwei Monate in Österreich beim dortigen Start-up runtastic, um "den Jungs über die Schulter zu schauen". Außerdem besuchte er die STARTeurope-Events in Wien und Hagenberg, um weitere Team-Mitglieder für bioddicted zu finden. Erfolgreich! "Mittlerweile sind wir ein 4-köpfiges Gründerteam, das von zwei Freelancer unterstützt wird. Seit Anfang Oktober arbeiten wir an der technischen Umsetzung von Bioaddicted."

Während des Austausch-Programms wurde Atz von Tim Lagerpusch vom Center für Innovation & Entrepreneurship (CIE) in Karlsruhe betreut. Im Anschluss an die Zeit in Österreich traf man sich – und Lagerpusch hatte einiges zu erzählen. Der hatte nämlich gerade eine Indienreise hinter sich, während der er sich in der dortigen Start-up-Szene umsah. "Tim hat dabei vom Accelerator Programm des Center of Innovation Incubation and Entrepreneurship des Institute of Management in Ahmedabad gehört und mir vorgeschlagen mich dort zu bewerben. Das habe ich dann auch getan und nach mehreren E-Mails und einem Telefonat mit den Verantwortlichen kam Mitte Oktober die Zusage."

Ich packe meinen Koffer und nehme mit: Gründergeist, gute Ideen und einen Gleichgesinnten

Also packte Christian Atz Ende Oktober seine Koffer und brach auf nach Indien – begleitet von seinem Freund, dem UX-Designer Daniel Heitz. "Daniel hat sich spontan entschlossen mitzukommen, um unter anderem unser gemeinsames Projekt colored.by voran zu bringen. Colored.by ist ein, sagen wir, Experiment, an dem außer mir und Daniel auch noch Frontend-Web-Developer Hans Christian Reinl, Web-Developer Mario Villavecchia und Texterin Angelina Tan beteiligt sind."

Am 1. November ging’s dann schon los mit dem Accelerator Program am Indian Institute of Management, Ahmedabad (IIMA), der besten Business School in Indien und eine der besten weltweit. Und die beiden sind absolut überwältigt ob der Professionalität und des internationalen Flairs. "Wir sind hier insgesamt elf Teams, wovon die meisten aus Delhi, Bangalore und Mumbai kommen. Die Gründer hier haben überwiegend einen technischen Hintergrund und wirken sehr pragmatisch, straight forward, aber ebenso entspannt. Auffallend ist hier insbesondere, dass sehr viel Wert auf Kontakte gelegt wird und zu jeglicher Frage ein Kontakt hergestellt werden kann, der weiterhilft."

100.000.000 Internetnutzer im Visier

Ende Januar bekommen die beiden die Möglichkeit, bioaddicted VCs und Business Angel vorzustellen – und natürlich sind sie auf die Resonanz potentieller Geldgeber gespannt. Ihr Ziel ist es, ein Investment zu erhalten und bioddicted für den indischen Markt umzusetzen. "Für die Bewerbung zu diesem Programm habe ich mich etwas intensiver mit Statistiken über den indischen Internetmarkt befasst und war von dessen Wachstum beeindruckt", erklärt Atz. "In diesem Jahr gab es einhundert Millionen Internetnutzer, 2015 wird der zweihundert Millionste erwartet. Ebenso rasant steigt der E-Commerce Umsatz. Und außerdem heißt es, dass demnächst die Global Player verstärkt auf den indischen Markt drängen."

Interessante Aussichten also für ein Start-up, das sich mit dem Erzielen von Affiliate-Provisionen für klimaschützende und karitative Projekte beschäftigt. "In Indien leben sehr viele Menschen unter der Armutsschwelle und es herrscht ein enormer Bedarf an finanzieller Unterstützung für Organisationen, die sich insbesondere für sauberes Trinkwasser und Schulbildung einsetzen. An diese möchten wir gerne die Provisionen weiterleiten."

In einigen Monaten werden wir wissen, ob Atz indische Investoren von seinem Vorhaben überzeugen konnte. Aber eines wissen wir jetzt schon: zu Hause zu bleiben, wäre mit Sicherheit die schlechte Alternative gewesen!

Kommentare

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer