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13.11.14Kommentieren

Arbeitswelt im Wandel

Swisscoms neues Arbeitszeitmodell verheißt Familienfreundlichkeit

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewinnt zunehmend an Bedeutung. Wer Kinder zu betreuen oder Angehörige zu pflegen hat, der wünscht sich einen Arbeitgeber, der flexibel ist und Alternativen aufzeigen kann. Das Telekommunikations-Unternehmen Swisscom möchte diesem Wunsch nun Rechnung tragen.

Bild: © drubig-photo - Fotolia.com

Der klassische Nine-to-Five-Job mit Arbeitszeiten, an denen nicht zu rütteln ist, wird nicht mehr als zeitgemäß empfunden. Die Generation Y erwartet von Unternehmen und Führungsetagen mehr Verständnis für die spezifischen Bedürfnisse ihrer Mitarbeitern. Denn was spricht in Zeiten des mobilen Arbeitens dagegen, dass man – anstatt im Büro – einige Stunden von Zuhause aus arbeitet, wenn die Kinder krank sind? Oder für ein paar Monate seine Stundenzahl reduziert, wenn Mutter oder Vater pflegebedürftig werden?

Zeit für Familie

Es liegt nun an Unternehmen und Arbeitgebern, Generation Y zu schaffen. Neben firmeneigenen Kitas und Elternzeit-Modellen, die den Wiedereinstieg nicht zum Kraftakt werden lassen, spielen dabei vor allem flexible Arbeitszeitmodelle und Homeoffice-Varianten eine entscheidende Rolle. Nur dort, wo alte Strukturen überdacht werden, können Eltern sowohl Karriere als auch Familie unter einen Hut bekommen, ohne ihre Work-Life-Balance völlig zu überspannen.

Beispiel Swisscom: Extra-Urlaubstage zu verkaufen

Das Schweizer Telekommunikations-Unternehmen Swisscom (www.swisscom.ch) präsentiert nun neue Arbeitsmodelle: Künftig haben Swisscom-Mitarbeiter die Möglichkeit, selbst einzuschätzen, wie hoch ihr Urlaubsbedarf ist. Wer mehr als seine regulären Urlaubstage in Anspruch nehmen möchte, hat nun die Chance, bis zu zwei Wochen im Jahr zusätzlich frei zu machen – im Gegenzug muss er dann auf den entsprechenden Lohn verzichten. Das Modell erinnert in Kern an Sabbatical-Lösungen, bei denen Mitarbeiter ebenfalls auf Teile ihres Lohns verzichten, um für einen längeren Zeitraum aussteigen zu können.

In der Testphase: Work and Care

Für Mitarbeiter, die Angehörige pflegen, schickt Swisscom nun zwei neue Modelle in die Testphase. Wenn nun zum Beispiel ein Elternteil eines Swisscom-Angestellten für kurze Zeit – also drei bis vier Monate – pflegebedürftig wird, lässt sich das Arbeitspensum des Mitarbeiters kurzfristig reduzieren und die Arbeitszeit flexibel gestalten. Das zweite Modell greift dann, wenn der Betreuungsaufwand über einen längeren Zeitraum besteht. Mitarbeiter werden dabei bis zu zwölf Monate lang entlastet, um ihnen die Pflege ihrer Angehörigen zu erleichtern.

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