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15.01.15Kommentieren

Interview mit Robert Wittke

Sternengalerie: Für uns ist Feuerwerk mehr als ein Beruf

Unsere Mission sehen wir im Kern darin die Feuerwerks-Branche ins digitale Zeitalter zu führen, Feuerwerk auf diese Weise überhaupt in die Köpfe der Leute zu bekommen, die Produkte und Preise verständlich zu machen und für eine durchweg angenehme Service-Erfahrung zu sorgen.

Robert Wittke einer der drei Gründer der SternenGalerieRobert Wittke einer der drei Gründer der SternenGalerie

Hallo Herr Wittke, was bietet Ihr Start-up SternenGalerie seinen Kunden?

Robert Wittke: Wir bieten professionell inszenierte Feuerwerke für Hochzeiten, Geburtstage und Firmenfeiern. Wir sind die ersten, die Feuerwerk für Endkonsumenten verständlich machen, die eine einfache Online-Buchung ermöglichen und das Ganze mit einem Rundum-Sorglos-Service unter einer vertrauenswürdigen Marke vereinen. 

Fast jeder hat Wohl schon an Sylvester ein bisschen geböllert.  Wie unterscheidet sich die Hobby-Böllerei von einem professionellen Feuerwerk?

Robert Wittke: Dazwischen liegen Welten. Dabei sind es nicht nur die größeren Effekte, welche viel höher aufsteigen, um dann zum Beispiel als langsam fallender Goldregen für „Ahhhs“ und „Ooohs“ im Publikum sorgen. Es sind oftmals die Feuerwerks-Choreografien an sich, die den Unterschied machen. Die künstlerisch arrangierten Kompositionen erstrecken sich bis zur Königsklasse – den musiksynchronen Pyro-Musicals – und locken so manchem ein breites Grinsen heraus. Unterstützt durch computergesteuerte und publikumsnah eingesetzte Stichflammen von 5-7 Metern Höhe oder Laser-Shows schaffen wir regelmäßig unvergessliche Momente, die für unsere überraschten Zuschauer so gar nichts mit dem üblichen Silvesterfeuerwerk zu tun haben.

Wie sehen Ihre Angebote für Firmenkunden aus? Welche Anlässe gibt es für Unternehmen bei Ihnen ein Feuerwerk zu buchen?

Robert Wittke: Firmen nutzten Feuerwerk längst nicht nur, um ihre Jubiläen zu Feiern, sondern zunehmend ganz gezielt für Kickoff-Events, Produkteinführungen, Roadshows, Kundenveranstaltungen, interne Vertriebsevents oder sogar auf Teambuilding-Events. Dabei hat jeder einzelne dieser Events einen ganz individuellen Anlass, einen Grund, warum er überhaupt stattfindet. Solch ein Grund könnte zum Beispiel eine Message sein, die man nach außen tragen möchte oder eine Erfahrung, die man einer bestimmten Gruppe von Leuten spürbar machen möchte. Wir machen uns sehr detailliert Gedanken über diese Kernmotivationen für ein Feuerwerk, um ganz genau zu verstehen, was sie bewirken sollen. Auf dieser Basis erarbeiten wir jedes Mal maßgeschneiderte Feuerwerkskonzepte, die oft über das eigentliche Feuerwerk hinausgehen und ganze Geschichten erzählen oder erlebbar machen.

Abbildung: Hamburger Hafen SternenGalerie Bildrechte: http://nilaypavlovic.jimdo.com/

Wer sind Ihre Konkurrenten? Und was haben Sie denen voraus?

Robert Wittke: Unsere Aufgabe ist es kaum uns gegenüber unserem Wettbewerb abzugrenzen. Unsere Mission sehen wir im Kern darin die Feuerwerks-Branche ins digitale Zeitalter zu führen, Feuerwerk auf diese Weise überhaupt in die Köpfe der Leute zu bekommen, die Produkte und Preise verständlich zu machen und für eine durchweg angenehme Service-Erfahrung zu sorgen. Diese kundenorientierte Denkweise ist gepaart mit unserer physischen  Abdeckung der gesamten Bundesrepublik und unserem enormen Fachwissen in allen Feuerwerksdisziplinen Alleinstellungsmerkmal der SternenGalerie. Darüber hinaus macht uns die Passion für die Geschichten, mit denen wir unsere Feuerwerke in den Gesamtkotext einer Veranstaltung einbetten, nicht nur Spaß sondern nochmals einzigartiger.

Wie ist die Idee entstanden? Und wie hat sich das Team zusammengefunden?

Robert Wittke: Die Idee für die SternenGalerie kam mir mit meinen beiden besten Freunden Simon und Clemens eines Nachts an einer Bushaltestelle. Wir waren schon seit Schulzeiten beste Freunde, und unsere Karrierewege hatten uns in die unterschiedlichsten Teile Deutschlands verschlagen. Die Idee war zu versuchen gemeinsam an Silvester Feuerwerk zu verkaufen, um mit diesem Projekt zu schauen, ob wir nicht nur als Freunde, sondern auch als Geschäftspartner funktionieren. Dass wir auf diesem Weg solch ein Nachfragepotenzial offen legen, hätte keiner von uns gedacht.

Sie und Ihre beiden Mitgründer sind Schulfreunde und wohnen sogar zusammen. Welche Vor- bzw. Nachteile gibt es in dieser Konstellation?

Robert Wittke: Die Herausforderung bei der Zusammenarbeit mit den besten Freunden ist natürlich, Berufliches von Privatem zu trennen. Das kann gerade bei Kritik schwierig sein. Unsere Freundschaft ist jedoch zum Glück sehr ehrlich und so bleibt Konfliktpotenzial selten lange unangesprochen. Im Ergebnis können wir uns gegenseitig blind vertrauen und kennen jeder unsere Stärken und Schwächen. Egal, welche Rückschläge wir mit unseren Unternehmen schon erlebt haben: Zwischen uns gibt es in letzter Konsequenz immer eine Freundschaft, die einem Hoffnung spendet und mit der wir bisher selbst die unüberwindbarsten Herausforderungen gelöst haben.

Für das kommende Jahr ist ein Online-Shop geplant. Wie gehen Sie die Sache an? Welche Herausforderungen bringt das mit sich?

Robert Wittke: Ja, genau. Wir sind in der Feuerwerksbranche absolute Vorreiter und stehen vor der Herausforderung, den Online- Vertrieb und das Marketing von Grund auf neu definieren zu müssen. Auch im internationalen Vergleich setzen wir mit der SternenGalerie Maßstäbe, denn unsere Erfahrungen mit der deutschen Branche finden wir auch im europäischen Ausland und in den USA wieder. Damit eröffnen sich nicht nur Wachstumspotenziale für die Zukunft, sondern auch ein besseres Verständnis für unsere Aufgabe: Wir leisten tatsächlich Pionierarbeit und können unsere Vorbilder nicht in derselben Branche finden, sondern müssen unsere Inspiration aus ganz anderen Branchen beziehen. Davon profitieren nicht nur wir, sondern die gesamte Feuerwerksbranche. Auf unserem Weg lernen wir stark von den Startup-Bewegungen aus San Francisco. Genau wie sie stehen auch wir vor der Herausforderung, völlig neue Wege zu definieren. Wir nutzen unseren engen Kundenkontakt, um die einzelnen Schritte eines Kunden von der Idee bis zum Kauf des eigenen Feuerwerkes genau zu verstehen. Erst durch diese Erkenntnisse sind wir in der Lage, den Prozess sukzessive online abzubilden und zu unterstützen. Wir experimentieren nicht nur mit unserer Website, sondern auch mit Google, Facebook und allen denkbaren Kanälen des Online- Marketings. Unser bisheriger Erfolg stimmt uns zuversichtlich, auf diese Weise als erste Marke für die Durchführung von Feuerwerken stehen zu können. Eine vertrauenswürdige Marke, von der man gerne online Leistungen einkauft.

Was sind Ihre Erwartungen an das Jahr 2015. Wird die SternenGalerie abheben wie eine Rakete?

Robert Wittke: Das Wachstum der SternenGalerie überrascht uns selbst ein wenig: Heute (am 13. Januar) haben wir bereits 20% unseres für 2015 antizipierten Jahresumsatzes erreicht. Das finden wir beachtlich, weil der für 2015 erwartete Umsatz eine Verdreifachung unseres Umsatzes 2014 voraussetzt, obwohl die SternenGalerie bereits 2014 um den Faktor sechs gegenüber dem Vorjahr gewachsen war.

Mit dem Wachstum und der steigenden Aufmerksamkeit bekommen wir immer mehr Anfragen für Feuerwerk auch außerhalb unseres Kerngeschäftes und die Anfragen für Feuerwerk im Ausland nehmen stetig zu.  

Für uns ist diese Entwicklung Anlass uns zu fokussieren: Natürlich fällt es manchmal schwer „nein“ zu sagen, aber genau solche Entscheidungen haben die SternenGalerie auch in der Vergangenheit schon stark gemacht. Im Fokus steht zunächst der deutsche Hochzeitsmarkt mit etwa 375.000 Eheschließungen pro Jahr. Trotz des starken Wachstums der SternenGalerie ist Hochzeitsfeuerwerk noch weit davon entfernt den Massenmarkt zu erreichen. Wir wollen lernen dieses Potenzial auszuschöpfen, bevor wir mit diesem Wissen gezielt in Ballungszentren im innereuropäischen Ausland vorstoßen oder weitere Segmente in den Fokus der SternenGalerie nehmen.

Vielen Dank für das Interview!

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