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12.02.16Leser-Kommentar

Unternehmensgründung

Start-up-Unterstützung vom Steuerberater

Auf Unternehmensgründer kommt meistens eine ganze Reihe neuer Aufgabenfelder zu, mit denen sie sich zuvor noch nicht beschäftigt haben. Sie kennen sich vielleicht mit Ihrer eigentlichen Geschäftsidee aus, haben aber noch nie im Versand, der Buchhaltung oder einer Marketing-Abteilung gearbeitet. Gerade in der Anfangsphase kommen weitere einmalige Tätigkeiten hinzu, mit denen sie nicht wirklich vertraut sind.

Quelle: Fotolia.com © Andrey Popov

Sie sollen einen Businessplan erstellen, Genehmigungen einholen, bei Lieferanten, Kunden und Partnern anfragen. Doch zum Glück müssen sie nicht alles alleine erledigen. Man kann sich an unterschiedlichen Stellen Unterstützung suchen, zum Beispiel Freunde fragen, die sich mit bestimmten Themen besser auskennen als man selbst oder etwas ähnliches schon einmal gemacht haben. Außerdem gibt es zu vielen Bereichen Schulungen. Wer jedoch nicht die Zeit hat, alles zu lernen und selber auszuführen, der kann Teilbereiche von Anfang an auslagern. Bestes Beispiel ist der Steuerberater, der einem viel Arbeit abnehmen kann.

Was ein Steuerberater leisten kann

Man sollte sich frühzeitig nach einem Steuerberater umsehen, dem man vertraut und der sich mit der Branche des neuen Unternehmens auskennt. Denn der Steuerberater leistet über die reine Steuerberatung und Erledigung der Steuererklärung am Ende des Jahres noch einige Dienste mehr:

  • Buchhaltung
  • Lohnabrechnung
  • Jahresabschluss
  • Einnahmenüberschussrechnung
  • Erstellung von Gutachten und Unternehmensbewertungen
  • Vertretung des Mandanten vor Finanzbehörden und -gerichten
  • Testamentseröffnung

Nimmt man diese Leistungen in Anspruch, kann man sich ganze Abteilungen sparen und das Unternehmen in der Gründungsphase entlasten. Wenn das Projekt gut anläuft, kann man mehr und mehr Aufgaben wieder selbständig ausüben. Man hat so aber nur eine Person, an die man sich wendet und die das Start-up nach kurzer Zeit gut kennt. So muss man Informationen und Erklärungen nicht mehrmals abgeben und nicht mit verschiedenen Dienstleistern kommunizieren.

Von der Branchenerfahrung profitieren

Da der Steuerberater sich in der Branche auskennt, kann er einem nützliche Tipps geben und Vergleiche mit der Konkurrenz anstellen. Dadurch weiß man, ob anfängliche Entwicklungen bedenklich sind und man seine Strategie ändern sollte oder ob diese für das Metier völlig normal verlaufen. Und er überprüft tagesaktuelle Meldungen und verfolgt Gesetzesänderungen und Ähnliches, sodass man auf sein Wissen, das up to date ist, vertrauen kann, wenn man beispielsweise selbst einige Jahre der Branche den Rücken gekehrt hat oder als Quereinsteiger beginnt.

Man sollte aber eine sorgfältige Auswahl des richtigen Steuerberaters vornehmen, um von diesen Vorteilen zu profitieren. Einen Steuerberater, der zu einem passt, zu finden, ist auf Grund einer strengen Regelung zur Werbung von Steuerberatern ähnlich wie bei Ärzten nicht so einfach. Man kann aber beispielsweise im Branchenbuch oder bei Vermittlungsportalen wie Steuerberaterguide fündig werden oder auf das Urteil von Freunden und Menschen in einer ähnlichen Situation vertrauen. Steuerberater darf sich jedoch sowieso nur nennen, wer nach der kaufmännischen Ausbildung oder einem Wirtschaftswissenschaftsstudium auch noch die Steuerberaterprüfung bestanden hat.

Die Vorteile eines Steuerberaters für Gründer

Über die oben genannten Arbeitsfelder, gehört zu den Tätigkeitsfeldern vieler Steuerberater aber auch die spezielle Beratung und Betreuung von Gründern. Der Steuerberater hilft einem bei der Erstellung des wichtigen Businessplans und berät einen bei der Entscheidung für eine Rechtsform. Für Freiberufler etwa kommt die GbR, die Partnergesellschaft oder eine spezielle GmbH in Frage. Es ergeben sich aber Unterschiede bei der Haftung, beim Mindestkapital oder den vorgeschriebenen Formalitäten, die je nach individueller Lage für die eine oder andere Form sprechen. Durch seine Erfahrung kann der Steuerberater einem zudem sagen, ob die Geschäftsidee an sich sowie der passende Businessplan erfolgversprechend sind und ob Förderer damit überzeugt werden können. Denn neben der zugrundeliegenden Idee muss auch das Gründungsteam, die Markt- und Konkurrenzsituation und eine detaillierte Kosten- und Finanzierungsaufstellung vorgestellt werden.

Rechnet sich ein Steuerberater?

Gerade vor der Gründung eines Unternehmens stellt sich fast bei jedem Aspekt die Frage nach dem finanziellen Aufwand. Viele Steuerberater bieten in dieser Situation aber erst einmal ein kostenloses Erstgespräch, in dem sie ihre Arbeit und die damit verbundenen Kosten darlegen, sodass man sich unverbindlich überlegen kann, ob eine Zusammenarbeit in der jeweiligen Situation ergiebig sein kann. Es muss kein Komplettpaket abgeschlossen werden, sondern man kann auch beispielsweise die Buchhaltung selbst machen und nur Steuererklärung und Jahresabschluss vom Berater ausführen lassen. Ein Steuerberater kann einem aber durch seine Beratung hinsichtlich der Rechtsform, Sparmodellen oder Vorteilen durch Auslandsbeziehungen gleichzeitig hohe Kosten einsparen. Er hilft außerdem bei der Kostenoptimierung in den Bereichen:

  • Einkommenssteuer
  • Umsatzsteuer
  • Gewerbesteuer

Private Beratung über die Unternehmensgrenze hinaus

Für den dauerhaften Erfolg eines Unternehmens ist aber auch die private Absicherung ein wichtiges Thema, damit etwa im Krankheitsfall die Mühe nicht umsonst war und man auch weiterhin ein Auskommen hat. Hierbei stehen ausgebildete Steuerberater ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite und informieren in den Bereichen Haftung, Finanzvorsorge, Patientenverfügung oder auch Erbfolge. Die Beschäftigung eines Steuerberaters sollte aus all diesen Gründen in vielen Fällen der Unternehmensgründung zumindest in Erwägung gezogen werden.

Kommentare

  • Peter K.

    27.02.16 (09:32:09)

    Ohne Steuerberater geht es nicht. Oftmals hat er hilfreiche Tipss auf die man alleine nicht gekommen wäre.

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