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09.06.11

Funpreneur-Wettbewerb

Start-up-Ideen realisieren mit ganz wenig Geld

Diese Start-ups müssen zum Start keinen Kredit aufnehmen: Beim Funpreneur-Wettbewerb der Freien Universität Berlin müssen 5 Euro ausreichen, um ein Geschäftskonzept an zu skizzieren. Doch gerade diese Herausforderung bringt jedes Jahr ganz besonders pfiffige Ideen ans Tageslicht.

Der Funpreneur-Wettbewerb macht seinem Namen alle Ehre - vereint er doch Pflicht und Kür für die Studenten der FU Berlin zu einer runden und lehrreichen Veranstaltung, für die es nachher sogar noch Punkte für den Bachelor gibt. Insgesamt 8 Wochen durchlaufen die teilnehmenden Studenten dafür ein Rundum-Programm vom Ideenfinden bis zum fertigen Businessplan und der Präsentation des Projekts.

Wie in jedem Semester ist der Funpreneur-Wettbewerb ein Tummelplatz guter Ideen, die nicht nur als Semesterprojekt überzeugen, sondern auch den Sprung in die Rentabilität und in die Aufnahme eines Geschäftsbetriebs schaffen. Noch ist der Funpreneur-Wettbewerb nicht zu Ende, doch profund, die Gründer-Initiative der FU, hat bereits einige originelle Projekte aus dem 21-Teilnehmer-Feld publiziert, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten:

Decelerate: Wer mit seinem Auto zu einer Party fährt, die wider Erwarten so gut ist, dass man auf sein Auto pfeift und sich den Getränken und der damit verbundenen Erheiterung hingibt, der wird sich auch schnell darüber bewusst, dass das eigene Gefährt schnell zum Klotz am Bein wird. Die Gründer von Decelerate bieten deshalb einen Service an, der darin besteht, den motorisierten Partymacher in seinem eigenen Auto nach Hause zu fahren. Kostenpunkt: Taxikosten plus 20 Euro.

Die Tantowierer: Tätowierungen werden im Allgemeinen als recht cool angesehen, doch bringen sie auch einige Nachteile mit, die einem die Coolheit gründlich madig machen können. Zum einen tut's beim Stechen weh und zum anderen muss man den Rest seines Lebens mit dem mehr oder weniger gelungenen Kunstwerk verbringen. Die Tantowierer hingegen machen den Sommer zu einer Tugend und liefern Schablonen aus, mit denen man seinen Körper bekleben kann, um die Stellen vor der Bräunung zu schützen, die nachher das coole Tattoo abgeben sollen. Und weh tut's nur, wenn man sich einen Sonnebrand einfängt.

Fachladen kooliaboolia: Junge Mode-Designerin? Talentiert? Kein Geld? - Auf in den Fachladen kooliaboolia, denn hier kann man sich monatsweise und günstig ein Fach mieten, um die erste Kollektion unter zu bringen. Verkauft wird sie dann von zwei jungen Damen, die dieses Gründungs-Konzept angepackt haben. Wer sich übrigens dafür interessiert, wie so ein Laden genau funktioniert, hat hier Gelegenheit, einen Blick in die Nürnberger "Fachmarie" zu werfen.

hundeguide Berlin: Hunde schnüffeln gern an Straßenenecken, rennen verrückt durch den Park, pinkeln an geeignete Bäume und teilen diese Leidenschaften auch oft und gern mit Ihrem Herrchen oder Frauchen. Gastwirtschaften, in denen Hunde nicht diskriminiert werden, Läden, wo sie sich eine fesche Frisur verpassen lassen können oder wo es lecker etwas zu snacken gibt - all das steht im hundeguide Berlin, einem weiteren Start-up des Funpreneur-Wettbewerbs. Und interessierte Werbepartner haben die beiden Gründer auch schon gefunden. Wau!

RESTaurant - Soziales Gründen hat in Berlin gerade Hochsaison, ein Beispiel hierfür findet sich auch beim Funpreneur-Wettbewerb. Die beiden Gründerinnen mieteten im Rahmen eines Kiez-Festivals für zwei Tage ein Restaurant und ließen einige Top-Köche der Stadt pro bono kochen. Alle Zutaten, die verwendet wurden, stammten aus den Lebensmittelspenden für die Berliner Tafel; zahlen mussten die Gäste, was Ihnen das Mal wert war. Die Einnahmen wurden gestiftet und alle waren satt und glücklich.

Tape that! - Streetart hat Hochkonjunktur - auch zu Hause. Zumindest hat Student Stephan Meissner immer recht viel Zuspruch für seine Bilder bekommen, die er mit Hilfe von Gaffatape an Wohnzimmerwände klebt. Warum nicht ein Start-up daraus machen und anderen Leuten für Geld das Wohnzimmer verschönern? Ab 50 Euro gibt es einen Original-Meissner!

So - da hat uns dieser studentische Wettbewerb einmal mehr gezeigt, dass wir uns nicht allzu lange den Kopf zerbrechen, fünf Euro aus dem Portemonnaie fischen und das Gründen anfangen sollten.

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