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14.05.10Kommentieren

Start-ups international

Spannende Start-up Ideen aus den USA, den Niederlanden und Israel

Gründer brauchen Input. zum Beispiel, wenn sie noch nicht so recht wissen, was sie als nächstes gründen sollen oder wenn sie ihr Geschäftsmodell effektiver gestalten wollen. Deshalb bekommen Sie an dieser Stelle, wie jeden Freitag, Einblicke in die Gründerwelten anderer Länder. Lesen Sie und lernen Sie heute von einem US-Unternehmen, das sich der Ahnenforschung verschrieben hat. Weiterhin von einem niederländischen Start-up, das einen neuen E-Commerce-Trend setzen will und einer israelischen Gründung, die ihr Geschäftsmodell wirklich gut versteckt. Viel Vergnügen!

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Spuck in mein Röhrchen und ich sage Dir wer Du bist

genebase.com - Bewohner von typischen Immigrationsländern wie den USA oder Australien leiden allesamt an einer chronischen Herkunfts-Neurose. Ständig scheinen Sie auf der Suche nach Ihrer Identität, Stammbaum-Portale wie myheritage.com boomen sonder Gleichen. Um dem Fass den Boden auszuschlagen, hat sich ein ganz neuer Trend im Heritage-Geschäft breitgemacht, nämlich das Testen, Katalogisieren und Vergleichen der eigenen Gene. Genebase bietet zu diesem Zwecke ein Set an, mit welchem man sich eine DNA-Probe entnimmt und sie von dem Unternehmen anlysieren lässt. Die mit vielen Fakten gefütterte Datenbank spuckt daraufhin aus, aus welcher Gegend die ganz persönliche Familien-Mutation stammt, wohin sich die genetischen Ursprünge verteilt haben und mit wem man unterwegs durch die Zeit noch so alles seine Gene geteilt hat.
Potential: Bei Amerikanern, die ein paar hundert Dollar zu viel haben, schlägt dieser Service ein wie eine Bombe. So genau wurde die Menschheit noch nicht vermessen, wie durch die genetischen Marker von genebase. Also wundern Sie sich nicht, wenn eines Tages Besuch aus Übersee vor Ihrer Haustür steht und mit einem Computerausdruck eines Karyogramms wedelt. Der Service wird hierbei geschickt vermarktet: Das Gesamtpaket, bei dem sowohl die väterliche Line, wie auch die der Mutter analysiert werden und kostet 238 Dollar in der Normalversion, eine exaktere Analyse ist für satte 318 Dollar zu haben. Wer nicht soviel ausgeben mag, muss ich mit einer der beiden Linien zufrieden geben, die gibt es für 119 Dollar bzw. 199 Dollar in der präziseren Analyse. Definitiv ein Service für Leute mit überflüssigem Geld - da auch in Deutschland die Vermögensschere immer weiter auseinanderklafft, ist es wohl auch hierzulande an der Zeit, vermehrt vermögende Käufergruppen anzuvisieren.

Kaufen ohne laufen

shopwithyourfriends.com - Was gibt es für die Damenwelt schöneres als ein gemeinsames Frühshoppen mit der besten Freundin am Samstag Morgen. Ja, so ticken Sie, die Mädels, dachten sich die Gründer dieses niederländischen Start-ups. Und warum sollten sie das nicht auch im Internet tun? Gedacht - Getan, machten sie sich an die Arbeit und entwickelten eine Webanwendung, die es ermöglicht, ein gemeinsames Shopping-Erlebnis zu virtualisieren. Dabei muss man sich die anwendung wie eine Art Zwiebelschicht vorstellen, die über der eigentlichen Seite liegt. Mit verschiedenen Werkzeugen kann man sich nun ans Shoppen machen: Man sieht den Mauszeiger des Anderen, man kann Artikel kommentieren und bewerten, man kann Bilder großzoomen und sich eine Bildergalerie aller Produktabbildungen ansehen. Und natürlich am Ende kann man auch kaufen.
Potential: Das Produkt ist ein B2B-Produkt. das heißt im Klartext, dass shopwithyourfriends seine Anwendung an Shopping-Seiten verkauft, die damit mehr Umsatz machen sollen. Die Idee ist shon nicht allzu schlecht angedacht, vor allem weil sie einen zukünftigen Anwendungstrend im Internet aufzeigt, das "Social Surfing", doch noch ist es nicht soweit und das Start-up steht als Pionier da. Eine konzeptionelle Schwäche ist gewiss, dass es noch gar kein gemeinsames Surfen und eShoppen gibt. Deshalb wird den Service wahrscheinlich am Anfang keiner nutzen. er setzt immerhin voraus, dass man sich vorher dafür verabredet hat. Hier müsste man das Publikum erst für dieses neue Phänomen sensibilisieren. Bei der Produktarbeit allerdings haben die Niederländer gute Arbeit geleistet. Die Website ist tadellos durchgestaltet, in frischer Web 2.0-Optik und verständlich erklärt. Allein das Logo, ein grinsender Smarty will nicht so recht das Thema illustrieren. Hier sollte man schon früh an einem geeigneterem Symbol suchen, das einen hohen Wiedererkennungs-Wert besitzt und neugierig macht macht. Um den Service noch auszubauen, sollte man noch Features einbauen, die auch einem Einzelshopper nützliche Dienste erweisen. Der Trend des "Social Surfing" aber sollte von Gründern beobachtet, wenn nicht antizipiert werden.

Eine nützliche Leiste, die man sich leisten kann

wibiya.com - Da sich immer noch viele Websites schwer mit der Integrierung von Social Media-Elementen tun, haben sich die Gründer von wibiya darauf verständigt, diesen Nachzüglern mit ihrem Service eine Nachhilfe-Stunde in Sachen Facebook und twitter zu erteilen. Dabei soll alles ganz einfach funktionieren. eine zusätzliche Overlay-Leiste beinhaltet alle Social-Media-Features, die man sich vorstellen kann: Google Buzz, twitter, facebook, youtube, Chat, Live-Daten (Benutzer online etc.) oder ein Übersetzungswerkzeug. Klickt man auf das betreffende Icon, schnappt ein Fenster hervor, welches en detail über die jeweilige Aktivität aufklärt: Was wurde zuletzt gepostet, getwittert oder kommentiert?
Potential: Womit genau wibiya Geld macht, ist schwer auszumachen. Allein ein kleiner Knopf auf der wibiya-Leiste fällt etwas aus dem Rahmen: Dort werden kleine Casual-Games angepriesen. Die Leiste an sich scheint recht nützlich zu sein, vor allem, wenn man wenig Schimmer von der Materie hat. Allerdings wirkt sie dennoch entweder wie ein Femdkörper in einem fremden Layout oder wird gar nicht erkannt. Für notorisch knappe Gründer ist dieses Tool auf jeden Fall eine nette und kostenneutrale Ergänzung für ihre Website, vor allem, wenn sie noch in den Kinderschuhen steckt. Sollten sich die wibiyaner tatsächlich mit der Verlinkung von Spielen oder anderen Seiten ihr Geld verdienen, ist die Geschäftsidee durchaus zu loben und für andere Konzepte, die ein Rück-Finanzierungs-Problem haben zu übernehmen.<//font>

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