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22.08.14

Aktienkauf

So vermeiden Sie Fehler

Viele Bundesbürger setzten noch immer auf vermeintlich sichere Häfen wie Edelmetalle, Tagesgeldkonten und Immobilien, wenn es um das Anlegen des eigenen Vermögens geht. Die Investition in Aktien erscheint vielen hingegen zu riskant – dabei können Sie das Risiko weitgehend kontrollieren, wenn Sie ein paar Tipps beachten.

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Emotionen ausblenden und langfristig vergleichen

Für ein Engagement am Aktienmarkt gibt es gerade derzeit einige schlagende Argumente: Minizinsen, Anlagenotstand und hohe Schwankungen beim Goldpreis sind nur einige davon. Trotzdem ist die Akzeptanz von Sparern bei Aktien gering: So gab es im Jahr 2001 (nach dem New-Economy-Boom) noch rund 12,8 Millionen Aktien- und Fondsbesitzer in Deutschland; 2013 waren es nur noch 8,9 Millionen. Grund hierfür ist hauptsächlich die Unsicherheit der Bundesbürger – dabei lassen sich die größten Fehler bei der Investition in Aktien einfach vermeiden. Wichtig ist vor allem, nicht zu kurzfristig zu denken. Viele Privatanleger vergleichen vor dem Kauf von Aktien nur die Kurse der letzten Monate, vergessen dabei aber die weiter zurückliegenden Krisen. Für einen sicheren Blick in die Zukunft sollten diese aber unbedingt berücksichtigt werden – denn viele Krisen wiederholen sich erst nach Jahren statt nach Monaten. Auch Emotionen sollte man so gut es geht ausblenden: Persönliche Abneigung zu einem Produkt eines Börsenunternehmens sollte nicht immer zu einer gleichzeitigen Ablehnung der Aktie führen – genauso ist es umgekehrt.

Eigene Gewohnheiten ändern

Auch vertraute Anlagen sollte man nicht immer bevorzugen: Viele Bundesbürger investieren hauptsächlich in Wertpapiere des Heimatmarktes – klar, die Medien berichten intensiver über deutsche Unternehmen als über ausländische Wettbewerber, und die Informationsbeschaffung ist dank der Muttersprache einfacher. Doch so nimmt sich der Sparer selbst die Chance auf eine möglichst breite Streuung und lässt sich Renditechancen entgehen. Wenn die Unsicherheit dennoch zu groß ist, ist es natürlich möglich, erst einmal klein anzufangen und die Streuung ins Ausland nach und nach auszubauen. Trotzdem sollte man die eigenen Fähigkeiten nie überschätzen – eine Schwalbe macht noch keinen Sommer! Bei Kursgewinnen werden viele Anleger oft übermütig – andersherum ist es mit Kursrückgängen: Nervös werden die Anteilsscheine wieder verkauft und somit häufig die nächste Aufwärtsbewegung verpasst.

Nicht durch Börsennachrichten verunsichern lassen

Hinzukommt, dass die Börsennachrichten von Anlegern häufig verzerrt wahrgenommen werden – besonders im Internet werden häufig „Horrornachrichten“ rasend schnell verbreitet, was Sparer verunsichert. Bei positiven Nachrichten hingegen findet oftmals ein regelrechter Run auf die entsprechenden Aktien statt – dass es sich aber wieder nur um ein kurzfristiges Bild handelt, welches häufig auch noch schwärzer beziehungsweise positiver gemalt wird, als es eigentlich ist, vergessen die meisten.
Möchten Sie also in Aktien investieren, sollten Sie sich genauestens informieren – zum Beispiel durch das regelmäßige Schauen der „Telebörse“ auf n-tv oder der „Börse vor acht“ im Ersten (hier geht's zum TV-Programm von heute auf www.hoerzu.de).

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