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07.07.10Kommentieren

Kolumne von Werner Arndt, MBPW

Schlußspurt in Phase 3 des MBPW

Jetzt geht’s noch mal um Ganze beim MBPW – und das im wahrsten Wortsinn. In der aktuellen Excellence Stage – Stufe 3 werden vollständige Businesspläne eingereicht, mitsamt der oft gefürchteten Finanzplanung. 57 Teams sind aus den Vorstufen dabei geblieben bzw. neu dazugekommen. Die Geschäftsideen sind dabei so vielfältig und individuell wie die Köpfe, die sie sich ausdenken. Werner Arndt, Geschäftsführer der MBPW GmbH, weist in seinem aktuellen Beitrag auf Trends und Gemeinsamkeiten hin.

Werner Arndt ist Geschäftsführer der MBPW GMbH.Werner Arndt ist Geschäftsführer der MBPW GMbH.

Branchen-Besonderheiten

Fast zwei Drittel der Teams sind diesmal privatwirtschaftliche Unternehmen, ein Drittel kommt aus Hochschulen, teilweise auch aus Forschungseinrichtungen. Wie oft in den letzten Jahren und auch in den diesjährigen Stufen 1 und 2 macht bei den Branchen "Information und Kommunikation" mit 51 Prozent den größten Teil aus. Sicher liegt das auch daran, dass hier ein Unternehmen relativ leicht aufgestellt ist, ein paar PCs, ein Server  – und natürlich mindestens ein heller Kopf – reichen oft schon. "Maschinenbau" bleibt mit 16 Prozent stabil. "Elektronik" geht mit 7 Prozent leicht, der Bereich "Nicht-Technisch" mit 11 Prozent deutlich zurück. Nochmal deutlich aufgeholt hat der Bereich "Chemie/Biologie/Life Science" mit jetzt 16 Prozent. Hier scheint zu gelten "ganz oder gar nicht“", denn schon seit Jahren überraschen die Life Science und Biotechnologie-Teams oft als Quereinsteiger mit ausgefeilten Businessplänen, die sie manchmal unmittelbar auf die vorderen Plätze katapultieren.

Was steckt dahinter?

B2B-Konzepte sind etwas stärker vertreten als Produkte und Dienstleistungen für Endkunden, vor allem im High-Tech Bereich. Maschinenbau- und auch Life Science Teams sprechen mit innovativen Verfahren und Technologien meistens Industrie-Kunden an. Im Bereich Information und Kommunikation sind  viele Teams dabei, die Plattformen für professionelle Zielgruppen entwickelt haben, z. B. bei der Mitarbeiter- und Auftragsakquise. Dabei wird oft das Grundprinzip von facebook & Co – "online sehen und gesehen werden" – auf diese Bereiche angewandt. Davon abgesehen werden immer mehr Geschäftsprozesse ins Internet verlagert. Dabei spielen teilweise auch  die Trends Crowdsourcing und Cloud Computing eine Rolle. Wer sich von den Gründern an Endnutzer richtet, versucht vor allem Orientierung und Filterung für die Vielzahl von vorhandenen Angeboten und Inhalten zu bieten.

Was kommt dabei raus?

Die Wirtschaft erholt sich – sie erholt sich nicht, Gründungen gehen weiter zurück – sie nehmen langsam zu, die öffentlichen Prognosen von Wirtschaftsexperten könnten unterschiedlicher nicht sein. Auch bei den Teams der Stufe 3 ist noch alles offen. Und selbst nach der Prämierung ist noch nicht in Stein bzw. auf die Urkunde gemeißelt, wessen Unternehmen langfristig am erfolgreichsten ist. Etwas schulmeisterlich gesagt: nicht für den Wettbewerb lernt man das Businessplan-Schreiben, sondern für den Markt!           

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