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18.06.13Leser-Kommentar

Crowdfunding und -investing

Sagen Sie uns ihre Meinung!

Alle wollen sie die Crowd. Sogar die erste Crowdinvesting-Konferenz hat schon stattgefunden. Doch was steckt wirklich dahinter? Welche Erfahrungen haben Sie mit Crowdfunding oder -investing gemacht?

Crowdfunding-Pioniere: Denis Bartelt und Tino Kreßner von Startnext

Auf förderland verfolgen wir schon länger den Hype um die Crowd. Anfangen hat alles in der Musikbranche. Auf Sellaband.com  konnten Musiker bereits im Jahr 2006 die Produktion ihrer Alben durch Fans vorfinanzieren lassen. Dessen Fans die Hürde von 50.000 US-Dollar zusammenlegten, die Band konnte im Tonstudio ihre Platte aufnehmen. Die Fans wurden zum Dank mit Konzertkarten und Alben beschenkt. Das Prinzip von Crowdfunding  ist bis heute gleich geblieben.

Vorreiter Kreativszene

Auch in Deutschland begann der Trend in der Kreativszene. Eine der bekanntesten Erfolgsgeschichten war wohl die Finanzierung des Kinofilms zur TV-Serie Stromberg. Nur innerhalb einer Woche investierten die rund 3000 Fans auf der Crowdfunding-Plattform myspass.de eine Million Euro. Nächstes Jahr kommt der Film in die Kinos, die Fans werden an den Verkaufserlösen beteiligt. Doch die meisten Projekten – ob Dokumentarfilm, ein neues Design-Magazin, oder ein veganes Straßenfest in Leipzig  – setzen ihre Startsumme kleiner, meist im vierstelligen Bereich an. Weitere Plattformen für Kreativprojekte sind inkubato , pling, startnext.de und visionbakery. Mit respekt gibt es auch eine Crowdfunding-Plattform für soziales Engagement.

Crowdinvesting in Start-ups

Allein im letzten Jahr wurden weltweit 2,7 Milliarden Dollar mit Crowdfunding eingesammelt. Da die Schwarm-Finanzierung so gut funktioniert, sind Start-ups schon längst auf den Zug aufgesprungen. Immer mehr Gründer nutzen das sogenannte Crowdinvesting, statt zu einer Bank zu gehen. Das funktioniert nicht nur schneller und günstiger, sondern bietet gleichzeitig ein Testpublikum, das zu Multiplikatoren wird und ein direktes Feedback der Investoren. Auf z. B. Innovestment, Seedmatch, Companisto und Bergfürst können sich Anleger an Start-ups ab einem bis 1000 Euro, je nach Plattform, beteiligen.

Drum prüfe, wer sich bindet ...

Dabei kann Seedmatch von den mittlerweile über 20 Crowdinvesting-Plattformen in Deutschland das größte Finanzierungsvolumen vorweisen: Fast 4,5 Millionen Euro hat die Crowdinvesting-Plattform an 36 Start-ups vermittelt. Doch im Gegensatz zu den kreativen Crowdfunding-Projekten, bei denen es sich vielmehr um Spenden als um Geldanlagen handelt, nehmen die Anleger beim Crowdinvesting ein hohes Risiko in Kauf, denn das Ausfallrisiko liegt bei hundert Prozent. Wer allerdings in ein erfolgreiches Start-up investiert, erhält am Ende nicht nur seine Investition zurück, sondern wird entsprechend seines Anteils beteiligt. Potentielle Investoren sollten sich also vor der Investition die Business-Pläne der Unternehmensgründer genau ansehen, um dann zu entscheiden, ob sich eine Beteiligung lohnt.

Im April dieses Jahres wurde das Thema zum ersten Mal Gegenstand einer Konferenz. Auch wenn sich im Bereich Crowdfunding und -investing einiges bewegt, waren sich die Experten der „Future of Crowdfunding“ in Berlin einig, dass Crowfunding hierzulande noch in den Kinderschuhen steckt. Gespannt beobachtet man die Entwicklung der Plattform Bergfürst, die aufgrund ihrer neuen Bafin-Lizenz den Anliegern über Aktien Beteiligungen von über 100.000 Euro ermöglichen kann.

Sagen Sie uns Ihre Meinung!

Nun wird viel über Crowfunding und -investing berichtet, doch wird möchten gerne die persönlichen Meinungen unserer Leser zu dem Thema kennenlernen. Was halten Sie von dieser Finanzierungsform? Haben Sie bereits über Crowdinvesting erfolgreich in ein Start-up investiert? Oder haben Sie Ihr eigenes Start-up über Crowdfunding finanzieren können? Erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen! Wir sind gespannt!

Kommentare

  • Jeannette Hagen

    18.06.13 (10:35:54)

    Ich habe selbst gerade eine Kampagne auf https://krautreporter.de/de/reportage-woronesch laufen und habe lange überlegt, ob ich es überhaupt mache. Warum? Weil der Bäcker doch auch nicht seine Kunden nach Mehl fragt, um Ihnen später die Brötchen zu verkaufen. Dann habe ich aber gedacht, dass auch wir Autoren/Journalisten neue Wege probieren müssen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ob das Geld nun zusammen kommt, steht in den Sternen. Gewonnen habe ich jetzt schon, denn die Kampagne hat mir neue Türen geöffnet. Was man allerdings bedenken muss - das Geld fließt kaum von allein. Ich habe die Stunden nicht gezählt, die ich bisher gebraucht habe, um die Werbetrommel zu rühren. Es sind jedenfalls viele und auch die sollten einkalkuliert sein.

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