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24.09.09Kommentieren

Interview mit Ingrid Weiss, ddm hopt + schuler

"Pflegen Sie eine offene und ehrliche Kommunikation"

Wenn es um Mitarbeiterführung geht, sollte sich der Vorgesetzte auch selbst einer eingehenden Betrachtung unterziehen. Denn Druck, Erwartungen und Begeisterung werden zumeist von oben nach unten weitergegeben. Erfahren Sie von Ingrid Weiss, Verantwortliche für Personal- und Rechnungswesen bei ddm hopt + schuler, was sie von verantwortungsvoller Personalpolitik zu berichten weiß!

Erfahren Sie von Ingrid Weiss, Verantwortliche für Personal- und Rechnungswesen bei ddm hopt + schulerErfahren Sie von Ingrid Weiss, Verantwortliche für Personal- und Rechnungswesen bei ddm hopt + schuler.

förderland: Was macht Ihrer Meinung nach einen guten Arbeitgeber aus?

Ingrid Weiss: Für einen Top-Arbeitgeber  ist es unabdingbar, dass er schnell und flexibel auf die Anforderungen seiner Kunden reagiert. Schwachstellen und Prozesse müssen systematisch analysiert und durchleuchtet werden.

Im Zentrum stehen immer der Kunde und die Lösung seines Problems. Unter Kunden versteht ein guter Arbeitgeber jedoch nicht nur die externen Auftraggeber oder Lieferanten, sondern auch alle Mitarbeiter des Unternehmens. Jeder ist in irgendeiner Form ein Kunde des anderen. Sei es, dass er eine Auskunft, eine Dienstleistung oder eine Ware von Kollegen erhält.

Was tun Sie, um Ihre Mitarbeiter zu motivieren oder bei ihnen gar Begeisterung für die Arbeit zu wecken?

Weiss: Mein Ziel sehe ich nicht darin, unsere Mitarbeiter zu motivieren. Ich möchte in Ihnen die Begeisterung für Ihre Aufgaben und Verantwortungsbereiche  wecken, so dass sie in sich ein Feuer entfachen und sich dadurch selbst motivieren.

Zum ersten stellt sich für mich bereits bei der Personalauswahl die Frage: „Welche Antriebe eines Bewerbers unterstützen unsere unternehmerischen Ziele“, bzw. anders gesagt: „Was kann der Bewerber dazu beitragen, dass sich unsere Unternehmensergebnisse verbessern?“

Zum zweiten bedarf es eines genau auf jeden Mitarbeiter zugeschnittenen Führungsstils.

Dazu erstellen wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitern einen individuellen Führungsleitfaden, der je nach Bedarf, also je nach persönlicher und fachlicher Entwicklung, angepasst  wird. In dem Führungsleitfaden werden die Werte, die Phase, in der sich der Mitarbeiter befindet, die Stärken und Schwächen sowie die Teamstärken berücksichtigt.

Dadurch stärken wir die Stärken unserer Mitarbeiter. Teams können stärkengerecht zusammengestellt werden, was sich wiederum positiv auf die Abteilungs- und in Folge dessen auch auf die Unternehmensergebnisse auswirkt.

Was sind typische Fehler, die bei der Mitarbeiterführung gemacht werden?

Weiss: Ich kenne eine Vielzahl von Fehlern. Einige davon habe ich selbst gemacht, bzw. habe sie erlebt. Vier der typischen Fehler sind für mich:

  • Die Führungskraft möchte ein perfektes Bild abgeben.
  • Eine Führungskraft hat nur positive Eigenschaften.
  • Führung ist eine angeborene Fähigkeit.
  • Die Führungskraft macht ihre Mitarbeiter abhängig.

Wie können Jungunternehmer eine gute Kommunikation möglichst frühzeitig in die Unternehmensphilosophie aufnehmen?

Weiss: Pflegen Sie eine offene und ehrliche Kommunikation. Geben Sie Ihren Mitarbeitern immer wieder Feedback.

Ein meisterhaftes Lob kann Wunder wirken, und auch Kritik ist besser als gar kein Feedback. Aber Sie sollten sich an die Kritik-Regel Nr. 1 halten und  niemals die Person selbst in Frage stellen.

Welche drei Tipps würden Sie jungen Gründern und Unternehmern für ihre Mitarbeiterführung mit auf den Weg geben?

Weiss:

  • Seien Sie authentisch und stehen Sie zu Ihren Stärken und Schwächen.
  • Schaffen Sie mit Hilfe von Systemen eine Kultur, in der nur Ergebnisse zählen.
  • Bauen Sie Vertrauen auf und fördern Sie Ihre Mitarbeiter, indem Sie sie fordern.

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