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28.01.13Kommentieren

Mobilität

Park it – Die Appkürzung zum freien Parkplatz

Parkplätze in Großstädten sind Mangelware. Für Zürich ist nun eine App erhältlich, die freistehende Privat- und Geschäftsparkplätze an Autofahrer vermittelt, die sich im innerstädtischen Verkehr die Suche erleichtern wollen: Park it ermittelt nahegelegene Parklücken und ermöglicht Buchung und Bezahlung via Smartphone.

Park It bringt Angebot und Nachfrage für private Parkplätze zusammen.Park It bringt Angebot und Nachfrage für private Parkplätze zusammen.

Nicht selten müssen Autofahrer lange durch die Straßen kurven, bis sich eine Lücke auftut. Wer die Nerven verliert und falsch parkt, riskiert teure Knöllchen. Und das, obwohl es durchaus freie Stellplätze gibt: vor Wohnhäusern bleiben private Parkplätze oft viele Stunden am Tag ungenutzt; hinzu kommen zahlreiche Parkmöglichkeiten vor Bürogebäuden, die außerhalb der Büro- und Öffnungszeiten verwaist sind.

Hier darf aber nicht jeder halten. Fahrzeuge, die dort ohne die Einwilligung des Parkplatzbesitzers abgestellt werden, können im schlimmsten Fall sogar abgeschleppt werden. Dabei wären viele Eigentümer bereit, einer öffentlichen Nutzung ihres Stellplatzes zuzustimmen, solange sie ihn selbst nicht brauchen. Genau hier setzt Park it an. Die App bringt Angebot und Nachfrage für private Parkplätze zusammen – mit Vorteilen für beide Seiten.

Schnelle Parkplatzsuche, einfache Buchung, bargeldlose Bezahlung

Park it ist im App Store gratis erhältlich. Einmal auf dem Smartphone installiert, zeigt die App alle verfügbaren Parkplätze in der Nähe des Autofahrers. Zu jedem werden die Adresse, der Preis pro Stunde und die Nutzungszeiten aufgelistet – der User kann so den Stellplatz auswählen, der für seine Bedürfnisse am besten geeignet ist. Dann geht es ganz schnell: Die Buchung ist an Ort und Stelle möglich, bezahlt wird mit Kreditkarte über das Smartphone und sollte der Parkplatz länger benötigt werden, ist auch die Ausdehnung der Parkzeit mit nur einem Klick ganz einfach.

Lukratives Geschäft für Parkplatzbesitzer

Für Eigentümer von Stellplätzen bietet Park it die Möglichkeit, nebenher – ohne viel Aufwand – Geld zu verdienen. Ohne sich einschränken zu müssen, können sie ihren Parkplatz immer dann zur Verfügung stellen, wenn sie ihn selbst nicht benötigen. Die Anmeldung erfolgt bequem von zuhause aus über die Homepage von Park it und kann jederzeit widerrufen werden.

So profitieren die Parkplatzbesitzer erheblich von einer Ressource, die andernfalls brachliegen würde. Wenn auch 35 Prozent des stündlichen Nutzungspreises als Provision an Park it abgeführt werden, die sich auf diesem Wege finanzieren, liegt der höchste Gewinn bei den Eigentümern.

Heute Zürich, morgen die ganze Welt?

Die Resonanz auf Park it könnte besser nicht sein: Innerhalb weniger Tage ist die App zur beliebtesten gratis Lifestyle App im Schweizer App Store geworden. Eine Expansion in weitere europäische Großstädte ist schon geplant. Die Park it-Gründerin Jasmin Samsudeen kündigt an: "Wir rekrutieren zur Zeit in weiteren Städten – unter anderem auch in Deutschland – Sales Teams, um schon mal Parkplätze auf die Plattform zu bekommen, damit wir unseren Usern genügend Parkplatzmöglichkeiten anbieten können."

Weniger Hektik, weniger Abgase, weniger Verkehr

Auch in ökologischer Hinsicht setzt Park it positive Impulse: Die ausgewiesenen Parklücken können gezielt angesteuert werden; langes Umherfahren wird dadurch überflüssig. Von der Eingrenzung des Suchverkehrs profitieren alle Verkehrsteilnehmer und nicht zuletzt die Umwelt.

Als Modell zur Optimierung des innerstädtischen Verkehrsaufkommens liegt Park it voll im Trend. Ein Umdenken bezüglich der Mobilität in Ballungszentren ist auch anderorts zu beobachten: Tendenzen zur Verkehrsberuhigung schlagen sich beispielsweise auch in der Idee des Carsharings nieder, wie es unter anderem von Car2Go betrieben wird. Die gemeinschaftliche Nutzung kleiner Fahrzeuge in Großstädten dient – ähnlich Park it – einer Entlastung der Innenstädte. Das auch Carsharing-Betreiber gerne auf kleine Autos, wie den Smart, setzen, macht deutlich, dass die Parkplatzproblematik auch hier eine ausschlaggebende Rolle spielt. 

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