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01.12.10Kommentieren

Interview mit Moritz Pagendarm, freiminuten.de

"O2 kannten wir noch aus der Zeit, als wir das eigene Mobilfunkprodukt vermarkteten"

Günstig online shoppen – und Freiminuten kassieren. So einfach funktioniert freiminuten.de. Aber wird das Angebot von den Kunden auch angenommen? Welches Geschäftskonzept steckt hinter dem Portal? Wie sind die Idee und die kürzlich bekannt gewordene Kooperation mit O2 zu Stande gekommen? Diese Fragen beantwortet Gründer und Geschäftsführer Moritz Pagendarm im Interview mit förderland.

Das Team von freiminuten.deDas Team von freiminuten.de

Hallo Herr Pagendarm, stellen Sie sich doch bitte unseren Lesern vor … Wer sind Sie und was machen Sie?

Moritz Pagendarm: Ich bin einer von vier Gründern der Speach Media GmbH. Die Gründer, das sind: Joe Tonne, Felix Müller, mein Bruder Anton und ich. Strategische Entscheidungen fällen wir grundsätzlich zusammen. Operativ bin ich der Geschäftsführer.

Im September 2010 haben Sie Freiminuten.de gestartet. Was bieten Sie Ihren Kunden? Und welches Geschäftskonzept steckt dahinter?

Pagendarm: Kurz gesagt: Online shoppen und kostenlos telefonieren! Das Geschäftskonzept ist ähnlich wie bei Loyalty- oder Cashbackprogrammen. Aber im Gegensatz zu herkömmlichen Cashback-Programmen wollen wir eine breitere Zielgruppe adressieren und die hohen Ansparzeiten für eine Prämienausschüttung reduzieren, die ja auch bei Loyaltyprogrammen wie Payback üblich sind.

Wie wird das Angebot von den Nutzern angenommen? Und: Nutzen Sie selbst Freiminuten.de?

Pagendarm: Klar nutze ich Freiminuten.de! Und das Angebot kommt wirklich gut an. Wir sind überrascht, wie viel die Kunden über uns einkaufen.

Wie ist die Idee zu Freiminuten.de entstanden?

Pagendarm: Der Ursprungsgedanke stammt von meinem Bruder: Eigentlich müsste man etwas von werbetreibenden Unternehmen dafür erhalten, dass man ständig die Werbung (unfreiwillig) konsumiert. Zum Beispiel könnten sie die Handyrechnung zahlen. Da wir keine Unternehmen gefunden haben, die dafür zahlen, dass man ihre Werbung anschaut, haben wir das Geschäftsmodell geändert.

Mit dem Gründerteam haben wir dann im letzten Jahr ein Mobilfunkprodukt mit dem angeschlossenen Bonusprogramm auf den Markt gebracht. Wir haben schnell gemerkt, dass das Bonusprogramm extrem gut funktioniert. Um schneller Reichweite aufzubauen, haben wir das Bonusprogramm dann für alle Prepaidprodukte geöffnet, indem wir das Bonusprogramm unter dem neuen Namen "Freiminuten.de" gelaunched haben.

Erst kürzlich konnten Sie O2 als Partner gewinnen. Wie kam die Kooperation zu Stande? Welche Vorteile ergeben sich für Sie, für O2 – und für Ihre Kunden?

Pagendarm: O2 kannten wir noch aus der Zeit, als wir das eigene Mobilfunkprodukt vermarkteten. Als wir dann beschlossen haben, uns strategisch als Serviceprovider für alle Mobilfunker zu positionieren, standen wir schon mit einigen Mobilfunkunternehmen in Kontakt, die Kooperationsinteresse bekundet hatten. Neben blau.de und Klarmobil ist O2 als erster MNO sofort voll mit uns in das Thema eingestiegen und so haben sich sehr schnell eine tolle Kooperationen entwickelt. Wir gewinnen dadurch an Bekanntheit und O2 ist der erste der vier deutschen MNOs, deren Vertragskunden unseren Service auch nutzen können.

Mitte 2010 erhielten Sie einen sechsstelligen Betrag vom Münchner Venture Capitalist Paua Ventures. Wie haben Sie das Geld investiert? Wie läuft die Zusammenarbeit?

Pagendarm: Das Geld haben wir vor allem in die Entwicklung der Plattform und in Marketing investiert. Einen VC wie Paua Ventures kann man sich nur wünschen. Sie sind ja selber noch ein junges Unternehmen und entsprechend motiviert ist auch das Team.

Was denken Sie sollten junge Gründer bei der Investorensuche beachten? Und von ihren Investoren erwarten?

Pagendarm: Ich habe für mich zwei Dinge gelernt: Erstens nützt es nichts, sich zu verstellen. Wenn man ehrlich ist und z. B. offen zugibt, wenn man gerade einmal etwas nicht verstanden hat, kommt man glaubwürdiger und sympathischer rüber. Und zweitens höre ich wieder auf mein Bauchgefühl. Manchmal war die ein oder andere Möglichkeit so verlockend, dass ich das schlechte Bauchgefühl einfach ignoriert habe. Diese Deals sind dann bestenfalls nichts geworden.

Was sind für 2011 Ihre Ziele mit Freiminuten.de?

Pagendarm: Wir wollen Freiminuten.de bei den Kunden etablieren. Wir wollen, dass unsere Partnershops und unsere Mobilfunkpartner weiter glücklich mit uns sind. Ansonsten genieße ich die Arbeit mit dem Team und unseren Partnern und das soll auch so bleiben.

Vielen Dank für das Interview!

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