<< Themensammlung Gründung

Aktuelle News für Gründer Selbstständige und Unternehmer

02.04.12Kommentieren

Gründerplus

Neue Crowdfunding-Plattform für E-Commerce crowdfundet sich selbst

Ein neues Crowdfunding-Angebot will sich ab nächster Woche im deutschen Markt etablieren. Damit es losgehen kann, will die Plattform für sich selbst sammeln. Um reizvolle Investments anbieten zu können,verfolgt Gründerplus einen Ansatz, der sich von den bisherigen Angeboten unterscheidet.

GRünderplusGRünderplus

Crowdfunding feiert seit einiger Zeit in Deutschland große Erfolge. Egal ob für Herzens-Projekte auf mysherpas oder zum kommerziellen Investment für Start-ups auf seedmatch – das System "Kleinvieh macht auch Mist" feiert einen Erfolg nach dem nächsten. Verdient wird hier meist über einen Anteil an der Spendensumme oder Shares an dem Start-up, das Anteile zum Verkauf anbietet.

Bei dem Projekt "Gründerplus", was nächste Woche an den Start geht, sieht der geschäftliche Hintergrund etwas komplexer aus.

Hinter "Gründerplus" steht die Leipziger Händlerbund AG – eine Plattform, die rechtliche Absicherung für Online-Shops anbietet. Diese wiederum betreibt einen E-Commerce-Inkubator namens Gründerplus. Hier werden Online-Handels-Start-ups nach bekannten Schemata großgepäppelt. Der Ansatz, den eigenen Inkubator mit fremden risikolosen Kapital aus der Crowd zu füttern ist dabei ziemlich clever: Man bekommt zusätzlichen Buzz und kostenlose Unterstützer für die Inkubator-Projekte, minimiert dabei gleichzeitig das eigene Risiko. Für den Crowd-Investor hingegen wird die Investition risikoärmer, da Inkubatoren meist eh auf verhältnismäßig sichere Pferde setzen. Allerdings informiert Gründerplus noch nicht über die Werte der Anteile und auch nicht über seine eigenen Anteile an den angebotenen Start-ups. Von den Modalitäten ist bisher nur so viel bekannt, dass, ähnlich wie bei seedmatch eine Mindestsumme von 50.000 Euro erreicht werden muss und eine Höchstsumme von 100.000 Euro möglich ist. Das Mindestinvestment beträgt 50 Euro. Abzuwarten ist auch die Menge der Anteile und Anreize, die Gründerplus selbst von sich anbietet. Wer hier zuschlägt räumt theoretisch mit jedem Investment mehrfach ab: Einmal mit dem Erlös aus dem Start-up und zusätzlich aus dem Gewinn der Crowdfunding-Plattform.

Der Start der Plattform kommt zu einem denkbar günstigen Zeitpunkt: seedmatch kann die Nachfrage des Markts nicht mehr stillen – die Anteile des letzten angebotetenen Startu-ps gingen in der Rekordzeit von 87 Minuten über den virtuellen Tresen. Da die Start-ups vor der Veröffentlichung einer sorgfältigen Prüfung unterzogen werden, ist die Frequenz der angebote entsprechend niedrig. Eine weitere Plattform, innovestment aus Aachen, setzt übrigens auf einen anderen Ansatz: Hier werden die Start-up-Anteile nicht sofort verkauft, sondern per Auktion, in der die Höhe der Anteile ausgehandelt wird, werden sie erst nach einem Monat abgewickelt. Das erfordert ein etwas engagierteres Kaufverhalten und ein sorgfältigeres Abwägen des Preises – also eher etwas für den erfahreneren Privat-Investor.

Start der Gründerplus-Crowdfunding-Auktion ist voraussichtlich am 20. 3. 2012, Start der Plattform um Mai herum.

Kommentare

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer