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04.10.12

peopleAG

Mikrojobs vermittelt per Smartphone

Der Rasen müsste mal wieder gemäht werden, die Zeit fehlt, mit dem Hund Gassi zu gehen, der Gebrauchtwagen in einer anderen Stadt vor dem Kauf müsste Probe gefahren werden: Solche Smartjobs und Smartjobber - diejenigen, die diese Aufgaben übernehmen - werden auf der Onlinebörse der people AG seit Mitte September vermittelt.

Marcus Reiner, Gründer und Geschäftsführer der peopleAGMarcus Reiner, Gründer und Geschäftsführer der peopleAG

Die Zahl der Alleinlebenden in Deutschland ist laut einer Studie des Statistischen Bundesamts auf 15,9 Millionen gestiegen. Gerade Single-Haushalte brauchen ab und zu bei alltäglichen Dingen Unterstützung. Das Köllner Start-Up-Unternehmen peopleAG hat den Trend der Smartjobs erkannt und führt Menschen, die Hilfe benötigen und Smartjobber, die die Aufgaben schnell und kostengünstig übernehmen zusammen: "Ich bin zuversichtlich, dass wir uns an die Spitze dieser Bewegung setzen können. Dann werden die Menschen eines Tages auch sagen: ‚Ich lass diesen Job einfach peoplen‘", so Marcus Reiner, Gründer und Geschäftsführer der peopleAG, optimistisch.

"Die Gesellschaft ein klein wenig revolutionieren"

Um Lohn-Dumping zu vermeiden, wird jeder Job sofort so vergütet, wie es der Auftraggeber für richtig hält ohne, dass vor einer angemessen Bezahlung eine Mindestanzahl erledigter Aufträge erledigt sein muss. So setzt das Kölner Start-up auf Fairness um sich von der Konkurrenz abzusetzen. Als weiteres Alleinstellungsmerkmal dient der Versicherungsschutz: Alle Jobs, die über die peooleAG vermittelt werden, sind über eine Versicherung automatische haftpflicht- und unfallversichert. Dieser Schutz schließt neben den Smartjobbern sogar die Waren und ihren Transport ein.

"Menschen vernetzen, Synergien erzeugen, die vorhandenen Ressourcen sowie das Hab und Gut aller besser für alle nutzbar machen und damit letzten Endes auch die Gesellschaft ein klein wenig revolutionieren: Kein geringer Anspruch, aber ein funktionierender Gedanke", erklärt Reiner. 

Bereits 15.000 Smartjobber bieten auf der Plattform ihre Hilfe an. Jeder ab dem 16. Lebensjahr kann sich registrieren und die kostenlose App herunterladen. Passt ein Auftrag zum eigenen Profil, bekommt der Smartjobber eine Benachrichtigung per E-Mail. Nimmt er den Auftrag an, werden beide Parteien ohne Umwege miteinander verbunden und können die Details besprechen.

"Wir bieten damit Leistungen von Privat für Privat. Andere Modelle bieten nur Angebote vom Business zu Privatpersonen und werden zudem äußerst knapp vergütet", so Reiner. "Bei uns wird erfahrungsgemäß unter 15 Euro kaum jemand vor die Tür geschickt – Aufgaben, die man von zu Hause aus erledigen kann, können natürlich günstiger sein." Die Zahlung wird über die peopleAG abgewickelt und auch die Qualitätskontrolle der Smartjobber erfolgt über ein Bewertungssystem auf der Plattform.

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