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16.03.08Kommentieren

Interview mit Ulf-Jost Kossol

"Mich reizt der Gedanke, eigene Ideen zu verwirklichen"

förderland im Gespräch mit Ulf-Jost Kossol - Gründer von demandR - über seine Aufgaben bei demandR, die Herausforderung, etwas völlig Neues zu starten und seine eigenen Wünsche.

Ulf-Jost Kossol, Gründer von demandR. Bild: demandRUlf-Jost Kossol, Gründer von demandR. Bild: demandR

förderland: Herr Kossol, wer sind Sie, was können Sie, was machen Sie?

Ulf-Jost Kossol: Ich bin gelernter Diplom-Kaufmann, 32 Jahre alt und bin gerade zum zweiten Mal Vater geworden. Seit 2001 bin ich selbstständiger Einzelunternehmer im Bereich Webdesign mit SP e-commerce, CMS und Affiliate-Marketing. Im August des gleichen Jahres gründete ich meine eigene Agentur, seit August 2007 gibt es die Kossol Media GmbH in Dresden.

In dieser Funktion entwickelte ich aus einer Idee heraus das Konzept zu demandR und befasse mich zum jetzigen Zeitpunkt mit der Weiterentwicklung und der strategischen Ausrichtung der Nachfrageplattform sowie dem Marketing. Zusätzlich koordiniere ich die Arbeiten und Beiträge aller am Projekt beteiligten Agenturen und Dienstleister.

Durch meinen Einstieg in die Selbstständigkeit konnte ich meine Fähigkeiten besonders in der Planung, Konzeptionierung und Steuerung von Prozessen aufbauen und weiterentwickeln. Meine Führungserfahrung und der Umgang mit Managementprozessen gingen einher mit meiner Position als Gründer und Geschäftsführer der Kossol Media GmbH.

förderland: Wie ist Ihre Geschäftsidee entstanden?

Kossol: Auf die Idee zu demandR bin ich gekommen, als ich einen gebrauchten Kleinwagen suchte und mich durch zig Portale und Anzeigenblätter wühlen musste. Leider fand ich dort keine passenden Angebote zu Gebrauchtwagen. Das raubte mir viel Zeit und Nerven. Es gab einfach kein Portal, wo ich so eine Art Kleinanzeige einstellen und man mir direkt hierzu passende Angebote schicken konnte.

förderland: Wie funktioniert DemandR genau?

Kossol: demandR funktioniert ganz einfach wie ein Nachfragescout. Der User sucht ein Produkt, eine Dienstleistung oder eine Kombination aus beidem und trägt sein Gesuch bei demandR.com ein, beispielsweise die Suche nach einem Handy, einem Notebook oder einen Londontrip mit Übernachtung und Stadtrundfahrt. Dann braucht er nur auf Angebote zu warten, von denen er sich das passende aussucht. Das Geniale daran ist, dass die Angebote individuell auf die Wünsche des Users zugeschnitten sind und demandR für User kostenlos ist.

Der Anbieter bezahlt einen Euro Vermittlungsgebühr, um mit dem Nachfrager in Kontakt zu treten. Das ist doch ein unglaublich günstiges Geschäft für den Verkäufer - wo sonst bekommt er schon einen fast sicheren Verkauf für lediglich einen Euro? Allerdings muss der Anbieter sich die Zeit nehmen, ein individuelles Angebot zusammenzustellen und auch einige Male nachzubessern, bis der Kunde zufrieden ist. Das kann übrigens auch ganz bequem über das demandR-Portal geschehen oder während eines Telefonats nach dem Kontaktkauf. Schnelligkeit in der Angebotserstellung und Qualität der Angebote bei fairem Preis werden künftig entscheidende Faktoren sein. Während der Beta-Phase, die ungefähr bis Mitte Mai dauert, bekommt er die ersten zehn Kontakte zu heißen SalesLeads gratis geschenkt.

förderland: Wollten Sie schon immer Ihr eigener Chef sein? Was reizt Sie an der Selbstständigkeit?

Kossol: Selbstständig wollte ich schon immer sein. Mich reizt der Gedanke, eigene Ideen zu verwirklichen und zu sehen, wie sich die eigenen Projekte weiterentwickeln.

förderland: Womit wollen Sie letztendlich Geld verdienen? 

Kossol: Das Geschäftsmodell ist recht simpel: Wir verdienen Euro sobald ein User einen Nachfrager-Kontakt kauft. Und: Wir bieten jedem, der passende Anbieter auf das Portal holt, an, dass er mit dem vierstufigen Vergütungsmodell mit 14 Cent (1. Stufe), 3 Cent (2. Stufe), 2 Cent (3. Stufe) und einem Cent (4. Stufe) teilhaben kann – und das lebenslang.

förderland: Der lange Weg von der ersten Idee bis zum tatsächlichen Launch Ihres Portals - welche Hindernisse mussten Sie aus dem Weg räumen?

Kossol: Zuerst einmal ist es gar nicht so leicht diesen völlig neuen Ansatz zu kommunizieren. Bei uns reagiert nicht der Konsument auf ein Angebot des Anbieters sondern umgekehrt und das müssen wir gerade auf Seiten der Anbieter klar formulieren. Außerdem ist die Suche und Auswahl der passenden Dienstleister unerwartet schwierig und zeitaufwändig. Aber wir sind felsenfest von unserem Konzept überzeugt und lassen uns nicht aus der Ruhe bringen.

förderland: Was würden Sie sich gerne mal bei DemandR wünschen?

Kossol: Genau das Angebot für einen gebrauchten Kleinwagen zu bekommen, auf das ich schon warte, nämlich mit meiner Anfrage auf demandR.com. Also liebe Kleinwagenhändler: Einfach mal bei demandR vorbeischauen und mir ein Angebot unterbreiten…

förderland: Vielen Dank für das Gespräch.

© 2008 förderland

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