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22.04.09Leser-Kommentar

Inspiration

Marketing-ABC

Marketing ist ein weites Feld, das wir in unserem Marketing-ABC für Sie beackert haben. Neben "Klassikern" wie "B2B-" oder "Online-Marketing", stellen wir Ihnen auch ein paar Exoten vor, wie etwa "Just in Time Purchasing" oder den "AOI-Ansatz". Lassen Sie sich für Ihr eigenes Marketing inspirieren.

AIO-Ansatz
Der AIO-Ansatz wird im Lifestyle-Marketing verwendet. Anhand von Activities, Interests und Opinions der Menschen werden bestimmte Marktsegmente bestimmt. Der so definierte Lebensstil dieser Teilgruppen ist die Art und Weise, wir sie ihre Zeit verbringen und ihr Geld ausgeben. Man geht davon aus, dass der Lebensstil das Konsumverhalten von Menschen wesentlich prägt.

B2B
Business-to-Business (oder B2B) ist einen Form des Investitionsgüter-Marketings, d. h., dass Produkte vermarktet werden, die Unternehmen zur eigenen Leistungserstellung benötigen. Dies können Anlage- oder Systemgeschäfte sein. Oft sind die Produkte individuell entwickelt, wodurch der persönliche Kontakt und die enge Zusammenarbeit mit den Unternehmen zur Voraussetzung werden.

Corporate Communication
Corporate Communication
bezeichnet die Kommunikation eines Unternehmes, einerseits mit ihren Zielgruppen, andererseits aber auch innerhalb des Unternehmens selbst. Die Form der Kommunikation wird dabei einheitlich angelegt, um das Image des Unternehmens und der Wiedererkennungswert zu steigern.

Digital Divide
Unter Digital Divide versteht man die Spanne zwischen denjenigen, die Zugang zum Internet haben und denen, die keinen Zugang haben. Obwohl die Verbreitung und Verfügbarkeit des Webs sich in den letzten Jahrzehnten stark entwickelt hat, hat global nur eine Minderheit ständigen Zugang zum Internet. Auch im Marketing, vor allem im internationalen Bereich, bleibt zu beachten, dass - je nach Zielgruppe - viele Bevölkerungsgruppen keinen beständigen Zugang zum Internet haben.

E-Mail-Marketing
Das E-Mail-Marketing hat sich in den letzten Jahren als effiziente und kostengünstige Methode des Marketings etabliert. Durch die Einteilung in Empfängergruppen, können ohne großen Aufwand mehrere Empfänger gleichzeitig angeschrieben werden. Durch Zusätze können E-Mails außerdem schnell personalisiert werden. Doch gerade in diesem Bereich des Marketings müssen verschiedene rechtliche Bedingungen erfüllt werden. Ein Beispiel ist die Einverständniserklärung der Empfänger, einem bestimmtem E-Mail-Verteiler anzugehören.

Foreign Consumer Culture Positioning
Durch das Foreign Consumer Culture Positioning werden Marken mit bestimmten ausländischen Kulturen in Verbindung gebracht. Dabei wird auf bestehende Assoziationen zurückgegriffen, wie z. B. die "französische Küche", "italienische Schuhe", usw. Durch die Vermarktung eines Produktes unter Rückbezug solcher Assoziationen empfinden die Empfänger der Werbebotschaften das Produkt als hochwertig und speziell.

Guerilla-Marketing
Im Guerilla-Marketing wird die Eigendynamik der Medien genutzt, um das eigene Produkt zu vermarkten. Ziel ist es auf ungewöhnliche Weise die Aufmerksamkeit der Medien zu erlangen, z. B. durch selbst inszenierte Ereignisse, sodass diese die Werbebotschaft in Form von Berichterstattung weitertragen. 

House of Brands
Das House of Brands ist Bestandteil der Markenarchitektur, welche die Gesamtstruktur der Marken eines Unternehmens bezeichnet. Während beim Branded House die Unternehmensmarke dominiert und die Submarken keine größere Rolle spielen, bedeutet das House of Brands, dass Einzelmarken ohne ein verbindliches Markendach geführt werden. Die Vorteile liegen hier in der vereinfachten Produktinnovation sowie der eigenständigen Produktassoziation.

Ingredient Branding
Das Ingregient Branding ist eine Form des Cross-Marketing, bei welchem zwei Marken zusammen verwendet werden, um ein Produkt zu vermarkten. Dabei kann man das Co-Branding vom Ingredient Branding unterscheiden. Ersteres zeichnet sich durch eine gleichberechtigte Partnerschaft aus, während das Ingredient Branding meist aus einer Wirts- und einer Komponentenmarke besteht. Komponentenmarken können entweder nicht sinnvoll alleine verwendet werden, oder brauchen eine bekannte Marke, um den Absatz des Produktes zu steigern.

Just in Time Purchasing
Das Just in Time Purchasing wird hauptsächlich im Investitionsgüter-Marketing verwendet. Es bedeutet lediglich, dass ein Angebotssystem generiert wird, dass es ermöglicht, die nachgefragten Produkte sofort zu liefern. Ein entscheidender Vorteil ist, dass Lagerhaltungs- und Produktionskosten sowie Zeit gespart werden. Vor allem in der Automobilindustrie wird das Just in Time Purchasing häufig verwendet. Zulieferer siedeln sich teilweise neben Automobilproduzenten an, um so noch mehr Zeit zu sparen.

Key Account Management
Durch das Key Account Management wird eine stärkere Konzentration auf kleine Zielgruppen gelegt, die dafür eine höhere Kaufkraft aufweisen. Bei diesem Modell ist die Entwicklung der Beziehung zwischen Verkäufer und Käufer wichtig. Viele erfolgreiche Anwender des Key Account Managements haben elaborierte Verkaufsstrategien entwickelt, die sie hauptsächlich im persönlichen Gespräch umsetzten. Die Vermarktung ihrer Produkte erfolgt demnach personalisiert und direkt.

Launching Strategies
Launching Strategies sind Strategien, um ein Produkt oder eine Marke in den Markt einzuführen. Die gängigen Strategien kombinieren Preis und Werbung, um den Markt entweder schnell oder langsam zu durchdringen bzw. abzuschöpfen. Neben den Produktpreisen und Vermarktungskosten können auch Produktions- und Logistikkosten eine Rolle spielen.

Me Too
Me-Too-Produkte sind ein Charakteristikum der modernen Märkte und bezeichnen die Austauschbarkeit von Produkten. Das bedeutet, dass Produkte nicht mehr einzigartig sind, sondern durch ihre Imitationen vielfach ersetzbar werden. Ein Beispiel wäre Nutella – welches durch etliche Variationen von Aldi, Lidl, Real, usw. ersetzt werden kann.

Neuro-Marketing
Für das Konzept des Neuro-Marketings bekam der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Vernon Smith 2002 den Nobelpreis. Er beschäftigte sich mit der Arbeitsweise unseres Gehirns und versuchte daraus Schlüsse über das Kaufverhalten der Menschen zu ziehen. Diese Erkenntnisse können gezielt im Marketing eingesetzt werden. Bestimmte Anreize lösen dabei ein erwünschtes Verhalten aus, wie z. B. ein Produkt zu kaufen.

Online Video Advertising
Online Video Advertising meint Werbung in Form von Videos im Internet. Aufgrund hoher Bandbreiten und der zunehmenden Verdränung des TVs durch das Internet wird diese Webeform immer beliebter. 

Push- und Pull-Marketing
Bei dem Push- und Pull- Modell geht es um zwei verschiedene Möglichkeiten, ein Produkt abzusetzen. Beim Push-Marketing erfolgt die Vermarktung über den Einzelhändler, welcher die Produkte vom Großhändler angeboten bekommt. Beim Pull-Marketing, macht der Großhändler das Marketing selbst und die Einzelhändler fragen das Produkt bei ihm nach.

Qualitative Research
Die qualitative Forschung wird neben der quantitativen im Bereich der Marktforschung verwendet. Im Gegensatz zur quantitativen Forschung, welche sich auf einen größtmögliche Anzahl von Befragten konzentriert, versucht die qualitative Forschung, Gründe für das Verhalten von Menschen zu klären. In Form von Interviews oder ausführlichen Fragebögen werden Informationen über Markt- und Kaufverhalten gewonnen. Diese sind im Marketing für die Gestaltung von Kampagnen und Werbestrategien besonders wertvoll.

Relationship-Marketing
Das Relationship-Marketing orientiert sich an den Phasen einer Geschäftsbeziehung. Es wird je nach Ziel des Unternehmens angewandt, d. h., ob es Neukunden gewinnen möchte (Recruitment), seine Kunden binden möchte (Retention), oder aber verlorene Kunden zurückgewinnen möchte (Recovery). Man spricht hier von den 3Rs des Relationship-Marketings, welche das klassische Marketing nicht ablösen, sondern lediglich um einen neuen Blickwinkel, den sogenannten Outside-In, ergänzen wollen.

Suchmaschinenoptimierung
Wenn Sie ein Produkt im Internet suchen, werden Sie zunächst eine Suchmaschine nutzen. Damit die Produkte eines Unternehmens an erster Stelle erscheinen, gibt es bestimmte strukturelle und technische Bedingungen, nach der eine Internetseite aufgebaut werden muss. Verlinkungen und Schlüsselwörter, sogenannte Keywords, spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Tyranny of Choice
Die Tyranny of Choice beschreibt das Problem des Kunden, eine Wahl zu treffen, obwohl dieser eigentlich nicht gewillt ist, seine knappsten Ressourcen - Zeit und Aufmerksamkeit – dafür zu opfern. Gleichzeitig sind die Produkte sich so ähnlich, dass eine Entscheidung zwischen Produkten redundant erscheint. Die Herausforderung für den Marketeer liegt also darin, sein Produkt herauszuheben und den Kunden zu motivieren, sich mit diesem auseinander zu setzen – und es bestenfalls zu kaufen.

Unternehmenslogo
Das Unternehmenslogo ist Bestandteil des Corporate Designs eines Unternehmens. Es sollte unverwechselbar gestaltet sein, einen hohen Wiedererkennungswert besitzen und untrennbar mit dem Unternehmen assoziiert werden. 

Vividness
Das Konzept der Vividness von Marken gehört in den Bereich des Marken-Images und der Markenbekanntheit. Bei der Vividness spricht man von "inneren Markenbildern". Das bedeutet, dass durch eine bestimmte Marke die Assoziationen von Klarheit und Lebendigkeit hervorgerufen werden. Das Beispiel des Marlboro-Cowboys demonstriert besonders plakativ die Vividness im Vermarktungskonzep einer Marke.

Word-of-Mouth-Marketing
Das Word-of-Mouth-Marketing ist im Prinzip nichts anderes als die gute alte Mund zu Mund Propaganda. Diese erlangt in Zeiten der Reizüberflutung und Werbemüdigkeit immer mehr Bedeutung. Über Empfehlungen und Hinweise von Bekannten und Freunden werden Werbebotschaften weitergegeben. Das oben erwähnte Guerilla-Marketing benutzt gezielt diese Mechanismen. "Man spricht halt drüber."

X-Media-Kampagnen
In X-Media-Kampagnen (oder auch Cross-Media-Kampagnen) werden verschiedene Medien verwendet, um eine Werbebotschaft zu vermitteln. Besonders häufig wird die Kombination von Zeitschriften und Plakaten, oder Zeitschriften und Werbefilmen genutzt. Häufig ist mittlerweile jedoch auch die Kombination von Internet, E-Mail und SMS-Botschaften zur Vermarktung eines Produktes.

Youth Obesity
Das Youth Obestity ist Bestandteil der Diskussion um das Ethical-Marketing. Hier geht es darum ethische Werte zu verteidigen, die es verbieten bestimmte Produkte anzupreisen. Im speziellen Fall der Youth Obesitiy zielt die Kritik auf die Vermarktung von Fast-Food-Ketten ab, welche die ungesunde Ernährung von jungen Leuten provozieren. Weitere Produkte, die ständig unter die Kritik des Ethical Marketing fallen, sind Alkoholika und Zigaretten.

Zielgruppe
Konzipiert man eine Werbe- oder Marketingstrategie, sollte man immer die Zielgruppe im Auge behalten. Zielgruppen können sich ganz unterschiedlich zusammensetzen. Zum Beispiel können Zielgruppen regional bestimmt werden, oder nach Altersgruppen, aber auch nach Verhaltensmuster und Berufsgruppen.

Kommentare

  • Mag. Wolfgang A. Engel

    23.04.09 (11:02:59)

    In Ihrer ansonsten guten und empfehlenswerten Liste fehlt der Begriff "Trojanisches Marketing"! (siehe die genannte URL).
    MfG

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