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08.06.09

Trends

KfW-Gründungsmonitor 2009: Abwärtsdynamik gebremst

Im Rahmen des KfW-Gründungsmonitors wurden 50.000 Personen telefonisch zum Gründergeschehen in Deutschland 2008 befragt. Die Studie liefert interessante Zahlen zu Beschäftigungseffekten, der Bestandsfestigkeit, der Finanzierungsstruktur und den Finanzierungsschwierigkeiten von Gründungen.

Herausragendstes Ergebnis der Studie: Der in den vergangenen Jahren zu verzeichnende rapide Abschwung im Gründungsgeschehen hat sich deutlich verlangsamt. Die Gründerzahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 7 % zurückgegangen. Die Zahl der Gründer im Vollerwerb hat sich dabei um 5 % erhöht, während die Zahl der Nebenerwerbsgründer um 14 % gesunken ist. Für das laufende und auch das kommende Jahr wird – angesichts inzwischen stark steigender Erwerbslosenzahlen – ein Anstieg der Gründungen aus der Arbeitslosigkeit, aber kein Gründungsboom wie in den Jahren 2003 und 2004 erwartet.

Besonderes Augenmerk legte der KfW-Gründerungsmonitor in diesem Jahr auf das Thema "Finanzierung", das gerade im Zuge der aktuellen Finanzkrise immer mehr in den Mittelpunkt rückt. Laut der Befragung kommen nur 8 % der Gründer gänzlich ohne Mittelbedarf aus. Ein Großteil der Gründer mit Mittelbedarf (44 %) gibt einen Gesamtmittelbedarf von unter 5.000 EUR an, während nur rund 10 % einen Gesamtmittelbedarf von über 50.000 EUR aufweisen. Ein erheblicher Anteil der Gründungsprojekte wird mit eigenen Mitteln der Gründer finanziert. 66 % der Gründer mit finanziellem Mittelbedarf setzen ausschließlich eigene Mittel ein, während weitere 27 % sowohl eigene als auch externe Mittel, wie beispielsweise Bankkredite, Förderdarlehen oder Förderzuschüsse der Bundesagentur für Arbeit nutzen. Der Anteil derjenigen Gründer mit Finanzierungsbedarf, die Mittel externer Kapitalgeber eingesetzt haben, ist in den letzten zwei Jahren um gut 20 Prozentpunkte auf ein Drittel (34 %) gefallen.

Hier finden Sie alle Ergebnisse des KfW-Gründerungsmonitors 2009.

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