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17.01.12Kommentieren

Kolumne von Werner Arndt, WACKSTUM GmbH

Kapital für soziale Geschäftsideen?

Immer mehr junge und jung gebliebene Entrepreneure wollen Ideen verwirklichen, die Verbesserungen im Zusammenleben von Menschen und die Verbesserung von Umweltbedingungen zur Grundlage haben.

Werner Arndt, Geschäftsführer der WACKSTUM GmbHWerner Arndt, Geschäftsführer der WACKSTUM GmbH

Die Chancen für diese Selbstständigen, Gründer und Unternehmer sind günstig. Die Aufmerksamkeit für diese Ideen wird größer, der Finanzierungsmarkt für diese Mutigen ebenso. Immer auffallender werden die Initiativen, die Social Business, Social Entrepreneurship und Corporate Social Responsibility unterstützen. Der Boden für diese jungen Unternehmer ist bereitet. Business Angel wollen neben ihren "normalen" Investments auch gesellschaftlich "gute" Projekte finanzieren. Große Unternehmen nutzen die Möglichkeiten, sich mit der Corporate Social Responsibility ein anderes, eventuell neues Image zu geben oder mit Inbrunst die Bekämpfung sozialer Missstände zu unterstützen. Die Angebote der GLS-Bank und der Bank Sarasin werden durch Angebote von mindestens zwei Venture Capital Fonds in München ergänzt.

Trotz dieser guten Voraussetzungen kommen diese engagierten Selbstständigen, Unternehmer und Gründungswillige nicht umhin, ihre guten Ideen zu Geschäftsideen zu entwickeln. Hierbei taucht der gute alte Businessplan wieder auf. Eine auch noch so gute soziale Geschäftsidee muss sich rechnen und über eine längere Zeit Bestand haben. Sie benötigt alle Elemente eines Businessplans, die einem Kapitalgeber das Vertrauen geben, in die richtigen Personen zu investieren, die auch selbst ein Interesse haben, von der Idee einige Jahre leben zu können. Der Umfang des Businessplan ist dabei nicht das Entscheidende, sondern wie immer, das Geschäftsmodell, die Machbarkeit und Überlebensfähigkeit der zu Grunde liegenden Ideen.

Wichtig ist heute in allen Fällen von Social Entrepreneurship, dass Kapitalgeber und betroffene Stakeholder – Personen, die an dem Wirken der Idee und der Social Entrepreneure ein Interesse haben - mit diesem Businessplan auch Messziffern erhalten, die zeigen, in welchem Ausmaß sich die Gesellschaft und deren Zusammenleben verbessert. Gegenwärtig sind u.a. die Social Entrepreneurship Akademie und die Jury des Ideenwettbewerb LEUCHTTURM dabei, Regel und Messwerte zu ermitteln, um aus den vielen Betreibern von Social Entrepreneurshipideen die notwendigen Argumentationshilfen für die Einwerbung von Finanzierungsmittel zu geben.

Investoren werden am besten vom geplanten Social Impact überzeugt: Was verbessert diese Geschäftsidee und wie kann man das Ergebnis messen und beschreiben? Geld ist genügend da. Man muß es nur mit einem guten Team und einem guten Businessplan anlocken können.


Über den Autor
Werner Arndt (Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing.), geb. 1950 in Berlin, ist seit 2010 Geschäftsführer der WACKSTUM GmbH, der Wagnis Kapital Managementgesellschaft mbH und seit 2011 zusätzlich Vorstand des gemeinnützigen Vereins LEUCHTTURM e.V. Er war von 1998 bis 2010 Geschäftsführer der Münchener Business Plan Wettbewerb GmbH bzw. MBPW GmbH. Davor war er über 30 Jahre in der High-Tech-Industrie tätig.

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