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03.11.09

Diskutabel

Ist die Online-Gaming-Branche ein Vorbild für deutsche Web-Start-ups?

Die Dwight Cribb Personalberatung aus Hamburg kommt auf der Grundlage einer aktuellen Marktbetrachtung zu folgender Einschätzung: Während deutsche Internet-Unternehmen gemeinhin als schnöde Copy-Cats gelten, geben Online-Gaming-Start-ups aus Deutschland international mit den Ton an. Die deutsche Internet-Wirtschaft müsse sich stärker mit der Online-Games-Szene vernetzten, wenn sie international erfolgreicher werden will, heißt es. Wie ist Ihre Meinung?

Hierzulande habe sich eine äußerst innovative Szene international erfolgreicher Online-Gaming-Unternehmen entwickelt, der es mit eigenständigen Konzepten gelingt, große Traffic-Mengen äußerst rentabel zu monetarisieren. Travian, Gameforge, Innogames, Frogster Interactive, Gamigo und Big Point werden als Beispiele genannt. Auch die vermeintlichen Gründe für den Erfolg der heimischen Gaming-Branche wurden ausgemacht:

Hohen Nutzer- und Abonnentenzahlen

Diese seien das Resultat besonders niedriger Einstiegs-Barrieren. Aufgrund ihrer HTML-, Flash- oder Java-Oberflächen kämen die Nutzer von Online-Games ohne teure Hardware aus, wie sie für aufwändige Retail-Games oft gebraucht würden. Auch die Vielzahl der angebotenen Sprachversion trage zu einem einfachen Einstieg bei – einzelne Unternehmen seien mit 50 Sprachversionen und mehr weltweit unterwegs.

Gaming-Branche nutzt Freememium-Modell

Online-Games sind meist kostenlos nutzbar. Die Refinanzierung erfolgt durch Mitgliedschaften/Abonnements und den Verkauf von Spieler-Ausstattungsmerkmalen (Item-Selling).

Ein skalierbares Geschäftsmodell

Immer neue Szenarien und Spielwelten sind ein wesentlicher Aspekt des Geschäfts mit Online-Games.

Dwight J. Cribb, Geschäftsführer der Dwight Cribb Personalberatung, meint: "Die hiesige Online-Gaming-Szene ist ein Aushängeschild für die Innovationskraft der gesamten Internetbranche in Deutschland. Internet-Unternehmen mit internationaler Ausrichtung können davon profitieren, wenn sie den Dialog mit den Online-Gamern suchen und deren Erfolgsfaktoren zu berücksichtigen."

Doch lassen sich die oben genannten Erfolgsfaktoren der Online-Branche so einfach auf andere Geschäftsfelder übertragen? Und sind deutsche Web-Start-ups wirklich so uninspiriert? Nutzen Sie die Kommentar-Funktion und diskutieren Sie mit!

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