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16.07.09Kommentieren

Interview mit Roman Hänsler (aka-aki)

"In diesem Jahr nimmt aka-aki erstmals Geld ein"

Roman Hänsler, Mitgründer und Pressesprecher von aka-aki, verrät im Interview mit förderland, was sich in den letzten zwei Jahren bei dem Mobile-Start-up getan hat und woran die akis augenblicklich arbeiten. Und eines kann man schon verraten: Es geht voran in großen Schritten!

Roman Hänsler, Pressesprecher von aka-akiRoman Hänsler, Pressesprecher von aka-aki

förderland: Hallo Roman, danke, dass du Zeit für ein Interview hast. Es ist ja nun auch wieder an der Zeit, da sich in den letzten zwei Jahren bei Euch ja wieder einiges getan hat. Zum Zeitpunkt des letzten Interviews wart Ihr noch in den Startlöchern - mittlerweile ist das Projekt online und erwachsen. Was waren die Schritte, die Ihr gemacht habt, von damals bis heute?

Roman: Der erste Schritt war sicherlich der offizielle Start von aka-aki am 3. April 2008 und die dazugehörige Launch-Party hier in Berlin. Darauf folgte ein für uns als Firma sicherlich wichtiger Schritt im Juli 2008, der Abschluss einer siebenstelligen Finanzierungsrunde mit unserem Investor Creathor Venture Fund aus Bad Homburg. Im Februar 2009 folgte der Schritt auf das iPhone und den iPod Touch mit dem Release unserer Software im iTunes-Store. Dieser Schritt führte zu einem wahren Boom bei den Mitgliederzahlen. Und ab März schließlich begannen wir weitere europäische Märkte zu erschließen mit der Veröffentlichung einer französischen und italienischen Version. In Frankreich kam das übrigens so gut an, dass die Franzosen innerhalb weniger Wochen die größte Nutzergruppe bei aka-aki waren.

Im Juni haben wir den Webby Award in der Kategorie "Bestes mobiles Social Network" gewonnen und ihn uns bei einer Gala in New York abgeholt. Das war natürlich auch ein Höhepunkt.

Ganz aktuell laufen bei uns erste Aktionen mit großen Unternehmen, die aka-aki als Partner für innovative, mobile Marketingkampagnen einsetzen: Coca-Cola, Senator Film und Radio ENERGY sind die ersten gewesen. Das ist auch ein großer Schritt nach vorn für uns als Unternehmen.

aka-aki hat sehr viel Lob und auch einige Preise eingeheimst. Stärkt das das Selbstvertrauen? Und die ganz banalen Folgen: Sorgt so ein Preis auch für einen signifikanten Anstieg der aka-aki-Anmeldungen?

Roman: Preise sind für uns als Team sehr motivierend und helfen uns vor allem, unsere Marke bei Medien und Partnern in der Branche bekannt zu machen. Signifikante Ausschläge bei den Anmeldungen gibt es da nicht. Neue Mitglieder gewinnen wir stetig durch Mund-zu-Mund-Propaganda und Berichte in den Medien.

Roman, erklär' uns und unseren Lesern doch mal das Ding mit dem Elch! Der ist ja so eine Art Steckenpferd für Euch geworden. Wie kam das?

Roman: Der Elch ist unser Maskottchen. Und den gibt es sogar schon länger, als aka-aki selbst. Der ist uns sozusagen ganz am Anfang zugelaufen und wir haben ihn so schnell so lieb gewonnen, dass wir ihn nicht mehr hergeben wollten. Und er passt ja auch so gut zu unserem Service. Mit seinem Antennengeweih.

Jetzt wird es etwas trockener: Kannst Du uns die aktuellen Zugriffszahlen für aka-aki sagen? Wie liegt ihr im Moment im Vergleich zu den Zielen, die Ihr Euch gesetzt habt?

Roman: Über Zugriffszahlen geben wir noch keine Daten heraus. Die bereiten wir noch auf, da in Zukunft professionell Mediadaten für Werbekunden veröffentlicht werden sollen.

Bei den Mitgliederzahlen (knapp 270.000 im Juli 2009) haben wir unsere internen im letzten Jahr aufgestellten Ziele weit übertroffen und sind mehr als im Zeitplan.

Ist aka-aki schon rentabel? Wenn nein, wann rechnet Ihr damit?

Roman: In diesem Jahr nimmt aka-aki erstmals Geld ein. Bis zur Rentabilität ist es allerdings noch ein weiter Weg. Da sind wir aber mit Facebook, MySpace & Co. in guter Gesellschaft;-). Als mobile location-based Service haben wir aber Konzepte entwickelt von denen wir glauben, dass wir mit ihnen die Gewinnschwelle schneller erreichen können als klassische Internet-Communitys. Auf einen Zeitpunkt können wir uns aber nicht festlegen, da sich der Markt ja gerade erst entwickelt und  wir mit vielen unbekannten Variablen rechnen müssen. Aber dieses Umfeld macht es ja auch so spannend.

Wie sind die Rückmeldungen Eurer User? Gibt es interessante aka-aki-Stories zu erzählen?

Roman: Die meisten Rückmeldungen unserer User sind Supportanfragen und Verbesserungsvorschläge für Features, Funktionen und Design. Negatives Feedback mussten wir im Frühjahr einstecken. Da gab es jede Menge Systemausfälle, da wir vom Boom der Mitgliederzahlen nach dem iPhone-Start quasi überrollt wurden. Aber manchmal gibt es auch menschliche Erfolgsmeldungen: zwei Pärchen haben sich schon über aka-aki gefunden und uns davon erzählt.

Welche deutschen Städte sind aka-aki-Metropolen? Wo wird es am meisten genutzt?

Roman: In Deutschland sind es vor allem die großen Ballungsräume: Berlin, München, Hamburg, Rhein-Main und NRW. Dort haben wir die aktivsten User-Communitys die auch selbst User-Treffen veranstalten. 

Gab es schon Angebote Eueren 'Elch' aufzukaufen? Würdet Ihr überhaupt verkaufen? Was käme danach?

Roman: Im Moment steht ein Verkauf nicht auf unserer Tagesordnung. Aber selbstverständlich ist ein Verkauf eine Option für die Zukunft. Für ein VC-finanziertes Unternehmen versteht sich das ja von selbst.

Letzte Frage: Was steht in Zukunft bei Euch an? Wird aka-aki international?

Roman: Wie oben schon angedeutet, haben wir erste Schritte zur Internationalisierung bereits getan. aka-aki gibt es bereits auf Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch. Momentan arbeiten wir an der spanischen Version. Wir haben eine große Userschaft in Frankreich und Italien. Aber auch in andern europäischen Ländern, Nordamerika und Südafrika gibt es überraschend viele aka-aki Mitglieder. Wenn man durch die Profile unserer Mitglieder surft merkt man schnell, dass aka-aki schon international ist. Das wollen wir natürlich weiter vorantreiben mit weiteren Sprachversionen und künftig auch Aktionen und Marketing in anderen Ländern.

Ein ganz wichtiges Projekt für uns ist auch das aka-aki-Spiel, an dem wir seit kurzem arbeiten. Es wird ein Spiel sein, das man unterwegs in einer realen Umgebung mit den Menschen, die man trifft spielen kann. Und es wird auf unserer Community und ihrer orts-basierten Technologie aufbauen. Und wahnsinnig viel Spaß machen. Die Veröffentlichung ist für den Herbst geplant und wir freuen uns selbst riesig darauf. Denn sowas hat es bisher noch nicht gegeben.

Herzlichen Dank für das Interview!

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