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07.12.09Leser-Kommentare

Interview mit Stefan Kalteis, Geschäftsführer DealHamster

"In Deutschland wurden 2008 auch bereits über acht Milliarden Gutscheine verteilt"

DealHamster hat sich zum Ziel gesetzt, alle verfügbaren Gutscheine auf einem Webportal zusammenzufassen. Geschäftsführer Stefan Kalteis spricht im Interview mit förderland über sein Geschäftskonzept, die dahinter stehende Technologie und zukünftige Entwicklungen.

Stefan Kalteis, Geschäftsführer DealHamsterStefan Kalteis, Geschäftsführer DealHamster

förderland: Hallo Herr Kalteis, stellen Sie sich doch bitte kurz unseren Lesern vor!

Stefan Kalteis: Mit meinen 33 Jahren bin ich schon ein alter Hase im Startup-Business: fast alle meine bisherigen beruflichen Stationen hatten etwas mit neu gegründeten Unternehmen zu tun. Zum Teil waren sie selbst gegründet, zum Teil war ich auf der Investor-Seite, zuletzt bei Target Partners in München. Seit zweieinhalb Jahren bin ich bei der Wiener Startup-Factory i5invest und deren Projekte aktiv. Seit mittlerweile acht Monaten widme ich meine Zeit intensiv unserem neuestem Projekt www.DealHamster.com.

Was bietet DealHamster seinen Kunden und welches Geschäftskonzept steckt dahinter?

Kalteis: Unsere Vision ist einfach: Wir wollen alle verfügbaren Gutscheine auf einer Plattform zusammenfassen. Der User kann nach Produkten und Kategorieren suchen und findet passende Angebote und Gutscheine, auch aus der seiner näheren Umgebung. Für Gutscheinanbieter ist das eine attraktive Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen und Kunden zu binden. Vor allem erlauben Gutscheine – wie kein anderes Werbemittel – die Verbindung von Offline- und Online-Welt. Das Geschäftskonzept basiert darauf, dass wir bei erfolgreicher Vermittlung von Kunden eine Provision bekommen.

Wie aggregieren Sie die Gutscheine, die auf DealHamster angeboten werden? In Ihrer Presseinfo sprechen Sie von einer „revolutionären Technologie“ – wie funktioniert das konkret?

Kalteis: Einerseites haben wir eine „Crawling“ Technologie entwickelt. Damit durchforsten wir das gesamte Internet nach Gutscheinen. Die gefundenen Gutscheine werden automatisiert zu Kategorien und Produkten geordnet. Hierbei ist die semantische Komponente besonders spannend. So fördert eine Suche nach Reise auch einen Gutschein für einen Reiseführer zutage.

Wie ist die Idee zu Dealhamster entstanden?

Kalteis: Auch hier gab es zwei Grundgedanken. Erstens der Blick über den großen Teich in die USA und die dortige rasante Entwicklung des Gutscheinmarktes, den wir insgesamt als sehr spannend empfinden. Zweitens wollen wir Offline und Online-Welt näher zusammenbringen, wobei Gutscheine ein sehr geeignetes Medium sind und für alle Seiten eine Erfolgsmessung möglich machen.

Wie steht es um den deutschen und internationalen Coupon-Markt? Wer sind die Konkurrenten? Und wie ist DealHamster positioniert?

Kalteis: Im internationalen Umfeld ist die USA natürlich klar führend, auch hier wächst aber der Coupon Markt um 50 Prozent pro Jahr. In Deutschland wurden 2008 auch bereits über acht Milliarden Gutscheine, vor allem über Gutscheinbücher, verteilt. Hier sehen wir wachsenden Bedarf. Es gibt einige interessante Ansätze im Marktumfeld, wobei wir uns weniger auf den Wettbewerb konzentrieren, sondern eher auf den Bedarf im Markt achten. Hier glauben wir an die lokale Komponente, das heißt Gutscheine und Angebote auch vom Friseur um die Ecke.

Die Startup factory i5invest ist mit Kapital und Know-how an DealHamster beteiligt? Wie darf man sich die Kooperation vorstellen? Wie profitiert DealHamster von der Zusammenarbeit?

Kalteis: i5invest sieht sich nicht unbedingt als Investor. Faktisch ist DealHamster.com im Rahmen von i5invest entstanden, das heißt eher Gründer als Investor. Überdies sind einige Mitarbeiter bei i5invest angestellt, die sich DealHamster gar nicht leisten könnte oder würde.

Soll das Geschäftskonzept in Zukunft noch ausgebaut werden? Wie wird sich DealHamster entwickeln?

Kalteis: Wir sind ja noch am Anfang, machen uns also noch keine Gedanken über zukünftige Geschäftsfelder. Wir wollen den Usern eine Platform bieten, über die er alle relevanten Gutscheine und Angebote findet. Wir sind aufgrund des sehr positiven Feedbacks optimistisch, dass wir in einem spannenden Bereich sind und ein enormes Potential vor uns liegt.

Haben Sie vielleicht abschließend noch einige Tipps für Gründer, die ganz am Anfang Ihres Tuns stehen?

Kalteis: Offen sein, mit allen über die Idee sprechen. Hartnäckig und einfach probieren; die Idee an sich ist nichts wert, es geht immer um die Umsetzung beziehungsweise vor allem um die Anpassung der Idee.

Kommentare

  • Margit Hohenberger

    07.12.09 (09:07:47)

    Ja, Dealhamster.com ist eine tolle Sache. Ich habe schon einen Gutschein f?r meine Keramik Kunst dort einstellen lassen und konnte Anfragen bekommen. F?r alle Branchen und sogar f?r Kunst eine gute Sache. Weiter so. Margit Hohenberger

  • Blu ray

    07.12.09 (11:20:07)

    ist ne gute Idee.
    ich h?tte nicht gedacht das das auch mit Kunst geht.
    ich glaube ich stell dort auch mal was rein.

  • Dominic

    08.12.09 (15:05:15)

    Bin mal gespannt was aus der ganzen Geschichte letztendlich wird... Ich denke auf jeden Fall, dass Gutscheine eine gro?artige M?glichkeit sind um die Kundenbindung zu erh?hen.

    Im Vergleich zu den Amerikanern haben wir da sicherlich noch etwas Nachholbedarf...

  • Mark

    08.12.09 (20:41:11)

    Also irgendwie habt Ihr was verschlafen!? Gutscheinseiten ist doch schon ein alter Hut. Es gibt doch dutzende solcher Seiten. Die ?lteste und meines Wissens einer der ersten Seiten auf dem deutschen Markt ist Coupons4u.de

    Gru?

    Mark

  • Christian Schmitz

    06.02.10 (18:57:49)

    Das Gutscheine ein hei?es Thema sind, sieht man vor allem am derzeitigen Hyp zu den Groupon-Clons in deutschland.

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