<< Themensammlung Gründung

Aktuelle News für Gründer Selbstständige und Unternehmer

11.03.10Leser-Kommentare

Interview mit Udo Hartenstein, nowycan.de

Ich kann es nicht verhehlen, dass gerade die Bekanntheit ein noch existentes Thema auf meiner Agenda ist.

Oft schreiben uns kleine Start-ups mit neuen Ideen an, die erzählen möchten, was für Projekte sie in Angriff nehmen. Heute stellt Udo Hartenstein seinen Webdienst nowycan.de. Er berichtet uns wie er auf die Idee kam und welchen Problemen er noch gegenübersteht. Vielleicht kommt vieles dem ein oder anderen bekannt vor …

Udo HartensteinUdo Hartenstein

Ich grüße sie Herr Hartenstein. Heute möchten wir uns mit Ihnen über Ihr neues Start-up nowycan.de unterhalten. Doch zuerst: Stellen Sie sich doch einmal vor! Wer sind Sie, was können Sie, was machen Sie?

Udo Hartenstein: Ich bin Familienvater, von Hause aus Ingenieur, im Vertrieb tätig und somit recht viel unterwegs.

Sie haben also ein Start-up gegründet. Wie kam die Idee zustande? Und wie ging es weiter? Seit wann sind Sie online?

Hartenstein: Nun, die Idee kam schon vor langer Zeit auf – da fehlte es jedoch einfach an Zeit. Wenn man viel unterwegs ist, kann man bei Reisen einfach nicht auf Verträge zugreifen. Es tritt dann eine Situation ein, bei der man gerne sofort reagieren möchte, nur, die Dokumente sind zu Hause. Jetzt kommt einfach die Idee, Daten, Dokumente und Hintergründe im PC zu speichern. Das Problem dabei ist, dass nur ich zugreifen kann, dass der Rechner kaputt gehen kann, dass die Datensicherung falsch läuft und so weiter. Also muss es eine Lösung sein, die sicher ist, unabhängig von der Hardware ist, also kurzum es muss eine Internetlösung sein.

Und wenn man bedenkt, was an Verträgen im Laufe eines Lebens auf einen zukommen und evtl. wieder gekündigt werden, ist das ziemlich unüberschaubar.

Es musste also eine Lösung sein, bei der ich nicht nur eben Dokumente abspeichere. Ich wollte weiter gehen: Bei welcher Gesellschaft ist dieser Vertrag, Hintergründe wie Laufzeiten, Kundennummer, Ansprechpartner, Kommunikationsdaten und natürlich auch die Möglichkeit erinnert zu werden, wenn die Laufzeit endet oder eine Kündigung auszusprechen ist. Der Kunde entscheidet, was er abspeichert, was er hinterlegt und wann er erinnert werden will, welche Kosten er einträgt und wie sie dargestellt werden. Auch hier habe ich gemerkt, dass viele Systeme Muss-Felder haben. Auch das wollte ich nicht.

So wurde die Idee geboren. Ich habe dann recherchiert, ob es ein solches System bereits gibt. Für jede Teilidee, Dokumente speichern, Erinnerungen erhalten, Mails senden gibt es immer eine separate Lösung, aber keine integrierte.

Also fing ich an. Ich besorgte die entsprechende Technologie und fing an. Alles in allem, dauerte es rund 6 Monate. Seid Januar 2010 bin ich nun live.

Erzählen Sie uns: Haben Sie schon einmal gegründet?

Hartenstein: Nein bislang, ist dies die erste Gelegenheit.

Auf welche speziellen Probleme sind Sie bisher gestoßen? Wie haben Sie sie gelöst?

Hartenstein: Probleme entstehen bei der ersten Umsetzung, seien es technologische Themen oder auch preisliche Themen. Wie wird man bekannt, was kann man tun, dass nowycan bekannt und genutzt wird. Ich kann es nicht verhehlen, dass gerade die Bekanntheit ein noch existentes Thema auf meiner Agenda ist.

Haben Sie bereits an einem Businessplan- oder Ideen-Wettbewerb mit nowycan.de teilgenommen?

Hartenstein: Nein.

Welche Schwachstellen sehen Sie noch bei Ihrem Projekt, wie möchten Sie sie angehen?

Hartenstein: Auf der einen Seite stelle ich mir täglich die Frage, ob es für nowycan einen Markt gibt. Und es ist in der Tat die Bekanntheit von nowycan. Man sollte nun Werbungen schalten, die dann im Internet auftauchen. Aber das ist eben mit Kosten verbunden.

Haben Sie noch Partner mit im Boot? Oder haben Sie darüber nachgedacht?

Hartenstein: Im Moment habe ich keine Partner an Bord. Ich habe darüber nachgedacht, aber es wurde dann recht schnell kompliziert. Daher habe ich es alleine auf die Beine gestellt.

Wie haben Sie Ihr Projekt finanziert? Welche Posten waren überhaupt aufzubringen?

Hartenstein: Die Finanzierung erfolgte aus eigener Tasche. Dabei habe ich mich aber auch gängiger Software bedient, auch OpenSource um die Kosten entsprechend gering zu halten.

Sie stehen ja auch vor der Aufgabe nowycan "unters Volk" zu bringen, mit anderen Worten: Sie müssen Marketing/Werbung betreiben. Wie soll das geschehen?

Hartenstein: Auf der einen Seite nutze ich mein „Netzwerk“ und fordere diese und die Familie auf nowycan zu testen und mir Feedback zu geben.

Auf der anderen Seite nutze ich derzeit auch das Medium Internet um hier an Bekanntheit zuzulegen. Aber ich gebe ehrlich zu, dass dies nun die grösste Herausforderung ist, vor der ich stehe.

Und wie wollen Sie Geld verdienen?

Hartenstein: Entgegen aller neu auf den Markt kommenden Tools ist nowycan nicht kostenfrei. Und das bewusst. Und entgegen aller neuen Tools hat nowycan aber auch keine integrierte Werbung, keinen Mechanismus der Daten analysiert und Verbesserungen vorschlägt.

Der Jahresbeitrag für nowycan ist geringer, als der Beitrag der kleinsten Versicherung die ich im Moment besitze. Und wenn ich die vergesse zu kündigen, kostet es mich mehr als nowycan. Und das sollte einem nowycan Wert sein.

Zum Abschluss: Was werden die nächsten Schritte sein, die Sie gehen? Haben Sie noch weitere Ideen, die Sie gerne umsetzen würden?

Hartenstein: Zu den Ideen, die ich im Moment habe, möchte ich zum jetztigen Zeitpunkt noch nichts sagen. Die Vision dazu ist relativ klar umrissen, hängt aber auch mit extremen Kosten zusammen und bedingt, dass nowycan erst mal ans Laufen kommt.

Vielen Dank für das Interview!

Kommentare

  • Ich

    11.03.10 (12:38:49)

    Also 35,-EUR f?r einen Erinnerungsdienst finde ich zu teuer.
    Bei GMX kann ich kostenlos 1GB an Daten speichern und eine Erinnerung kriege ich auch noch hin.
    Die Idee ist gut, aber bei dem Preis zu teuer.

  • Peter Lamm

    11.03.10 (17:03:37)

    Schlampiges Design auf der Seite.
    Geringer Nutzwert.
    Schon mal was von Google Docs geh?rt?

  • Thomas Ruland

    12.03.10 (16:06:18)

    :/ sind ja nicht gerade beigeisterungsstuerme losgetreten. Aber blos nicht von den Kommentaren entmutigen lassen.
    Ich finde das per se nicht untinteressant. Trotzdem sollte die Idee noch was mehr rausgearbeitet werden. Was sind die Vorteile f?r mich? Warum sind sie besser als eine Kombination aus Dropbox und Kalendar Erinnerung. Welcher Problem wird behoben und welchen Wert hat das fuer mich. Ist es vielleicht ein Painkiller fuer mich, etc...?

    Auch die Seite muesste was ueberarbeitet werden. Der Piechart auf der Startseite ist verwirrend und loest nicht gerade Begeisterungsst?rme aus.
    Und warum im himmelswillen erst bezahlen und dann erst testen. Mach doch einen kostenfreien Account fuer nen Monat. Kostet dich doch nix. Die bezahlhuerde ist schon recht hoch und haelt sicherlich den ein oder anderen vom Testen ab.

    hoffe das hilft dir etwas weiter.

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer