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27.01.11Kommentieren

Interview mit Philipp Westermeyer, Online Marketing Rockstars

"Ich glaube im Bereich Leadgenerierung sind noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft."

Am 11. Februar startet die Online Media School in Hamburg ein neues Veranstaltungs-Format: "Online Marketing Rockstars". Heute interviewen wir Philipp Westermeyer, Geschäftsführer von adyard, der für das Event verantwortlich ist, um von ihm einige Details zum Thema Online-Marketing zu erfahren und einen Vorab-Eindruck von der Veranstaltung zu gewinnen. Viel Vergnügen!

Philipp Westermeyer, Online Marketing RockstarsPhilipp Westermeyer, Online Marketing Rockstars

Ich grüße Sie Herr Westermeyer, heute unterhalten wir uns mit Ihnen über Ihre Veranstaltung "Online Marketing Rockstars". Wird man nach erfolgreicher Teilnahme an der Veranstaltung im Rampenlicht stehen und tausende Fans haben?

Philipp Westermeyer: Es ist doch nichts leichter als tausend Fans z.B. auf facebook zu haben. Wie das geht, weiß nachher jeder, ob es auch immer Sinn macht allerdings auch.

An wen wendet sich das Seminarangebot konkret? An den Anfänger? An den Fortgeschrittenen? Oder den Seiteneinsteiger?

Westermeyer: An den blutigen Anfänger vielleicht nicht. Aber alle anderen sind schon Zielgruppe. Jeder Experte wird etwas lernen können, weil halt auch die Experten meist nicht alle Kanäle und Kniffe kennen. Dafür ist die Branche insgesamt zu dynamisch. Daneben ist der Tag optimal für jeden der sich einen kompakten Überblick verschaffen möchte, z.B. Geschäftsführer, Abteilungsleiter etc., die intern neue Dinge in Gang bringen wollen.

Das Programm hat den Anspruch alle zentralen Aspekte des modernen Online-Marketing abzudecken. Schafft man das an einem Tag?

Westermeyer: Wir werden es versuchen. Es ist eine Premieren-Veranstaltung, aber ich bin optimistisch, dass jeder sagt: "Okay mein Geld und meine Zeit waren sehr gut eingesetzt."

Die Hamburg Media School, die die Veranstaltung ausrichtet, scheint nicht nur Wasser zu predigen, immerhin werben Sie massiv um Blogpartner, die respektable Vergünstigungen erhalten. Erwarten Sie im Gegenzug von den Bloggern eine positive Berichterstattung?

Westermeyer: Wir erwarten nur eine faire Berichterstattung. Wenn jemand lieber nichts schreiben möchte, ist das auch okay. Wir haben gedacht, wenn man so eine Veranstaltung aufsetzt muss man auch versuchen alle potenziell Interessierten anzusprechen.

Sie haben doch eine Nase dafür: Welche Online-Marketing-Trends stehen uns 2012 ins Haus?

Westermeyer: Ich glaube im Bereich Leadgenerierung sind noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Da wird es z.B. über Social Media noch eine Menge Optionen geben. Daneben fällt mir generell auf, dass im Bereich CRM (Customer Relationship Management, Anm. d. Red.) und Internet viele Firmen Chancen ungenutzt lassen.

Nehmen wir an, ein Gründer hat eine gute Online-Geschäftsidee, aber von Online-Marketing nur einen groben Schimmer - wie sollte er vorgehen um sich weiterzubilden?

Westermayer: Na ja, unter anderem weil mir so etwas ab und an passiert, habe ich mit der Hamburg Media School das Online Marketing Camp ins Leben gerufen. Da gibt es sehr faire Gründerkonditionen und wir hatten schon eine Menge Gründer da. Ansonsten finde ich, lebt die Szene davon, Sachen einfach auszuprobieren. Bei Suchmaschinenthemen und Performance Marketing kann man ja immer schnell sehen, ob es lohnt.

Wie bilden Sie sich selbst fort, was die neuesten Marketing-Erkenntnisse betrifft? Und gab es 2011 schon eine neue Erkenntnis für Sie?

Westermeyer: Ich arbeite für viele Kunden als Dienstleister für Leadgenerierung, man könnte auch Publisher oder Netzwerk sagen. Jedenfalls spricht man mit vielen Leuten, geht Ideen nach, ruft neue Leute an, guckt sich im Netz um - wenn man da aufmerksam ist, geht das von alleine. Aktuell hab ich den Eindruck, dass sich das ganze Thema Retargeting anders entwickelt als vor einigen Monaten gedacht, warten wir mal ab.

Und was sind die zentralen Fragen, die man als Berater einem Unternehmen mit Online-Marketing-Bedarf stellt?

Westermeyer: Was ist der Kunde über seine Haltbarkeit hinweg wert und wieviel kostet es einen neuen Kunden zu gewinnen? Mehr eigentlich nicht. Alles andere ist nachgelagert.

Gibt es allgemeine Online-Marketing-Irrtümer? Wo wird das meiste Geld nutzlos verbrannt?

Westermeyer: Es kommt mir manchmal so vor als wenn das Verhältnis zwischen Media und Kreation hier und da nicht stimmt, z.B. was die Management Attention betrifft. Es scheint als gebe es viele Firmen, die jede Farbe und jedes Visual einer Kampagne auf Geschäftsführer-Ebene diskutieren, aber in die Mediapläne nicht genau rein gucken oder fragen, was die Kampagne denn genau bringt.

Wonach sollte sich ein Unternehmen einen guten Online-Marketing-Berater aussuchen? Welche Kriterien muss er erfüllen?

Westermeyer: Er muss kompetent über den Kanal sprechen können, für den er ausgewählt wurde. Dass ein Berater alle Kanäle von Suche über Social und Affiliate bis Display beherrscht, das ist schwer.

Neben der Rockstars-Veranstaltung gibt es von Ihnen ja auch das Online Marketing Camp. Werden weitere Formate folgen?

Westermeyer: Im Moment nicht. Die Hamburg Media School veranstaltet auch den Social Media Day, aber da bin ich nicht so tief involviert. So eine Partyreihe vielleicht mit Abendessen für jüngere, ambitionierte Medienmacher und Unternehmer von Kino über Verlag bis Internet, so etwas fehlt mir. Da gibt es viele reine Branchen-Events, Empfänge etc., aber etwas, wofür sich Leute auch am Samstagabend gerne einen Babysitter suchen, das fände ich eines Tages vielleicht cool.

Vielen Dank für das Interview, ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Veranstaltung!

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