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08.12.11Kommentieren

Neue Start-up-Idee aus Österreich

Headhunting für alle mit advisemejobs.com

Ein wenig unbemerkt von der deutschen Gründerszene verfolgt ein österreichisches Projekt einen ganz neuen Ansatz im Recruiting-Geschäft. Per Crowdsourcing fungieren Menschen wie Du und ich zu Headhuntern.

advisemejobsadvisemejobs

Headhunter umweht immer ein Hauch von Geheimnistuerei und undurchsichtigen Methoden. Damit ist nun Schluss, zumindest, wenn es nach der Grazer Agentur "Menschen im Vertrieb" geht, denn diese möchte mit seiner Online-recruiting-Plattform "advisemejobs.com" den Kopfprämien-Markt transparent machen. Zwar sind die beiden Betreiber Gergely Hernady und Hans Bachinger nicht mit großen Absichten in Ihr Projekt gestartet (Zitat: "Leider ist unser Budget nicht sehr groß, so dass wir keine große Medienkampagne starten können."), doch die Idee hat es in sich. Vor allem in den sozialen Netzwerken könnte sich das Konzept als ein ziemlicher Durchstarter erweisen. Fehlen tut noch eine gehörige Medienresonanz und das Projekt läuft noch im Betastatus, doch die Weichen sind gestellt.

Und so funktioniert's

Das Funktions-Prinzip ist dabei recht simpel: Einfach ein Kopfgeld auf der Plattform für jedwede Personalnot annoncieren und abwarten. Augenblicklich ist der Kopfgeldpool mit etwa 20.000 Euro noch relativ gering – wahrscheinlich auch wegen des mangelnden Marketing-Budgets. Einnahmen werden übrigens pro Inserat mit einer Gebühr um die 100 Euro generiert. Ein Mindestkopfgeld von 500 Euro ist allerdings Voraussetzung für eine Annonce. Was besonders reizvoll an dem System ist, ist die Tatsache, dass die inserierenden Unternehmen selbst für eine Verbreitung über soziale Netzwerke sorgen und somit nicht nur der Job, sondern auch die Plattform weiter kommuniziert wird.

Idee mit Ausblick

Bedenkt man, dass nicht nur der Personalmarkt von Empfehlungsprämien profitieren kann, sondern auch Kooperationen, Beschaffungen, Problemlösungen und Geschäftsbeziehungen durch Kopfgeld einen monetären Anschub erfahren könnten, offenbart sich ein gehöriges Potential für tüchtige Gründer. In einem ähnlichen Bereich ist das Hanse Ventures-Start-up Gigalo unterwegs, doch hier werden eher kleine Gefälligkeiten mit einem Kopfgeld ausgelobt – der konzeptionelle Transfer Richtung Skalierung ist bei weitem nicht so gut geglückt wie bei advisemejobs.

Was dem Start-up nun noch fehlt ist eine gehörige Portion Ambition seitens der Gründer, doch etwas Größeres daraus zu machen und das dazugehörige Kapital. Für das letztere wird sich bestimmt jemand finden, sollte das erstere erfüllt sein. Nutzen kann diese Plattform übrigens nicht nur Hobby-Headhuntern, sondern auch professionellen Kopfgeldjägern – als Auftragsbörse.

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